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recht.de • Thema anzeigen - Nachbarzaun steht 1m auf anderem Grundstück
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BeitragVerfasst: 14.09.17, 08:56 
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Interessierter

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Themenstarter
Hallo und erstmal Danke für die Resonanz.

Da ich gerade in meine Pause schreibe, bitte ich Schreib- und Grammatikfehler zu verzeihen.

Er wird erst einmal mit seiner Nachbarin reden (wollen) und bei mehrmaligem Nicht-Antreffen schriftlich auf den Verhalt hinweisen mit dr Bitte es zu korrigieren (also entfernen bzw. verrückung).
Die Reaktion kann er sich zwar denken, aber er ist eben nicht wie Sie (also nicht wie seine Nachabrin).
Danach würde er ein Schlichtungsverfahren mit den Unterlagen der Gemeinde bezüglich Abwassergebühr (hier ist ersichtlich, das Ihre Hecke auf seinem Grundstück steht) und mit einem Ausdruck des Katasterauszuges und einer Gegenmessung (von ihm selbst) in die wege leiten. Wenn dann die Nachabrin meiner Meinung nach Kostenbewusst denkt, reagiert Sie spätestens jetzt.

So wie ich es verstanden habe, ist der Grundstückseigentümer im Recht das Eigentum der Nachbarin, welches momentan im Besitz des Grundstückseigentümers ist, entfernen zu lassen.
Ich denke aber, das evtl. eine Einfriedungspflicht besteht und wer trägt dann wann welche Kosten ?

Pause ist leider um, fehler in Satzzeichen etc. bitte zu entschuldigen....


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BeitragVerfasst: 14.09.17, 09:09 
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FDR-Moderator

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Hier mal was zum lesen. Grundsätzlich wird dies aber in Bayern nicht geregelt.

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Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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BeitragVerfasst: 14.09.17, 14:03 
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Reden ist immer gut. Aber wenn sich Nachbarn bezüglich des Grenzverlaufes nicht einig sind und Grenzpunkte nicht (mehr) vorhanden sind oder nicht gefunden werden oder die gefundenen angezweifelt werden, muss die Grenze durch das Vermessungsamt angezeigt werden. Sollte nur ein Nachbar Interesse an der Grenzanzeige haben, muss er alleine beauftragen. Stellt sich bei der Vermessung heraus, dass die Grenzzeichen doch noch vorhanden waren und den richtigen Grenzverlauf markieren, trägt der Beauftragende die Kosten alleine. Muss die Grenze wegen unzureichender Kennzeichnung in der Örtlichkeit neu abgemarkt werden, teilen sich die Grenzanlieger die Kosten.

Eine Nachbarin ist nicht verpflichtet, auf Grund der Vermutung, die Einfriedung könnte vom tatsächlichen Grenzverlauf abweichen, Korrekturen vorzunehmen. Vor allem dann nicht, wenn sich diese Vermutung auf ein Luftbild stützt und der tatsächliche Grenzverlauf unbekannt ist.

Ein Schlichtungsverfahren kommt erst dann zum tragen, wenn die Grenze bisher noch nicht festgestellt ist oder einer der Beteiligten sich weigert, sich trotz Zahlungsverpflichtung an den Kosten zu beteiligen.


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BeitragVerfasst: 18.09.17, 17:06 
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Interessierter

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Themenstarter
Hallo,

naja, die Vermutung stützt sich auf zwei Luftbilder mit Überlagerterm Grenzverlauf vom Katastersamt und darauf, das eben ein Grenzzaun um 1,4m kürzer ist im gegensatz zu allen anderen Maßen. Der DXF-Auszug vom Katasteramt ist Maßstab 1:1000, somit entsprich ein Millimeter digital eben ein MEter in echt. Und faszinierendeweise passen alle Maße, auser diese eine Ecke. Durch diesen Schrägeren velrauf der Grenze, ergaunert sch die Nachabrin kurz mal 18,2qm. und der geplante Holzunterstand könnte 1,4 länger ausfallen.

Bezüglich Schlichtungsverfahren: Ist dies in Bayern nicht vorraussetzung um Gerichtlich vorgehen zu können ? Da keine Verjährung stattfinden kann, müsste er es nicht über eine Gutstelle laufen lassen sondern könnte auch, evtl. günstiger, über einen Anwalt laufen ?


