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recht.de • Thema anzeigen - Nachbar reißt wilden Wein an meiner Hauswand ab :-(
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BeitragVerfasst: 04.11.17, 13:46 
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Mein Haus steht mit einer Wand auf der Grenze zum Nachbargrundstück. Seit Jahrzehnten rankt wilder Wein daran, der gerade im Herbst eine wahre Augenweide ist, schon mehrfach von Fremden deswegen fotografiert wurde und auch meinem Nachbarn laut seiner Aussage gefallen hat. Er hat auch noch nie etwas Negatives darüber gesagt. Nun hat er ohne Vorankündigung mit brachialer Gewalt das meiste von meiner Hauswand gerissen - uralte, sehr dicke Ranken. :cry:
Ich bin total entsetzt.
Bevor ich ihn jetzt anspreche:
Wie ist die Rechtslage?

(Konnte wegen Handynutzung leider die Suchfunktion nicht richtig nutzen und bitte um Nachsicht, wenn es ein ähnliches Thema schonmal gab) :cry:


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BeitragVerfasst: 04.11.17, 15:10 
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Wie wäre es mit Sachbeschädigung...?


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BeitragVerfasst: 04.11.17, 15:16 
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Beiträge: 7362
earlybird hat geschrieben:
...
Wie ist die Rechtslage?

(Konnte wegen Handynutzung leider die Suchfunktion nicht richtig nutzen und bitte um Nachsicht, wenn es ein ähnliches Thema schonmal gab) :cry:


Hallo,

auf welchem Grundstück wurzelt der Bewuchs?

Das dürfte für die Frage entscheidend sein, wem er "gehört", bzw. wer dafür nachbarrechtlich verantwortlich ist.


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BeitragVerfasst: 04.11.17, 16:27 
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Er wurzelt direkt am Fuß der Hauswand und wurde vor über 20 Jahren vom Voreigentümer mit ausdrücklichem Einverständnis des Nachbarn gepflanzt. Meines Wissens ist die Hauswand die Grenze, also wächst er tatsächlich aus dem Boden des Nachbarn.


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BeitragVerfasst: 04.11.17, 21:05 
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Na, da habe ich mir doch gleich gedacht: Warum soll der Nachbar mitbaeinem Wein nicht tun können, was er will?


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BeitragVerfasst: 04.11.17, 21:59 
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Wurde die Hauswand beschädigt?

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Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)
Achtung: Meine Beiträge können Meinungsäusserungen, Denkanstösse, sowie Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten.


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BeitragVerfasst: 04.11.17, 22:10 
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Themenstarter
Der Wein wurde NICHT vom Nachbarn gepflanzt und wuchs zwei Stockwerke hoch bis unters Dach.
Der Putz wurde durch das grobe Abreißen vom Boden aus leicht beschädigt und überall hängen noch kleine Reste. Sieht schlimm aus.
Wenn es tatsächlich der Wein des Nachbarn war (obwohl er ihn weder bezahlt noch gepflanzt, aber vor über 20 Jahren seine Erlaubnis dazu gegeben hat, was auch bezeugt ist) hätte er 1.) einfach mal beim fast täglichen Begegnen auf der Straße etwas sagen können oder mal anklingeln oder einen Einzeiler in den Briefkasten stecken können und 2.) wenn er einfach nur unnachbarschaftlich selbstherrlich ist, hätte er den Wein über der Wurzel kappen können. Aber was hat er an meiner Hauswand verloren?
Oder ist es gar nicht meine Hauswand und er ist jetzt auch für die Pflege ebendieser zuständig?


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BeitragVerfasst: 05.11.17, 02:20 
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Mein Nachbar sagte damals zu mir, NACHDEM wir Irrsinnigen die Ranken von der Wand gerissen haben: "Man sollte das Zeug immer nur dann entfernen, wenn man vor hat, dann gleich die Wand zu verputzen und zu streichen..." - sehr wahr.

Den Wein konnte er meiner Meinung nach weg machen, aber er wäre Ihnen wohl zum Ersatz der Schäden (Reste an der Wand beseitigen, ggf neu streichen), verpflichtet. Es war sein Wein, ist aber Ihre Wand.

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BeitragVerfasst: 05.11.17, 12:47 
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Zitat:
Den Wein konnte er meiner Meinung nach weg machen, aber er wäre Ihnen wohl zum Ersatz der Schäden (Reste an der Wand beseitigen, ggf neu streichen), verpflichtet. Es war sein Wein, ist aber Ihre Wand.

Ist das so? Was ist denn wenn er einfach nur die Wurzel auf seinem Grundstück kappt. Der Wein verreckt dann ja ggf, wenn er es nicht schaft neu zu wurzeln. (Efeu schafft das ja nicht selten). Irgendwann hängt das Zeug dann ja genauso tot von der Wand. Muss er dann auch die Reste beseitigen und neu streichen?

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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


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BeitragVerfasst: 05.11.17, 15:44 
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Beiträge: 463
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Ich würde aus dem Bauch raus ja sagen. Die Pflanze gehört wohl dem Nachbarn, der sie vom Vorbesitzer "geerbt" hat. Wenn diese, spätestens bei der Entfernung, Schäden hinterlässt, wäre der Besitzer doch meiner Meinung nach zur Beseitigung derselben verpflichtet, oder nicht? :|

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BeitragVerfasst: 06.11.17, 11:28 
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Wohnort: Hamburg
Pflanzen gehören demjenigen, auf dessen Grund sie stehen, ganz egal, wer sie wann mit wessem Einverständnis gepflanzt hat. Der Nachbar hat also sein eigenes Eigentum entfernt, da gibt's nichts gegen zu sagen. Fehlende Kommunikation ist zwar ärgerlich, aber rechtlich nicht zu beanstanden.

Wenn die Pflanzen die Hauswand beschädigen, ist hier der Pflanzeneigentümer in der Pflicht, den Schaden auszugleichen. Aber wenn der Hauseigentümer die Pflanzen schon als sein Eigentum betrachtet und dessen Vorbesitzer die gepflanzt hat, da wäre ich dann wohl vorsichtig mit dementsprechenden Forderungen.


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