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recht.de • Thema anzeigen - wohngemeinschaft jeder zahlt einzeln
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 Betreff des Beitrags: wohngemeinschaft jeder zahlt einzeln
BeitragVerfasst: 03.01.18, 13:16 
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Hallo Forum,
angenommen, Vermieter Heinz hat seine Wohnung an eine 2er WG vermietet. Die beiden Studenten haben einen Vertrag und mieten gemeinschaftlich.
Sie überweisen die Miete anteilig. Heinz hätte es gern in einem Betrag, hat er ein Recht darauf?
LG
Ina


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BeitragVerfasst: 03.01.18, 16:09 
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Zitat:
Heinz hätte es gern in einem Betrag, hat er ein Recht darauf?


Mir ist keine Vorschrift bekannt, aus der sich ein solcher Rechtsanspruch ergeben könnte.


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BeitragVerfasst: 03.01.18, 16:26 
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Entsteht für Heinz ein Nachteil durch die getrennte Zahlung oder
befürchtet Heinz irgendwelche Nachteile durch diese Zahlungsweise?

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Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)
Achtung: Meine Beiträge können Meinungsäusserungen, Denkanstösse, sowie Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten.


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BeitragVerfasst: 03.01.18, 18:36 
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Hier würde Punkt drei des Links zutreffen:
Zitat:
Solange die Miete von jedem Mieter bzw. dem einen Mieter pünktlich gezahlt wird, muss der Vermieter die von den Mietern vereinbarte Zahlungsweise akzeptieren. Auch wenn § 421 BGB bestimmt, dass der Gläubiger die Leistung von jedem Mieter verlangen kann, folgt hieraus nicht, dass er die Zahlung eines bestimmten Mieters ablehnen kann und sie von einem anderen Mieter verlangen kann. Gem. § 422 BGB wirkt nämlich die Erfüllung durch einen Gesamtschuldner auch für die übrigen Schuldner.

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Ich bin kein Jurist.
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BeitragVerfasst: 03.01.18, 21:40 
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Themenstarter
karli hat geschrieben:
Entsteht für Heinz ein Nachteil durch die getrennte Zahlung oder
befürchtet Heinz irgendwelche Nachteile durch diese Zahlungsweise?


naja, das wäre die Frage.
Erstmal ist es für die Buchführung natürlich übersichtlicher, wenn Miete in einem Betrag gezahlt wird.
Außerdem:
was passiert, wenn Mieter 1 seinen Anteil nicht zahlt.... Mieter 2 sich weigert, dafür einzustehen...noch dazu bei Studenten, bei denen nichts zu holen ist?! :shock:


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BeitragVerfasst: 03.01.18, 21:45 
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Hallo,
gemeinschaftlich gemietet --> hilft nix, sich zu weigern

Mahnbescheid und ggf. Kündigung



MfG

_________________
Alles hier von mir geschriebene stellt meine persönlichGanzFürMichAlleineMeinung dar
Falls in einer Antwort Fragen stehen, ist es ungemein hilfreich, wenn der Fragesteller diese auch beantwortet


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BeitragVerfasst: 03.01.18, 22:55 
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Ina11 hat geschrieben:
naja, das wäre die Frage.
Die bereits in dem von mir bereitgestellten Link beantwortet wird, aber selber lesen wird anscheinend überbewertet. Ebenso steht da, was passieren kann, wenn einer der Mieter seinen Anteil nicht zahlt. Die Antwort ist nur einen Klick entfernt.

_________________
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BeitragVerfasst: 03.01.18, 23:19 
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Zitat:
was passiert, wenn Mieter 1 seinen Anteil nicht zahlt...Mieter 2 sich weigert, dafür einzustehen...
Dann hat der Vermieter die gleichen Möglichkeiten wie bei jeden anderen Mietpartei wenn nur die Hälfte der Miete bezahlt wird.

Zitat:
noch dazu bei Studenten, bei denen nichts zu holen ist?! :shock:
Das fällt dem Vermieter recht früh ein, dass bei Studenten nichts zu holen ist. Dann muss der Vermieter sich eben an der Kaution bedienen oder den Bürgen zur Kasse bitten und für die restlichen Mietschulden einen Titel erwirken und hoffen, dass die Studenten irgendwann fertig studieren und Geld verdienen.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 04.01.18, 08:29 
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Beiträge: 4904
Ina11 hat geschrieben:
was passiert, wenn Mieter 1 seinen Anteil nicht zahlt.... Mieter 2 sich weigert, dafür einzustehen...noch dazu bei Studenten, bei denen nichts zu holen ist?! :shock:

das gleiche, wie wenn beide entscheiden, dass sie nicht mehr zahlen können oder wollen. Eine Gesamtzahlung der Miete würde daran wohl kaum was ändern.


