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recht.de • Thema anzeigen - Anwalt leitet Mandantengeld nicht weiter- Verjährungsfrist?
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BeitragVerfasst: 23.02.17, 12:01 
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Hallo im Forum

Frau A hatte 2013 einen KFZ- Unfall und ging zum Anwalt. Die gegnerische Versicherung bezahlte vorab an den Anwalt von Frau A 50% des Schadens. (ca 1200€ was Frau A aber nicht wusste) Es kam zur Verhandlung denn Frau A dachte sie sei gar nicht schuld an dem Unfall. Das Gericht sprach ihr dann nochmal 20% zu. Die Kosten des Rechtstreits übernahm die Rechtsschutzversicherung von Frau A.
Frau A bekam dann 7/2014 eine Summe von ca 1400€ von ihrem Anwalt überwiesen. Ohne irgendeine Erklärung was das für Geld sei, und nahm an das es die Schadensregulierung der KFZ Versicherung ist. Eigentlich kam ihr der Betrag zu klein vor aber sie war eh schon genervt von dem ganzen Fall und nahm es hin.
Im Februar 2016 bekam Frau A einen Brief von ihrer Rechtsschutzversicherung das sie noch gut 1000€ an Gerichtskostenvorschuss an die Versicherung zahlen soll. Das war also der Betrag den sie vom Anwalt bekommen hat 1000€ übriger Gerichtskostenvorschuss und 400€ Rest vom Schaden.
Jetzt erst bemerkte Frau A das die Vorabsumme von 1200€ , die der Anwalt 8/2013 von der KFZ Versicherung erhalten hat nicht an sie weitergeleitet wurde.
Sie schrieb dem Anwalt einen Brief und forderte ihn auf, mit Fristsetzung, das Geld zu überweisen, aber der Anwalt meldet sich nicht mehr.
Wie geht man da jetzt weiter vor?
Gibt es eine Verjährungsfrist nach der man sein Geld nicht mehr einfordern kann?
Wie ist hier die Rechtslage?
Vielen Dank


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BeitragVerfasst: 23.02.17, 14:49 
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Ich versteh kein Wort - 1200€, 20% , 1400€, 1000€, 400€ zwei Jahr im Sinn ..wer zahlt wem was.... Die Zahlen passen doch irgendwie nicht zusammen...

Besonders:

Zitat:
Frau A einen Brief von ihrer Rechtsschutzversicherung das sie noch gut 1000€ an Gerichtskostenvorschuss an die Versicherung zahlen soll.


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BeitragVerfasst: 23.02.17, 19:20 
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Themenstarter
Es geht im Grunde darum, dass der Anwalt das Geld das die gegnerische KFZ Versicherung für den Unfallschaden überwiesen hat, nicht an Frau A weitergegeben hat.
Frau A hat durch Zufall erst 3 Jahre später davon erfahren.
Der Anwalt gibt keine Auskunft mehr.
Wie geht man da jetzt vor?


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BeitragVerfasst: 23.02.17, 19:46 
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Beiträge: 5695
Den Sachverhalt checke ich auch nicht hundertprozentig. Als Straftatbestand käme hier womöglich 246 Abs. 2 StGB in Betracht. Die Verjährungsfrist betrüge in diesem Fall fünf Jahre.

Frau A kann die (vermeintliche) Tat zur Anzeige bringen.

_________________
SusanneBerlin hat geschrieben:
Im Forum darf jeder seine unqualifizierte Meinung oder Erfahrungswerte schreiben.


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BeitragVerfasst: 23.02.17, 23:38 
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Kobayashi Maru hat geschrieben:
Den Sachverhalt checke ich auch nicht hundertprozentig. Als Straftatbestand käme hier womöglich 246 Abs. 2 StGB in Betracht. Die Verjährungsfrist betrüge in diesem Fall fünf Jahre.

Frau A kann die (vermeintliche) Tat zur Anzeige bringen.


Ich glaub' aber kaum, dass es um strafrechtliche Verjährung geht - sondern um die zivilrechtliche....

Das könnte aber etwas komplizierter sein- ich hab bis jetzt nicht ganz verstanden worum es geht ... noch Kenntnis der Umstände 3 Jahre höchstens 10 nachdem da was passiert ist... usw... keine Ahnung...


