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recht.de • Thema anzeigen - Fortsetzungsmietvertrag für andere Wohnung
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BeitragVerfasst: 28.06.17, 14:53 
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lottchen hat geschrieben:
Es sind 2 Verträge. Neue Wohnung, neue m², neue Miete, kein Verweis auf den alten Vertrag - es gibt nicht den geringsten Hinweis darauf, dass beide Verträge irgendwie zusammen gehören. ..... Hätte der Mieter dies auch in seinem neuen Wohnungsmietvertrag verankern lassen hätte er jetzt ganz gute Chancen auf die 9 Monate zu kommen. So aber bleibt es bei 3.
Mein Bauchgefühl sagt mir, dass Du im Unrecht bist. Sicher kann das noch jemand bestätigen?


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BeitragVerfasst: 28.06.17, 16:23 
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Hanomag hat geschrieben:
Bitte nicht schon wieder falsches hineininterpretieren. Wo bitte steht, dass der Mieter gekündigt hat? Er ist ausgezogen, weil der Vermieter die bisherige Wohnung sanieren wollte und ersatzweise die neue Wohnung angeboten hat.


Bitte erst lesen und den Kontext berücksichtigen, ehe man sich "wieder mal" interpretiert sieht. Aber gern genauer:

der Mieter hat die erste Wohnung gekündigt und ist ausgezogen. Dass er anschließendbeim gleichen Vermieter die neue Wohnung bezogen hat, ist unerheblich, er hat einen neuen MV abgeschlossen[/b][/quote]

:arrow: Hat der Mieter, der jetzt die Wohnung bewohnt, die wegen Sanierung gekündigt werden soll, nicht vorher in einer 2er WG die andere Wohnung bewohnt?
Hat er die nicht gekündigt oder wurde der Vertrag nicht aufgehoben (das ist für die gestellte Frage völlig egal) und hat er jetzt nicht einen anderen, den er erst seit 2 Jahren hat?

Hanomag hat geschrieben:
IMag sein, dann stelle ich die Frage, ob dennoch das Mietverhältnis beider Verträge als ganzes zu werten ist.

Nein- das wurde doch jetzt oft genug gesagt. Ein Vertag gilt nicht mehr, der andere erst seit 2 Jahren.

Das war übrigens das irreführende

Zitat:
Nach 8 Jahren wird innerhalb des Hauses in eine größere Wohnung umgezogen und ein neuer Mietvertrag ausgestellt. Nach Zehn Jahren soll den umgezogenen Mietern wegen Sanierung gekündigt werden.


der TE stellte seinen gewünschten Zustand- Vertrag gilt ohne Unterbrechung- in der Schilderung als gegeben dar und es schien daher zunächst so, als ob der Mieter insgesamt 18 Jahre im Haus lebt, 10 davon in der neuen Wohnung mit neuem MV
Man kann es bedauern, dass man dem TE keine andere Antwort geben kann...

Hanomag hat geschrieben:
lottchen hat geschrieben:
Es sind 2 Verträge. Neue Wohnung, neue m², neue Miete, kein Verweis auf den alten Vertrag - es gibt nicht den geringsten Hinweis darauf, dass beide Verträge irgendwie zusammen gehören. ..... Hätte der Mieter dies auch in seinem neuen Wohnungsmietvertrag verankern lassen hätte er jetzt ganz gute Chancen auf die 9 Monate zu kommen. So aber bleibt es bei 3.
Mein Bauchgefühl sagt mir, dass Du im Unrecht bist. Sicher kann das noch jemand bestätigen?


Das Bauchgefühl ist ein Wunschgefühl- der Mieter möge einfach das Datum seines MV prüfen und ob da irgendwas zum vorherigen Vertrag steht.
Wenn da steht x.x.2015, dann sind es 3 Monate


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BeitragVerfasst: 10.07.17, 15:04 
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winterspaziergang hat geschrieben:
der Mieter hat die erste Wohnung gekündigt und ist ausgezogen. Dass er anschließendbeim gleichen Vermieter die neue Wohnung bezogen hat, ist unerheblich, er hat einen neuen MV abgeschlossen[/b]
Natürlich haben die Mieter einen neuen Mietvertrag abgeschlossen. Aber doch nur, weil der gleiche Vermieter die bisherige Wohnung freihaben wollte. Die Mieter haben sozusagen das Mietverhältnis in einer anderen Wohnung des Vermieters fortgesetzt.

Und mein Rechtsverständnis (Bauchgefühl) sagt mir, dass ein Vermieter durch solch eine Aktion die Kündigungsfrist nicht verkürzen können darf.


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BeitragVerfasst: 10.07.17, 20:25 
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Hanomag hat geschrieben:
winterspaziergang hat geschrieben:
der Mieter hat die erste Wohnung gekündigt und ist ausgezogen. Dass er anschließendbeim gleichen Vermieter die neue Wohnung bezogen hat, ist unerheblich, er hat einen neuen MV abgeschlossen[/b]
Natürlich haben die Mieter einen neuen Mietvertrag abgeschlossen. Aber doch nur, weil der gleiche Vermieter die bisherige Wohnung freihaben wollte. Die Mieter haben sozusagen das Mietverhältnis in einer anderen Wohnung des Vermieters fortgesetzt.

