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recht.de • Thema anzeigen - Terminfestlegung Bundesjugendspiele?
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 Betreff des Beitrags: Terminfestlegung Bundesjugendspiele?
BeitragVerfasst: 05.06.17, 09:06 
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Hallo,

in diesem Jahr wurden die Bundesjugendspiele in der letzten (halben) Maiwoche durchgezogen.

Das war in Baden-Württemberg die letzte der sechs Schulwochen zwischen Osterferien und Pfingstferien.

Wer hat die Zuständigkeit für die Terminfestlegung? Gibt es irgendwelche Vorgaben, die Termine bundesweit ähnlich zu legen?

Wer entscheidet, ob sich eine Schule beteiligt oder nicht?

Danke im voraus!
Kurt

_________________
Die Schulgesetze der einzelnen Bundesländer und vieles mehr kann man finden über den Deutschen Bildungsserver:
https://www.bildungsserver.de/Schulrecht-72-de.html#sectionTitleID2


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BeitragVerfasst: 05.06.17, 10:05 
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Beiträge: 3743
Wo soll dabei das Problem liegen?
Wäre ihnen ein Termin im Dezember in den letzten Tagen vor Weihnachten für die Leichtathletik-Variante lieber gewesen? Termin dürfte Sache der Schule sein, die kennt ihre sonstigen Termine (Ferien, Projektwochen, Klassenreisen, Konferenztermine etc) und kann damit gucken welcher Termin am ehesten passt.


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BeitragVerfasst: 05.06.17, 10:31 
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Durch Beschluss der KMK sind die Bundesjugendspiele eine verpflichtende Sportveranstaltung, die von den Schulen durchzuführen sind. In NRW ist das dann noch im Schulgesetz die Teilnahmepflicht verankert.

In NRW obliegt die Terminierung bei den Schulen in Zusammenarbeit mit dem Schulausschuss des Landkreises bzw. der kreisfreien Städte. BW ist mir nicht bekannt.

Auf www.bundesjugendspiele.de gibt es Infos zur Veranstaltung selbst.

_________________
Gruß
khmlev


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BeitragVerfasst: 05.06.17, 13:01 
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Themenstarter
Wohnort: Baden-Württemberg
ExDevil67 hat geschrieben:
Wo soll dabei das Problem liegen?
In der letzten von sechs Schulwochen zwischen zwei Ferien werden wahrscheinlich ziemlich viele Klassenarbeiten geschrieben.

In diesem Jahr war es außerdem in dieser Woche so heiß, dass es sowohl in Hessen als auch Baden-Württemberg zu Notarzteinsätzen kam:
Kreislaufschwäche wegen Hitze: Bundesjugendspiele der Gesamtschule Gießen-Ost abgebrochen (Gießener Anzeiger 31.5.2017)
Neun Kinder erlitten Kreislauf-Kollaps (Eßlinger Zeitung 1.6.2017)


Zitat:
Wäre ihnen ein Termin im Dezember in den letzten Tagen vor Weihnachten für die Leichtathletik-Variante lieber gewesen?
Ihr Versuch, meine Frage ins Lächerliche zu ziehen, fällt auf Sie selbst zurück.

Einen Termin bald nach den Osterferien hätte ich gut gefunden.


Zitat:
Termin dürfte Sache der Schule sein
Nun, wenn es "Sache der Schule" ist, dann kommen entweder Schulleiter oder/und Schulkonferenz in Frage. Inzwischen neige ich zu der Ansicht, dass die Bundesjugendspiele in BW zu den "besonderen Schulveranstaltungen, die die gesamte Schule berühren" gehören und deren Grundsätze damit laut Schulgesetz BW § 47 Absatz (5) Nr. 4 in der Schulkonferenz zu beraten sind und ihres Einverständnisses bedürfen.

_________________
Die Schulgesetze der einzelnen Bundesländer und vieles mehr kann man finden über den Deutschen Bildungsserver:
https://www.bildungsserver.de/Schulrecht-72-de.html#sectionTitleID2


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BeitragVerfasst: 05.06.17, 15:48 
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Beiträge: 4821
Kurt Knitz hat geschrieben:
ExDevil67 hat geschrieben:
Wo soll dabei das Problem liegen?
In der letzten von sechs Schulwochen zwischen zwei Ferien werden wahrscheinlich ziemlich viele Klassenarbeiten geschrieben.


wahrscheinlich oder ist das so?

Zitat:
In diesem Jahr war es außerdem in dieser Woche so heiß, dass es sowohl in Hessen als auch Baden-Württemberg zu Notarzteinsätzen kam:


die Termine dürften nicht erst 4 Wochen vorher geplant werden, sondern lange vorher. Wie soll man ahnen, dass es mitten im Mai zu August-Wetter kommt und es hier heißer ist, als im Süden Spaniens?


