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recht.de • Thema anzeigen - Erschießungskosten Eckgrundstück bei einer Straße
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BeitragVerfasst: 23.12.17, 22:25 
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Registriert: 18.07.08, 10:43
Beiträge: 2005
hambre hat geschrieben:
Um das nochmal deutlich zu machen: Ich meine die Problematik, die z.B. hier beschrieben wird:
http://www.pnn.de/pm/114013/.
Dieser Beitrag klärt mein Missverständnis. Mit der 2/3-Regelung ist nicht der Anteil der Anlieger an den Gesamtkosten, sondern der jeweilige Anteil eines Eckplatzgrundstücks am „umlagefähige Aufwand jeder Erschließungsanlage" gemeint. Der anteilige umlagefähige Aufwand wird zur Abmilderung einer Doppelzahlung für Eckgrundstücke je Erschließungseinheit (wobei jede Straße eine eigene Erschließungseinheit ist) auf diese 2/3 abgemildert. Damit zahlt der Eckplatzeigentümer - gleiche Kosten je Erschließungseinheit vorausgesetzt - nicht das Doppelte sondern nur 1/3 mehr als die anderen Grundstückseigner. Dafür geniest er den fragwürdigen Vorteil einer Erschließung von zwei Straßen (Seiten).

Ich selbst finde dieses Entgegenkommen unzureichend, weil ein Eckgrundstück erhebliche Nachteile, wie erweiterte Räumpflicht, Einsicht von jedermann, zusätzlicher Lärm, Mehraufwand für Sicherung des eigenen Grundstücks usw. hat. Hinzu kommt, dass oftmals Informierte (z. B. Gemeinderäte) zur Minderung des eigenen Erschließungskostenanteils keinen Eckplatz wählen und somit andere ganz bewusst ins offene Messer laufen lassen.

w-bau hat geschrieben:
Im Vorgespräch zum Grundstückskauf stellte ich die Frage zu den Erschießungskosten der Fertigstraße des Eckgrundstücks und dessen Nachteile. Die Antwort des Städtischen Mitarbeiters lautete bei uns wird Nach Quadratmeter abgerechnet, so das sie keine Mehrkosten gegenüber einen Mittelgrundstück haben werden. Ich habe mich im Guten glauben darauf verlassen, eine Erfahrene Amtsperson sollte so etwas ja wissen. Schriftlich habe ich leider nichts bekommen, habe nur eine Gesprächsnotiz. Andere Grundstückseigentümer Haben die Gleich Auskunft bekommen!
In einem vergleichbaren Fall wurden in unserer Gemeinde vor ca. 15 Jahren Eckplatzbesitzer eines Erschließungsgebiets entschädigt, weil nach Zeugenaussagen mehrerer Beteiligter der zuständige Stadtplaner eine ähnliche falsche Aussage gemacht hatte.


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