Und mein Rechtsverständnis (Bauchgefühl) sagt mir, dass ein Vermieter durch solch eine Aktion die Kündigungsfrist nicht verkürzen können darf.



Hallo,

da das ein neuer Mietvertrag ist, sind das 3 Monate Frist. Parteien, Wohnung, Mietzins, das ist der Mindestinhalt eines Mietvertrages. Neue Wohnung = neuer Vertrag, kurze Frist.

Aber, worüber man nachdenken kann, ist die Vorhersehbarkeit der Sanierung und die Absehbarkeit der Kündigung bei der Vermietung. Der Grundgedanke ist, dass wenn der Vermieter weiss, dass er die Wohnung bald wieder benötigt, Eigenbedarf, Sanierung, nicht unbefristet vermieten darf, sondern einen Zeitmietvertrag abschliessen kann bzw. muss. Und den Mieter muss er selbstverständlich aufklären.

Tut er das nicht, kann er sich schadensersatzpflichtig machen. Falls der Bedarf vorhersehbar war. Hier wäre es dann so gewesen, dass die Mieter wenn sie das gewusst hätten in der alten Wohnung geblieben wären und keinen neuen Vertrag abgeschlossen hätten. Und dann wären sie aus der alten Wonung gekündigt worden.

Auf dem Umweg käme man dann im Ergebnis tatsächlich dazu, dass sich der Vermieter so behandeln lassen muss, als ob das Mietverhältnis 10 Jahre bestanden hat, lange Kündigungsfrist.

Falls das Methode hat, die Mieter wurden sozusagen aufs Kreuz gelegt um die lange Kündigungsfrist auszuhebeln, gilt das natürlich erst recht. Das wird sich allerdings nicht nachweisen lassen, ist aber auch nicht nötig, s.o.


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BeitragVerfasst: 02.08.17, 08:09 
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Nun hat der Vermieter mit dreimonatiger Kündigungsfrist gekündigt. Da er über einen Zeitmietvertrag (weil diese Wohnung in einem Jahr auch renoviert werden muss) im selben Haus eine Ersatzwohnung angeboten hat, kann der Mieter vermutlich nichts dagegen unternehmen.

Oder könnte man den Vermieter für den vermehrten Aufwand eines zweimaligen Umzugs in irgendeiner Weise schadenersatzpflichtig machen?


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BeitragVerfasst: 02.08.17, 18:42 
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Hanomag hat geschrieben:
Nun hat der Vermieter mit dreimonatiger Kündigungsfrist gekündigt. Da er über einen Zeitmietvertrag (weil diese Wohnung in einem Jahr auch renoviert werden muss) im selben Haus eine Ersatzwohnung angeboten hat, kann der Mieter vermutlich nichts dagegen unternehmen.

Oder könnte man den Vermieter für den vermehrten Aufwand eines zweimaligen Umzugs in irgendeiner Weise schadenersatzpflichtig machen?


Man muss das Angebot ja nicht annehmen


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BeitragVerfasst: 02.08.17, 21:51 
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winterspaziergang hat geschrieben:
Man muss das Angebot ja nicht annehmen
Du meinst die Mieter könnten in der alten Wohnung bleiben? :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 05.08.17, 15:38 
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Eine befristete Ersatzwohnung ist keine Ersatzwohnung. Allerdings sehe ich hier auch keine Pflicht des Vermieters eine Ersatzwohnung anbieten zu müssen.
Warum kann man nicht mit dem Vermieter verhandeln schnellstmöglich in die Ersatzwohnung zu ziehen und nach der Renovierung der eigenen Wohnung wieder in diese zurückzukehren? Passt der Mietpreis dann nicht oder will der Vermieter prinzipiell nicht?


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BeitragVerfasst: 13.08.17, 10:56 
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lottchen hat geschrieben:
Eine befristete Ersatzwohnung ist keine Ersatzwohnung.
Unter Einbeziehung Deiner folgenden Aussage, wäre es sehr wohl eine Ersatzwohnung.
Zitat:
Warum kann man nicht mit dem Vermieter verhandeln schnellstmöglich in die Ersatzwohnung zu ziehen und nach der Renovierung der eigenen Wohnung wieder in diese zurückzukehren?
lottchen hat geschrieben:
Passt der Mietpreis dann nicht oder will der Vermieter prinzipiell nicht?
Zum einen wird der Mietpreis höher sein, zum anderen hat der Mieter bedingt durch dann drei Umzüge einen relativ hohen Aufwand, für den er nach Möglichkeit entschädigt werden möchte.
lottchen hat geschrieben:
Allerdings sehe ich hier auch keine Pflicht des Vermieters eine Ersatzwohnung anbieten zu müssen.
Und ich sehe keine notwendige Pflicht des Mieters zum Auszug aus der unbefristet angemieteten Wohnung.


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BeitragVerfasst: 13.08.17, 12:53 
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Hanomag hat geschrieben:
Und ich sehe keine notwendige Pflicht des Mieters zum Auszug aus der unbefristet angemieteten Wohnung.


Dein gutes Recht. Dann wird Dich der Vermieter vermutlich verklagen und dann wird ein Richter entscheiden.


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