Zitat:
Zitat:
Wäre ihnen ein Termin im Dezember in den letzten Tagen vor Weihnachten für die Leichtathletik-Variante lieber gewesen?
Ihr Versuch, meine Frage ins Lächerliche zu ziehen, fällt auf Sie selbst zurück.

Einen Termin bald nach den Osterferien hätte ich gut gefunden.


und wenn dann Klausuren geschrieben werden und das Wetter dann verrückt spielt?


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BeitragVerfasst: 05.06.17, 16:54 
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Beiträge: 271
Nach den Osterferien sind die Lehrer und einige Schüler aber mit Abiprüfungen beschäftigt (zumindest die mündlichen Prüfungen laufen). Da sind zum einen mehr Lehrer eingebunden und zum anderen, wenn der Sportplatz neben der Schule liegt, die Lärmkulisse dann zu hoch


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BeitragVerfasst: 05.06.17, 18:20 
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Beiträge: 3743
winterspaziergang hat geschrieben:
Kurt Knitz hat geschrieben:
ExDevil67 hat geschrieben:
Wo soll dabei das Problem liegen?
In der letzten von sechs Schulwochen zwischen zwei Ferien werden wahrscheinlich ziemlich viele Klassenarbeiten geschrieben.


wahrscheinlich oder ist das so?

Selbst wenn in der Zeit vermehrt Klassenarbeiten anstehen. Der Termin dürfte, zumindest unter den Lehrern, lange vorher bekannt sein so das diese den bei ihrer Unterrichtsplanung einbauen konnten. Würde mich nicht wundern wenn solche Termine zu Beginn eines Schuljahres festgelegt werden.

winterspaziergang hat geschrieben:
die Termine dürften nicht erst 4 Wochen vorher geplant werden, sondern lange vorher. Wie soll man ahnen, dass es mitten im Mai zu August-Wetter kommt und es hier heißer ist, als im Süden Spaniens?

Wenn man danach geht, dürfte man die höchstens mit 2-3 Tagen Vorlauf ansetzen um auf Basis einer halbwegs verlässlichen Wetterprognose zu arbeiten. Wobei das dann eher nicht mehr klappen dürfte, nicht jede Schule wird einen geeigneten Veranstaltunsort vor der Tür haben und darüber (fast frei) verfügen können.


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BeitragVerfasst: 18.06.17, 20:18 
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Beiträge: 124
Kurt Knitz hat geschrieben:
Einen Termin bald nach den Osterferien hätte ich gut gefunden.

Sollte die Schule nicht im Unterricht angemessen auf solche Wettkämpfe vorbereiten?


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BeitragVerfasst: 19.06.17, 17:19 
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@ einerkopf: die Vorbereitung geschieht doch das ganze Jahr über. Im Sportunterricht, zumindest war das bei meinen Kids und auch bei mir so. Extra passierte da gar nichts. Allerdings waren die Termine immer so gelegt, dass die Schüler vor dem Termin schon einige "Trainingsstunden" in Leichtatletik draußen hatten.

@ Kurt Knitz: normalerweise werden die Termine doch wirklich lange vorher festgelegt. Bei uns (Hessen) ging der Termin in die Schuljahresplanung ein. War also weder für die Kids, noch für Lehrer oder Eltern eine Überraschung. Und der eine Tag, der sollte eigentlich die Planung eines Lehrers nicht umhauen. Zu nach Ostern - bei uns hat es da geschneit, ich hab da tatsächlich nochmals Schnee geschüppt. Ist nun mal so, dass man hier in Mitteleuropa eben das Wetter nicht langfristig voraussagen kann. Und erfahrungsgemäß liegen die wirklich heißen Tage doch nicht Anfang Juni, sondern wesentlich später.

Chavah


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BeitragVerfasst: 20.06.17, 22:54 
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Beiträge: 124
Chavah hat geschrieben:
@ einerkopf: die Vorbereitung geschieht doch das ganze Jahr über. Im Sportunterricht, zumindest war das bei meinen Kids und auch bei mir so. Extra passierte da gar nichts. Allerdings waren die Termine immer so gelegt, dass die Schüler vor dem Termin schon einige "Trainingsstunden" in Leichtatletik draußen hatten.