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BeitragVerfasst: 19.09.17, 09:12 
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Zum Schlichtungsverfahren muss es doch erst einmal ein Streitthema geben, was nur in der Bezahlung des Vermessers liegen kann. Die Frage, ob man den beauftragt, braucht keine Schlichtung, den kann man alleine beauftragen.

Wenn mein Nachbar mit einem 1:1000 Bild ankäme, würde ich müde lächeln. 1:500 oder größer dürfte das gerne sein. Sonst ist ja die Linienstärke auf dem Papier größer als die Abweichung. Aber stehen im Katasterauszug keine Maße drin? 12m von Ecke zu Ecke oder sowas? Dann kann man, vorausgesetzt, der andere Grenzpunkt ist da, relativ einfach messen.


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BeitragVerfasst: 19.09.17, 09:49 
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FDR-Moderator

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Da der TE von dxf redet, scheint er eine CAD Datei zu haben. Daher können die Eckdaten sehr genau sein. Besonders, wenn sie mit Gaußkrüger Koordinaten unterlegt sind.

Katasterpläne haben nicht Maßangaben. Sie haben einen Maßstab und fertig.

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BeitragVerfasst: 19.09.17, 10:30 
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Was auch immer man da für Pläne ausgräbt. Katasterämter liefern doch auch keine CAD Daten? Oder doch? :shock:
Ich habe z.B. in meinen Bauunterlagen die Unterlagen des damaligen Vermessers, in dem sind die Längen der einzelnen Grenzabschnitte eingetragen. Ungemein hilfreich!


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BeitragVerfasst: 19.09.17, 12:07 
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FDR-Moderator

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Wieso sollten sie nicht?
Natürlich bekommt die nicht jeder. Fachbüros haben jedoch Zugriff darauf.

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BeitragVerfasst: 19.09.17, 18:37 
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Wenn man sie anfordert und bezahlt, liefern die Katasterämter, zumindest in NRW, auch CAD-Daten, nicht nur an Fachfirmen. Sie sind aber nicht dazu verpflichtet, das vom Kunden gewünschte Format zu liefern. Seit ALKIS gibt's auf Wunsch NAS-Daten. Alles andere, wie z.B. dxf, ist freiwillig. DXF hat natürlich keinen Maßstab, daher glaube ich nicht, dass der TE tatsächlich im Besitz von digitalen Vektordaten ist. Doch selbst wenn es so wäre, muss die Genauigkeit der Grenzpunkte untersucht werden. Während diese Information in den NAS-Daten enthalten ist, fehlt sie im Allgemeinen bei DXF-Daten. Und wenn sie vorhanden sind, muss man sie auch erkennen und beurteilen können, da das Kataster 200 Jahre Geschichte mit sich schleppt. Eine Koordinatenangabe auf den 10.000stel Millimeter hat sowohl ein Grenzpunkt, der zuletzt 1897 aufgemessen wurde und somit durchaus eine Genauigkeit von +/-5m haben kann, als auch einer, der vor einem halben Jahr mittels GPS auf 1cm genau bestimmt wurde. Und bezüglich der Genauigkeit eines Luftbildes muss ich wohl gar nicht erst anfangen.

Der Bekannte zweifelt die richtige Lage des Zaunes an, also muss er beweisen, dass er falsch steht. Sind keinem Anlieger die Grenzpunkte bekannt, kann jeder von ihnen eine Grenzfeststellung beantragen, die, bei tatsächlichen Vermarkungsmängeln, von allen zu gleichen Teilen bezahlt werden muss. Und wenn der Bekannte einen Holzunterstand auf die Grenze bauen möchte, täte er gut daran, sich die Grenze vom Vermessungsamt anzeigen zu lassen. Das müsste er dann natürlich alleine zahlen. Da kommt so ein Luftbild gerade recht, um sich die Hälfte der Kosten zu sparen.

Merkwürdig auch, bereits jetzt von Schlichtung, Anwalt und Gericht zu schreiben, obwohl noch nicht einmal der Tatbestand der falschen Einfriedung feststeht.


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