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recht.de • Thema anzeigen - Umschuldung wegen Widerruf - Grundschuld KfW-Kredit ?
Aktuelle Zeit: 28.04.17, 21:03

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BeitragVerfasst: 21.04.17, 16:53 
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Interessierter

Registriert: 23.08.09, 17:07
Beiträge: 15
Liebes Forum,

Nehmen wir folgende Sachlage an:

Ein Ehepaar hat einen Immobilienkredit und einen KfW-Kredit zur energetischen Sanierung eines Hauses unterzeichnet. Eine spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei sieht gute Chancen, den Immobilienkredit zu widerrufen oder eventuell auch zu kündigen. Nun möchte sich das Ehepaar zunächst um eine Finanzierungszusage der Umschuldung kümmern, bevor mit der ursprünglich finanzierenden Bank Kontakt aufgenommen wird.

Welche Restschuld sollte das Ehepaar umschulden - nur den Hauptkredit oder auch noch den KfW-Kredit ? Es geht v.a. um die Frage der Grundschuld. Bisher hat die Bank eine Grundschuld in Höhe des Immobilien-Kredits + des KfW-Kredits im Grundbuch eintragen lassen. Falls nun nur der Hauptkredit umgeschuldet würde: wie sähen die Grundschulden nachher aus ? Rang 1: Neue Bank und auf Rang 2 die KfW ? Wäre das überhaupt möglich oder ist es notwendig, die Restschuld aus beiden Krediten umzuschulden, um den ersten Rang für die neue Bank zu ermöglichen ?

Wie ist die Rechtslage ?

Viele Grüße

sjh69


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BeitragVerfasst: 22.04.17, 21:35 
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Registriert: 13.08.15, 16:49
Beiträge: 1501
Der Widerruf des Kredites bedeutet, dass der Kredit zurück abgewickelt wird; also Kreditbetrag an die Bank zurück und erst dann wird die Bank die Rechte im Grundbuch frei geben. Es gibt keinen Widerruf oder Kündigung, entweder Widerruf oder der Kredit wird entsprechend den Kreditverträgen gekündigt; ein erheblicher Unterschied.

Vermutlich dürfte es sich um eine Kredithöhe handeln, wo die erste Gerichtsinstanz das Landgericht ist; die Banken sind dafür bekannt, eine Entscheidung eines LG nicht zu akzeptieren und werden Rechtsmittel beim OLG einlegen. Viele Kläger haben hier schon nicht mehr die finanziellen Mittel und das Verfahren geht dann zu Gunsten der Banken aus.

Die Anwaltskanzlei wird erst klagen, wenn entsprechende Vorschüsse bezalt wurden; dafür müssen erhebliche Mittel vorhanden sein, es sei denn, es besteht explizit eine Rechtschutzversicherung, welche diese spezielle Forderungen abdeckt.

Wieso hat die Bank neben dem Bankkreditm auch den KfW-Kredit eingetragen; haftet die Bank für den KfW-Kredit.

Es sollte auch mit der KfW vorher abgeklärt werden, wie diese dazu stehen, wenn der Erstkredit widerrufen wird.
Da sind alle 3 im Boot.


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BeitragVerfasst: 22.04.17, 21:35 
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Registriert: 01.11.12, 08:40
Beiträge: 2224
Wohnort: Thüringen
Hallo

wenn Ihr Anwalt Ihnen tatsächlich gesagt haben sollte er sehe eine gute Chance heute noch ein Darlehen zu widerrufen und zu kündigen dann sollten Sie dringend die Finger von der weiteren Zusammenarbeit mit diesem Anwalt lassen.

1. Wahrscheinlich sind alle Widersprichsrechte bei Darlehensverträgen die für soetwas in Frage kommen seit cirka Ende 2015 verjährt.

2. Nach dem Widerruf des Vertrages ist eine Kündigung ausgeschlossen, da man nur bestehende Verträge kündigen kann und der Widerruf den Vertrag in ein Rückabwicklungsverhältnis umwandelt.

_________________
Wir sind dafür, dass wir dagegen sind.


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BeitragVerfasst: 22.04.17, 22:13 
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Registriert: 25.01.07, 08:01
Beiträge: 1279
Wann wurde der Vertrag denn geschossen?

https://www.gesetze-im-internet.de/bgbe ... 9__38.html Abs. 3


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