Bevor es möglicherweise eine entsprechende Anmerkung gibt, möchte ich bezogen auf die BJS hinweisen, dass der TE gewiss nur die Sommer BJS gemeint haben dürfte. Es gab ja auch früher die durch Geräteturnen geprägten "Winterspiele".
Ich bezweifle die zielgerichtete Vorbereitung über das Jahr hinweg, insbesondere über die Wintermonate, in denen wohl weder Ballweitwurf oder Kugelstoß oder der 100m-Lauf, Weitsprung, usw. angemessen vorbereitet werden dürfte. Schüler und Eltern werden sicher wenig Verständnis aufbringen, wenn gerade dies sozusagen im Kaltstart und dann in Wettkampfform mit Bewertung und Notenbezug gefordert würde. Insbesondere sollte doch wohl gerade die erbrachte Wettkampfleistung in Relation zu den Übungserfolgen im Unterricht zu beurteilen sein.
Der moderne Sportunterricht bietet je nach Lehrplan eine Vielzahl von Bewegungsmöglichkeiten in unterschiedlichsten Sportarten an. Dies regt gegebenenfalls zu der Überlegung an, ob die klassischen BJS überhaupt noch zeitgemäß sind. Ich denke eher nicht.
Ich kann andererseits auch durchaus nachvollziehen, dass eine BJS-Veranstaltung z.B. an einem Tag wie heute, an dem man neben der hohen Außentemperatur auch den Ozonstatus heranziehen sollte, ob Sportunterricht auf dem Sportplatz sinnvoll durchführbar erscheint, "durchgezogen" werden sollte.
Gruß
Ei


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BeitragVerfasst: 21.06.17, 07:32 
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Eierkopf hat geschrieben:
.
Der moderne Sportunterricht bietet je nach Lehrplan eine Vielzahl von Bewegungsmöglichkeiten in unterschiedlichsten Sportarten an.


was ist ein moderner Sportunterricht und wie unterscheidet er sich vom traditionellen?

Zitat:
Dies regt gegebenenfalls zu der Überlegung an, ob die klassischen BJS überhaupt noch zeitgemäß sind. Ich denke eher nicht.


Die BJS sind eine Art Wettkampf. Was ist daran nicht zeitgemäß?

Zitat:
Ich kann andererseits auch durchaus nachvollziehen, dass eine BJS-Veranstaltung z.B. an einem Tag wie heute, an dem man neben der hohen Außentemperatur auch den Ozonstatus heranziehen sollte, ob Sportunterricht auf dem Sportplatz sinnvoll durchführbar erscheint, "durchgezogen" werden sollte.


das ist eine andere Frage, als

Zitat:
Wer hat die Zuständigkeit für die Terminfestlegung? Gibt es irgendwelche Vorgaben, die Termine bundesweit ähnlich zu legen?


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BeitragVerfasst: 21.06.17, 20:00 
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In Anlehnung an unterschiedliche Richtlinien und Lehrpläne der Bundesländer orientiert sich der Sportunterricht weniger an einzelnen Sportarten als an motorischen Grundqualifikationen mit sportartübergreifendem Bewegungsvermögen. Das ist nachlesbar.

Wettkämpfe an sich sind nicht verwerflich, jedoch im schulischen Bereich seit Jahren nicht unumstritten. In den Schulen stehen Kinder mit unterschiedlichsten motorischen Bedingkeiten in einer Lerngruppe gegenüber. Ziel des Unterrichts ist deren individuelle Förderung. Das ist nicht nur vom Grunde her ein Balanceakt, wenn ich dem wenig motorisch geforderten Kind ein solches mit weitreichender Bewegungserfahrung gegenüberstelle, manchmal abhängig vom Sozialstatus. Warum sollte ich einem Kind einen Wettkampf aufzwingen, zu dem er aus eigenen Stücken nie angetreten wäre, aber insbesondere auf den die Schule nicht angemessen vorbereitet hätte, hier durch die entsprechenden Einheiten in Lauf, Spruch und Wurf/Stoß.

Zuletzt bzgl. der Terminierung: Diese geht idR von der Fachkonferenz Sport aus, in Abstimmung mit den sonstigen schulabhängigen Terminen. Bei der Terminierung wird vorab sinnvollerweise eine terminalternative vorgegeben, aber das wars dann auch schon.

Ich möchte noch einen Aspekt anfügen, der auch vom TE nicht hinterfragt wurde. Ich konstruiere den hypothetischen Fall des 14-jährigen Jungen, der schon seit Jahren Mitglied des ortsansässigen Leichtathletikclubs ist. Der wird wohl eine Ehrenurkunde bei den Sommer-BJS erreichen. Leider hatte er in den im Winter und Frühjahr während des Sportunterricht angebotenen und geforderten Leistungen in Gymnastik/Tanz, Schwimmen, Badminton und Tischtennis weit unterdurchschnittliche Ergebnisse. Zeugnisnote: 3. Was sagen dann wohl die Eltern, nach deren Auffassung ihr Star wohl schon für die übernächsten Olympischen Spielen qualifiziert sein dürfte.
BJS sind nur dann ansatzweise glaubwürdig, wenn sie im Unterricht angemessen vorbereitet sind und der Aspekt der individuellen Leistungsvoraussetzungen angemessen gewüdigt werden.
Und tschau
Ei


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