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recht.de • Thema anzeigen - Vertrag zur Aufteilung von Gewinnen
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 Betreff des Beitrags: Vertrag zur Aufteilung von Gewinnen
BeitragVerfasst: 18.04.17, 18:20 
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Registriert: 18.04.17, 18:03
Beiträge: 2
Guten Tag,

Mal angenommen eine Gruppe erwirtschaftet ab und zu kleinere Geldbeträge (unter 100€ p.a. p.p.).
Diese Gruppe will Probleme vermeiden und überlegt sich, dass sie die Aufteilung der Einnahmen vertraglich festhalten sollte.
Wie sollte so ein Vertrag in etwa aussehen?
Was ist zu beachten?
Mein Ansatz ist: den vollständigen Namen, Geburtsdatum und Ort sowie aktueller Wohnsitz jedes Gruppenmitglieds, das Datum vom Vertragsabschluss sowie folgenden Vertragstext:
"Alle Einnahmen, die die Gruppe XY erwirtschaftet, wird zu gleichen Teilen unter allen Mitgliedern aufgeteilt."

Da es ein mündlicher Vertrag werden soll, würde ich den Text dann vorlesen und jeden in der Gruppe folgendes dazu sagen lassen:
"Mein Name ist XY, ich stimme diesem Vertrag zu."

Da die Einnahmen sehr niedrig sind, ist es nicht nötig, dass das Ganze notariell beglaubigt und rechtlich unanfechtbar ist.
Es geht hier mehr um eine Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit.
Wäre das so ein brauchbarer Ansatz oder habe ich da was nicht bedacht?

Vielen Dank fürs Lesen und Helfen
Invalid


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BeitragVerfasst: 18.04.17, 22:29 
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Beiträge: 1893
Zitat:
§ 722
Anteile am Gewinn und Verlust

(1) Sind die Anteile der Gesellschafter am Gewinn und Verlust nicht bestimmt, so hat jeder Gesellschafter ohne Rücksicht auf die Art und die Größe seines Beitrags einen gleichen Anteil am Gewinn und Verlust.

(2) Ist nur der Anteil am Gewinn oder am Verlust bestimmt, so gilt die Bestimmung im Zweifel für Gewinn und Verlust.


Wichtiger ist festzuhalten wer Gesellschafter sein soll :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 19.04.17, 07:01 
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Registriert: 21.08.14, 15:57
Beiträge: 6819
invalidfirstname hat geschrieben:
...
Es geht hier mehr um eine Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit.
Wäre das so ein brauchbarer Ansatz oder habe ich da was nicht bedacht?

Vielen Dank fürs Lesen und Helfen
Invalid



Hallo,

erst kürzlich ging doch dieser kuriose Fall durch die Medien:

http://justillon.de/2017/03/streit-auto ... winnspiel/

Da war es sogar so, daß das Gericht eine GbR wgen des fehlenden Rechtsbindungswillens abgelehnt hat. Trotzdm musste das Geld unter den Miteigentümern gleichmäßig aufgeteilt werden.

Das gilt natürlich erst recht, automatisch von Gesetzes wegen, wenn eine GbR vorliegt. Das stichwortartig sogar schriftlich zu fixieren ist eigentlich unnötig, macht aber durchaus Sinn um späteren Sreit zu vermeiden. Vielleicht fällt mal ein sehr hoher Gewinn an, manchmal endet dann die Freundschft wie im Fall des Kronkorken.


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BeitragVerfasst: 19.04.17, 07:36 
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Registriert: 17.01.14, 09:25
Beiträge: 3692
invalidfirstname hat geschrieben:
Diese Gruppe will Probleme vermeiden und überlegt sich, dass sie die Aufteilung der Einnahmen vertraglich festhalten sollte.

Was ist zu beachten?
...

Da es ein mündlicher Vertrag werden soll, würde ich den Text dann vorlesen und jeden in der Gruppe folgendes dazu sagen lassen:
"Mein Name ist XY, ich stimme diesem Vertrag zu."


Wenn man das vertraglich regeln will, dann doch bitte schriftlich und nicht mündlich. Mündlich hat den Nachteil das im Extremfall alle, bis auf einen, sich ganz genau erinnern das der letzte weniger abbekommen sollte.


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BeitragVerfasst: 19.04.17, 08:24 
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Registriert: 18.04.17, 18:03
Beiträge: 2

Themenstarter
Hallo zusammen,

erstmal danke für die Antworten.

@Name4711: Ich hab leider keine Ahnung, was du meinst. Sind nicht automatisch alle Gesellschafter? Ich kenn mich damit nicht aus, sorry.

@freemont: Von dem Fall habe ich gehört, sehr witzig. Die Gruppe versucht auch eher Streit zu vermeiden, nicht umbedingt ein rechtsbindenden Vertrag aufzusetzen, da der STreitwert sehr niedrig ist. Ich würde der Gruppe dazu raten, etwas mit einem Rechtsanwalt auszuarbeiten, sobald sich das ändert.
Ich verstehe deine Antwort so, dass es rechtlich keinen Unterschied macht aber es sinnvoll sein kann, das einmal abgesprochen zu haben.
In dem Fall ist dann auch nicht wirklich wichtig, wer was sagt.

@ExDevil67: Manchmal ist es nicht so einfach ein Treffen anzusetzen, eine Telefonkonferenz, die aufgezeichnet und an alle verteilt wird, ist da einfacher aufzusetzen und erfüllt seinen Zweck.
Oder hab ich da was übersehen?


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