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BeitragVerfasst: 04.01.18, 09:25 
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Beiträge: 52
karli hat geschrieben:
Entsteht für Heinz ein Nachteil durch die getrennte Zahlung oder
befürchtet Heinz irgendwelche Nachteile durch diese Zahlungsweise?


Ein wirtschaftlicher Schaden kann entstehen, wenn die Bank des Vermieters Kontoführungsgebühren für jeden Geschäftsvorfall verlangt. Bei unserer Geschäftsbank z.B. 0,50 € pro Überweisungseingang. Im Jahr macht das dann 6,00 € aus. Und Kleinvieh macht auch Mist, wenn sich das anhäuft.


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BeitragVerfasst: 04.01.18, 12:23 
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Beiträge: 2505
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Hanes hat geschrieben:
karli hat geschrieben:
Entsteht für Heinz ein Nachteil durch die getrennte Zahlung oder
befürchtet Heinz irgendwelche Nachteile durch diese Zahlungsweise?

Ein wirtschaftlicher Schaden kann entstehen, wenn die Bank des Vermieters Kontoführungsgebühren für jeden Geschäftsvorfall verlangt. Bei unserer Geschäftsbank z.B. 0,50 € pro Überweisungseingang. Im Jahr macht das dann 6,00 € aus. Und Kleinvieh macht auch Mist, wenn sich das anhäuft.
:shock: Das ist jetzt nicht Ihr Ernst, oder? Solche "Unsummen" sollte der Vermieter regelmäßig vor Vertragsabschluss in die verlangte Miete einbeziehen, ebenso wie die Abnutzung der vermieteten Fläche, damit er eben nicht auf diesem immensen Schaden sitzen bleibt :roll:

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BeitragVerfasst: 04.01.18, 12:36 
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Froggel hat geschrieben:
Ina11 hat geschrieben:
naja, das wäre die Frage.
Die bereits in dem von mir bereitgestellten Link beantwortet wird, aber selber lesen wird anscheinend überbewertet. Ebenso steht da, was passieren kann, wenn einer der Mieter seinen Anteil nicht zahlt. Die Antwort ist nur einen Klick entfernt.



„ das wäre die Frage“ bezieht sich nicht auf den Inhalt deines Zitats.... sondern darazf, was in der Realität passieren könnte. Es soll ja Menschen geben, die sich nicht gern an Paragraphen orientieren.


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BeitragVerfasst: 04.01.18, 12:38 
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herzlichen Dank für die hilfreichen Antworten!! :)


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BeitragVerfasst: 04.01.18, 12:53 
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Ina11 hat geschrieben:
Froggel hat geschrieben:
Ina11 hat geschrieben:
naja, das wäre die Frage.
Die bereits in dem von mir bereitgestellten Link beantwortet wird, aber selber lesen wird anscheinend überbewertet. Ebenso steht da, was passieren kann, wenn einer der Mieter seinen Anteil nicht zahlt. Die Antwort ist nur einen Klick entfernt.



„ das wäre die Frage“ bezieht sich nicht auf den Inhalt deines Zitats.... sondern darazf, was in der Realität passieren könnte.

:roll: und im link steht, wie man reagieren könnte, wenn was in der Realität passiert. Kann man natürlich nur wissen, wenn man den aufruft und liest

Ina11 hat geschrieben:
Es soll ja Menschen geben, die sich nicht gern an Paragraphen orientieren.

ändert nichts daran, dass die Paragraphen dann sagen, was die Rechtslage ist und was man zu tun hat.

Wenn man kein Interesse an § hat, macht es wenig Sinn für Alltagsprobleme und solche, die vielleicht irgendwann auftreten könnten, nach der Rechtslage zu fragen. Die besteht nämlich :idea: :idea: :idea: aus §


Hanes hat geschrieben:
karli hat geschrieben:
Entsteht für Heinz ein Nachteil durch die getrennte Zahlung oder
befürchtet Heinz irgendwelche Nachteile durch diese Zahlungsweise?


Ein wirtschaftlicher Schaden kann entstehen, wenn die Bank des Vermieters Kontoführungsgebühren für jeden Geschäftsvorfall verlangt. Bei unserer Geschäftsbank z.B. 0,50 € pro Überweisungseingang. Im Jahr macht das dann 6,00 € aus. Und Kleinvieh macht auch Mist, wenn sich das anhäuft.

ist nicht das Problem des Mieters, wenn der Vermieter im Jahre 2018 immer noch eine Bank hat, die für jeden eingehenden Posten eine Gebühr nimmt


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