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recht.de • Thema anzeigen - Anwaltskosten bei Bankrott / Strafsache
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BeitragVerfasst: 15.08.17, 10:58 
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Wie hoch sind ca. die Anwaltskosten bei diesem Beispiel:

- Klient in Privatinsolvenz
- Staatsanwaltschaft wirft Bankrott vor, wegen einer zweifelhaften Zeugin (welche ein Unternehmen vom Klienten weitergeführt hatte, wobei es hier um ca. 23.000 Euro Steuern gegenüber der Zeugin gehen würde, diese will diese gerne einklagen - Prozesskostenhilfe wurde auch 2 mal bei der Zeugin abgelehnt! - Dies wurde aber vom Anwalt auch geklärt + bezahlt!)
- Akte wurde kopiert für diesen Fall
- 2-3 Telefonate + Briefe mit Staatsanwalt
- Anwalt bringt Strafbefehl mit 750 Euro zustande

Was wären die Kosten für den Strafbefehl?


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BeitragVerfasst: 15.08.17, 18:27 
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Sie meinen die Anwaltsgebühren nur für die Strafsache, Sie haben mit dem Anwalt keine Gebührenvereinbahrung getroffen und der Strafbefehl umfasste weniger als 180 Tagessätze?

Es gibt übrigens auch Gebührenrechner im Netz, falls Ihnen das mit der Antwort hier zu lange dauert.

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 16.08.17, 14:01 
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Ohne Gebührenvereinbarung:

Grundgebühr 4100 (40-360, Mittelgebühr 200)
Verf.Geb. vorbereitendes Verfahren 4104 (40-290, Mittelgebühr 165)
Gebühr entbehrl. des Hauptverfahrens 4141, wie 1 Zeile drüber
Auslagenpauschale 20,- €
Ust.
ggfs. Gebühr für Akteneinsicht 12,- €


Bei Insolvenzstraftaten würde ich mindestens die Mittelgebühr ansetzen, eher Richtung Höchstgebühr

Die Rechnung müsste sich also für die reine Strafverteidigung irgendwo zw. 650,- € und 1.150,- € belaufen.

Wenn man einen Anwalt gefunden hat, der in dem Bereich ohne (höhere) Gebührenvereinbarung arbeitet, sollte man noch ne Schachtel Pralinen drauflegen.

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"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

Albert Einstein


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BeitragVerfasst: 16.08.17, 14:07 
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Hier wäre wirklich nur wichtig, dass auf Grund der Zeugin der Staatsanwalt ermittelt hattte, weil die Zeugin verblich zivilrechtlich versucht hat vorzugehen.

Deswegen:

- 2-3 Telefonate+Briefe an Staatsanwalt
- Einigung (Strafbefehl) auf 750 Euro


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BeitragVerfasst: 16.08.17, 17:30 
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Es kommt für die Höhe des Anwaltshonorars nicht darauf an, wieviel Zeit der Anwalt aufwendet oder wieviele Seiten er schreibt. Außer Sie vereinbaren ein Stundenhonorar, das ist dann aber noch teurer als Abrechnung nach der gesetzlichen Gebührenordnung.

Der Anlass, weswegen gegen Sie ermittelt wurde ist ebenfalls nicht relevant für die Höhe des Anwaltshonorars.

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 16.08.17, 17:47 
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Ok, also wären es 600-1100€?


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BeitragVerfasst: 16.08.17, 21:27 
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FDR-Moderator

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Beiträge: 2140
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Wenn im Ausgangsthread nichts vergessen wurde, sollte die Rechnung nicht unter 650 und nicht über 1150 Euro liegen. Aber wie gesagt, bei Insolvenz - und wirtschaftsstraftaten hätte ich eine Gebührenvereinbarung erwartet. Dann ist bei Pauschalen das 5 fache der gesetzlichen Gebühren noch nicht sittenwidrig....

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