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BeitragVerfasst: 24.02.17, 11:49 
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Zitat:
Der Anwalt gibt keine Auskunft mehr.


Was ein Unding ist. wenn er das Geld treuhänderisch in Empfang genommen hat, steht der Vorwurf der Unterschlagung im Raum.


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BeitragVerfasst: 24.02.17, 12:25 
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Nebenbei:

Da ich nicht davon ausgehe, dass die Versicherung Geld in "Talern" auf den Tisch des Hauses gezählt hat, hab ich so meine Probleme mit der Unterschlagung...fremde bewegliche Sache (Buchgeld fällt da nicht drunter, nicht wahr @Kobayashi Maru :idea: :!: )


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BeitragVerfasst: 24.02.17, 17:02 
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Dann halt Veruntreuung. Und das hier "Der Anwalt gibt keine Auskunft mehr." klingt doch sehr verdächtig.


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BeitragVerfasst: 25.02.17, 13:42 
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Hallo

ich war jedoch vor zu voreilig eine Beurteilung abzugeben. Der Sachverhalt ist nicht ganz stimmig. Es scheint dass hier noch Teile des Sachverhalts fehlen.

Der Gerichtskostenvorschuss kann nicht 1000 € betragen haben. bei einem gerichtlichen Verfahren mit einem Streitwert von 1200 € wäre nur einen Gerichtskostenvorschuss von 213 € entstanden. Da das Gericht ihnen 20 % des geltend gemachten Schadens zugesprochen hat wäre auch keine Erstattung von Gerichtskosten fällig geworden. Es stellt sich daher die Frage wieso die Rechtsschutzversicherung auf den Gedanken kommt es könnte eine Erstattung geben.

Wenn Sie in dem gerichtlichen Verfahren außerdem nur zu 20 % gewonnen haben haben sie gleichzeitig zu 80 % verloren. Sie müssen also 80 % der in dem Verfahren aufgehört laufenden Kosten zahlen.

Es kann also bei den jetzt vorliegenden Daten überhaupt nicht festgestellt werden ob sie wirklich zu wenig Geld erhalten haben. Dazu müsste man eine Abrechnung auch unter Berücksichtigung der außergerichtlichen Kosten die auf Grundlage des höheren Streitwert es nämlich 2400 € angefallen sind erstellen. Sind Sie sicher das der Anwalt nicht in irgendeiner Form einer Abrechnung übersandt hat?

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Wir sind dafür, dass wir dagegen sind.


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BeitragVerfasst: 25.02.17, 14:50 
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Da ich ja hier mittlerweile so eine Art forensischer Entwirrer geworden bin meine Vermutung:

Streitwert: ca.2400
Gericht und eigener Anwalt:ca. 1100,-

Zugesprochen: 70% -> 1680,-
Kostenersatz(70%) -> 770,-
-------------------------------------------------------

Vom Gegner bereits bezahlt: 1200,-
"Rest vom Schaden" 480,- / aus dem Text: "400"; könnte hinkommen
Versicherung will Kostenersatz 770,- / aus dem Text "1000 Gerichtskosten"; Naja- so genau weiß man es nicht...

--------------------------------------------------------

Im Rahmen der Ungwewissheit könnte es ungefähr hinhauen, dass die ursprünglich gezahlten 1200,- € Verschwunden sind :lachen:


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BeitragVerfasst: 26.02.17, 10:07 
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Mag ja richtig sein. Aber wieso trägt der Anwalt nichts zur Aufklärung bei?


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BeitragVerfasst: 26.02.17, 16:03 
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Hallo

vielleicht hat er das ja und es wird so ignoriert wie die Nachfragen / Beiträge hier. Dazu kann nur der TE beitragen in dem er sich hier meldet.

_________________
Wir sind dafür, dass wir dagegen sind.


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BeitragVerfasst: 26.02.17, 18:02 
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..vielleicht hat Frau aber auch schon Anzeige erstattet und für die zivilrechtliche Beitribung einen Anwalt mandatiert.
...vielleicht ist Frau A nach Amerika ausgewandert oder von Aliens entführt worden. Bei einem fiktiven Fall weiß man halt nie :mrgreen:


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