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recht.de • Thema anzeigen - Hilfe für sozial schwache und psychisch kranke Menschen?
Aktuelle Zeit: 20.11.17, 05:12

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BeitragVerfasst: 06.11.17, 10:17 
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Guten Tag,

mich interessiert, ob bzw. wie man einem sozial schwachen und psychisch kranken Menschen helfen kann, der auf keine Ratschläge hört und zu keinem Arzt gehen will.

So wie z.B. im folgenden frei erfundenen Fall.

Ein Mann ist 33 Jahre alt, psychisch krank, arbeitsunfähig, bekommt Sozialhilfe und wohnt in einer kleinen 1-Zimmer Wohnung, wo das Wasser mit Strom geheizt wird.
Er war schon mehrmals in verschiedenen Krankenhäusern psychiatrisch behandelt, was ihm aber vollständig nicht geholfen hat.
Seit mehr als einem Jahr wegen seiner Schulden hat er in der Wohnung kein Telefon, kein Internet, keinen Strom und daher auch kein warmes Wasser sowie kann sich weder duschen noch Essen zubereiten.
Er kann mit dem Geld nicht umgehen und gibt seine Sozialhilfe nach dem Erhalt sehr schnell aus, ohne etwas für seine Strom- oder Telefonraten o.ä. beiseite zu legen. Und dann hungert er letzte Wochen jedes Monats bis ihm seine Sozialhilfe wieder überwiesen wird.

FRAGEN:

1. Gibt’s irgendwelche soziale Betreuer, die solchen psychisch kranken Menschen in ähnlichen Situationen helfen können bzw. wo?
2. Kann seine Sozialhilfe ihm wöchentlich statt monatlich überwiesen werden? Oder noch besser in bar?
3. Können seine monatlichen Ratenzahlungen für Strom von seiner Sozialhilfe abgezogen und direkt an seinen Stromanbieter überwiesen werden? Wie kann man das veranlassen?
4. Könnte gleichzeitig die gleiche Stelle bzw. welche für ihn einen neuen Stromvertrag abschließen?
5. Wie kann er seine angesammelten Stromschulden begleichen?
6. Wie kann man ihm überhaupt helfen?

Danke im Voraus.


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BeitragVerfasst: 06.11.17, 10:29 
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Beiträge: 3692
Teamplay hat geschrieben:
1. Gibt’s irgendwelche soziale Betreuer, die solchen psychisch kranken Menschen in ähnlichen Situationen helfen können bzw. wo?
6. Wie kann man ihm überhaupt helfen?

Da der Betroffene sich scheinbar nicht freiwillig helfen lassen will, wüsste ich so spontan keine Stelle die da etwas ausrichten könnte. Wenn dürfte das nur auf die "harte Tour" gehen, und die lautet einen gesetzlichen Betreuer für die relevanten Themenfelder bestellen zu lassen.


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BeitragVerfasst: 06.11.17, 10:56 
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Am besten wäre hier eine betreute Wohngruppe. Ich sehe nicht, was eine Barauszahlung ändern würde. Am besten, er versucht einen Platz in einer solchen Wohngruppe zu bekommen.

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BeitragVerfasst: 06.11.17, 11:55 
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Beiträge: 3692
Biggi0001 hat geschrieben:
Am besten wäre hier eine betreute Wohngruppe. ... Am besten, er versucht einen Platz in einer solchen Wohngruppe zu bekommen.

Das würde aber erfordern das der Betroffene selber einsieht das er in einer eigenen Wohnung allein nicht klar kommt. Das scheint aber grade nicht gegeben zu sein.


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BeitragVerfasst: 07.11.17, 14:48 
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ExDevil67 hat geschrieben:
... gesetzlichen Betreuer für die relevanten Themenfelder bestellen zu lassen.

Danke!
Wo kann man ihn beantragen?


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BeitragVerfasst: 08.11.17, 00:31 
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Man kann eine Betreuung anregen. Beantragen kann das nur der Betreffende.

Anlaufstelle ist das Amtsgericht, oft gibt's da dann ein Betreuungsgericht oder eine Betreuungsstelle. Dorthin schreiben und sachlich darlegen, warum man der Meinung ist, daß eine Betreuung notwendig ist, ggf auch ausführen, für welche Bereiche man eine Betreuungsnotwendigkeit sieht. Wenn sich beispielsweise ein Familienangehöriger dazu bereitstellen würde, sollte man dies ebenfalls dazu schreiben, ansonsten würde im Falle des Falles ein Berufsbetreuer gestellt.

Es erfolgt dann allerdings auch eine Anhörung des Betroffenen. Auch hier gilt: Es gibt Hilfen, die müssen aber auch angenommen werden.

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BeitragVerfasst: 08.11.17, 16:16 
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Biggi0001 hat geschrieben:
Man kann eine Betreuung anregen. Beantragen kann das nur der Betreffende.
Anlaufstelle ist ...

Alles klar, vielen Dank!!!


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