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recht.de • Thema anzeigen - Clubmitglied erkennt Status des Club und Beschlüsse nicht an
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BeitragVerfasst: 24.12.17, 00:31 
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Registriert: 22.04.16, 21:42
Beiträge: 14
Hallo liebe Forengemeinde,

folgender Fall beschäftigt mich/uns.

In einem eingetragenen Sportverein (e.V.) existiert eine Satzung, in der es einen Punkt "Gliederung" gibt und es dort wie folgt heißt:

"Zur Durchführung des Spielbetriebes können die Mitglieder Clubs bilden. Diese verwalten sich selbst, sind aber an die Weisungen des Vereins gebunden. Die Clubs wählen ihren Vorstand selbst. Dieser ist dem Vereinsvorstand zur Kenntnis zu geben. Die Clubs können sich ergänzende Ordnungen geben. Sie dürfen nicht in Widerspruch zu übergeordneten Richtlinien stehen. Mitglieder, die keinem Club angehören, werden als Einzelmitglieder geführt. Sie sind nicht berechtigt, am Ligaspielbetrieb teilzunehmen."

Demzufolge existieren in dem Verein mehrere Clubs, bestehend aus nur wenigen Personen. Meist sind die Clubs nicht größer als eine Mannschaftsstärke, bestehend aus 5 bis 7 Spieler.

In einem dieser Clubs hat nun ein Clubvorstand (1. Vorsitzender), ein Clubmitglied vom Spielbetrieb bei dem deutschen Dachverband abgemeldet und gleichzeitig die Club-Kündigung ausgesprochen.

Das betreffende Clubmitglied hat nun aber die Rechtmäßigkeit des Clubvorstandsbeschlusses angezeifelt. Es erkennt sogar den Status des Clubs grundsätzlich nicht an und hat über seinen Anwalt gegenüber dem Clubvorstand (nicht Vereinsvorstand!!!) vortragen lassen, dass der Club eine Gesellschaft im Sinne des § 705 BGB sei und das betreffende Clubmitglied selbst als angebliches Club-Gründungsmitglied zusammen mit dem 1. Vositzenden die Gesellschafter des Clubs wären.

Demzufolge stünde gemäß § 709 Abs. 1 BGB die Führung der Geschäfte der Gesellschaft, den Gesellschaftern gemeinschaftlich zu und es bedürfe für jedes Geschäft die Zustimmung aller Gesellschafter.

Nun ist es so, dass der Club nicht von dem betreffenden Mitglied mitgeründet wurde und diese Aussage zurückgewiesen wird. Zudem existiert weder ein schriftlicher, noch ein mündlicher Gesellschaftsvertrag. Die Aussagen sind somit lediglich einseitige Erklärungen.

Der Clubvorstand bezieht sich nun auf die Satzung des übergeordneten Vereins (siehe passus oben).

Ist nun ein Club, der in einem eingetragenen Verein satzungsgemäß eine untergeordnete, sich selbst zu verwaltende Gruppe ist, eine Gesellschaft im Sinne des § 705 BGB oder zählt hier die Satzung des übergeordneten, eingetragenen Vereins, und der Club kann wie ein Verein handeln, indem der Clubvorstand Mehrheitsbeschlüsse erlassen kann?

Der Vereinsvorstand hat sowohl die Abmeldung des Mitglieds vom Spielbetrieb durch den Clubvorstand, als auch die Club-Kündigung bestätigt. Das Mitglied wäre jetzt kein Club-Mitglied mehr, sondern nur noch Einzelmitglied im Verein ohne Spielrecht in Ligen.

Der 1. Vorsitzende des Clubs wird gemäß Vereinssatzung vom Verein als Clubvorstand anerkannt. Das betreffende Mitglied sieht den Clubvorstand jedoch als Gesellschafter an.

P.S. Der Club verfügt über keine eigenständige Clubsatzung.

Vielen dank im Voraus und frohe Festtage


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BeitragVerfasst: 25.12.17, 13:14 
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FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 13.09.04, 20:01
Beiträge: 3659
Zitat:
Diese verwalten sich selbst, sind aber an die Weisungen des Vereins gebunden.



a) Gibt es dazu Weisungen des Vereins ?
b) sieht der Verein die „Gruppe“ auch als BGB Gesellschaft oder mehr als n.e.V. ?
c) Hat sich die Gruppe eine Satzung gegeben oder einen Gesellschaftsvertrag ?

_________________
Gruß Spezi


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BeitragVerfasst: 25.12.17, 22:02 
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FDR-Moderator

Registriert: 14.09.04, 11:27
Beiträge: 4687
Zitat:
Die Clubs können sich ergänzende Ordnungen geben.
in einer der Ordnungen sollte stehen, wie die Aufnahme und auch die Entlassung aus dem Club geregelt ist. Wenn die nicht existiert.... Was sagt die Vereinssatzung zu den Mitgliedschaften in den "Clubs" aus?
Ansonsten muss man es auf einen Rechtsstreit ankommen lassen.

_________________
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
was willst denn du.


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