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recht.de • Thema anzeigen - Eigentumswohnung gekauft und Ausschluss Erbe Kinder
Aktuelle Zeit: 19.11.17, 11:38

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BeitragVerfasst: 07.11.17, 09:26 
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Hallo,

folgender Fall:
B. hatte vor 13 Jahre eine Eigentumswohnung gekauft. B. steht selbst alleinig im Grundbuch. Des Weiteren hat er zwei uneheliche Kinder (17 und 23 Jahre). B. hat keinen Kontakt mit ihnen. Im Testamtent wurden beide Kinder lediglich den Pflichtanteil am Erbe zugesprochen.

Angenommen die langjährige Freundin (A.) des B. zieht in die Eigentumswohnung ein. Später stirbt B. und die Erben (zwei Kinder) verweisen die Freundin des B. aus der ETW auf Grund Verkauf der ETW? A. steht ebenfalls im Testament des B. und bekommt den Erbteil nach Abzug des Pflichtteils beider Kinder.

Wie kann verhindert werden, dass A. von den Kindern des B. aus der Wohnung ausgewiesen werden kann?
Muss die A.mit ins Grundbuch geschrieben werden?
Reicht eine schriftiche Zusicherung "lebenslanges Wohnrecht" in ETW nach Tod des B?

Gruß stern


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BeitragVerfasst: 07.11.17, 09:35 
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Wenn die Kinder enterbt sind und nur den Pflichtteil erhalten, haben sie keine Mitspracherechte bezüglich der Wohnung. Sie können ihren Pflichtteil verlangen (das ist ein reiner Geldanspruch, sie erhalten kein Miteigentum an der Wohnung) und das wars.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 07.11.17, 10:02 
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SusanneBerlin hat geschrieben:
Wenn die Kinder enterbt sind und nur den Pflichtteil erhalten, haben sie keine Mitspracherechte bezüglich der Wohnung. Sie können ihren Pflichtteil verlangen (das ist ein reiner Geldanspruch, sie erhalten kein Miteigentum an der Wohnung) und das wars.

Das nötige Geld zum Auszahlen sollte man dann aber auch parat haben (oder eine hinreichend hohe Bonität um das ggf. Grundschuldbesichert zu finanzieren), sonst ist mit Wohnung behalten nix.

Pflichtanteil und ggf. Steuern wollen bezahlt sein. Sonst läuft es eh auf einen "Zwangsverkauf" der Wohung hinaus...

Ob man die Wohnung durch Wohnrechte oder andere eingetragene Rechte sinnvoll "entwerten" kann ist also ggf. eine Überlegung wert.

_________________
...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


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BeitragVerfasst: 07.11.17, 10:24 
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Die Beschreibung ist unklar.

Wer wird denn nun Erbe?

Einmal wird behauptet die Kinder würden enterbt und bekämen nur den Pflichtteil, dann wir wieder behauptet die Kinder würden Erben.

Zitat:
und die Erben (zwei Kinder)



Man muss sich schon für eine Version entscheiden und wie gesagt falls die Kinder enterbt sind, muss ja jemand anderes erben.

Der muss dann die Kinder auszahlen, hat aber selber nichts von der Wohnung, da A drin wohnt mit Wohnrecht.

Eine sehr unausgegorene Konstruktion.


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BeitragVerfasst: 07.11.17, 19:53 
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Hallo,

dann denke ich, dass ggf ein lebenslanges Wohnrecht für A. nicht so optimal wäre,
sondern die Schenkung an A. die bessere Form. Also Eintragung des A. ins Grundbuch?


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BeitragVerfasst: 07.11.17, 20:10 
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stern0190 hat geschrieben:
Hallo,

dann denke ich, dass ggf ein lebenslanges Wohnrecht für A. nicht so optimal wäre,
sondern die Schenkung an A. die bessere Form. Also Eintragung des A. ins Grundbuch?

Auch bei der Schenkung will Vater Staat Steuern sehen und das bei dem Status "langjährige Freudin" wird nicht günstig...

_________________
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


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BeitragVerfasst: 08.11.17, 09:44 
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Wann soll denn die Schenkung erfolgen?
Jetzt sofort? Wie lange ist wohl noch die Lebenserwartung?
Kurz vor dem Tod?

Und bitte meine Fragen beantworten!


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BeitragVerfasst: 08.11.17, 09:56 
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Themenstarter
Die Schenkung ist noch nicht spruchreif, weil das zunächst meine Überlegungen sind
auch hinsichtlich der Kinder. Die sollen nichts abgekommen, außer den Pflichtteil.
Lebenserwartung? Ich hoffe noch fast ewig.
Wann kommt der Tod? Wer weiß das schon.


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BeitragVerfasst: 08.11.17, 10:25 
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Wer soll denn nun der letztliche Erbe der Wohnung werden, nachdem die Lebensgefährtin mit dem Wohnrecht dann auch mal gestorbe wäre?


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BeitragVerfasst: 08.11.17, 12:32 
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Themenstarter
Das ist eine gute Frage. Nach der Lebensgefährtin A. ihre Tochter,
die wie die Tochter des B. ist.

Dann wäre die Eintragung ins Grundbuch die effektievere Antwort
bzgl Erbe mit Eintragung ins Grundbuch der LG´in.


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BeitragVerfasst: 08.11.17, 13:17 
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Man sollte nur folgendes beachten:

Schenkt man der Lebensgefährtin die Wohnung jetzt oder zumindest lange vor dem Tod und die Beziehung geht in die Brüche, ist man seine Wohnung los.

Schenkt man sie ihr z.b. nur zur Hälfte, bleibt für den Rest wieder das Problem, dass die Kinder Ansprüche habe, die ausgezahlt werden müssten, wenn man die Wohnung an die Lebensgefährtin oder deren Tochter vererbt.

Dazu treten bei all den Aktionen Schenkungssteuer an. Lebensgefährtin ins Grundbuch schreiben bedeutet sie bekommt die Wohnung anteilig oder ganz geschenkt, heißt Schenkungssteuer.
D.h. Freibetrag 20.000 €, für den Rest 30% Schenkungssteuer. Bei Vererbung dasselbe.

Und die Kinder kommen und wollen den Pflichtteil.

Eine Regelung die die Kinder nicht mit allen Mitteln aus allem raushalten soll, könnte letztlich für alle Beteiligten (ausser dem Staat) günstiger kommen.


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BeitragVerfasst: 08.11.17, 13:32 
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Zitat:
hinsichtlich der Kinder. Die sollen nichts abgekommen, außer den Pflichtteil.


Es besteht doch bereits ein entsprechendes Testament. Daher sehe ich gar keinen Handlungsbedarf.


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