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recht.de • Thema anzeigen - Spielervereinigung möchte Kosten durch Beiträge decken
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BeitragVerfasst: 11.10.17, 10:14 
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Hallo zusammen,

immer wieder hört man im Internet, dass sogenannte "Clans" (Zusammenschlüsse von Spielern, die E-Sport betreiben bzw. zusammen Onlinespiele spielen), Server anmieten. Durch diese Servermiete entstehen teilweise Kosten, die sich in Bereichen von 100 - 200€ bewegen können.

Wenn diese Clans nun einen Beitrag von ihren Mitgliedern erheben möchten, um hierdurch die laufenden Kosten 1:1 zu decken (es soll und wird keinerlei Überschuss erwirtschaftet!), würde dann eine Steuerpflicht bestehen bzw. wie müsste es gehändelt werden?

Es handelt sich nur um "einen lockeren Haufen" von Spielern, daher ist die Gründung eines e.V. auch eher kontraproduktiv, die Mitglieder wechseln teilweise sehr häufig.

Gruß
Kai


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BeitragVerfasst: 11.10.17, 10:23 
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Wenn 5 oder 10 Leute zusammenlegen um sich einen Gegenstand oder eine Dienstleistung zu kaufen, die sie als Hobby nutzen, wieso sollte dadurch eine Steuerpflicht entstehen? Steuer zahlt man auf Einkommen, nicht auf Ausgaben.

Etwas anderes kann auch dann nicht gelten, wenn die Gebühren der eingekauften Dienstleistung jeden Monat aufs neue fällig sind.

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 11.10.17, 11:42 
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SusanneBerlin hat geschrieben:
Wenn 5 oder 10 Leute zusammenlegen um sich einen Gegenstand oder eine Dienstleistung zu kaufen, die sie als Hobby nutzen, wieso sollte dadurch eine Steuerpflicht entstehen?

Weil die Kosten monatlich anfallen und einer der Spieler gegenüber dem Vermieter als Vertragspartner wird auftreten müssen. Und wenn mir monatlich 10 Leute jeweils 15 € überweisen, könnte das die eine oder andere Nachfrage geben. Oder man nimmt den offiziellen Weg und gründet eine GbR und trennt die Finanzen der GbR von den eigenen.


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BeitragVerfasst: 11.10.17, 11:52 
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Und wenn ich monatlich einen Mädelsabend organisiere und mir monatlich von 10 Teilnehmerinnen 15€ für Prosecco und Chips oder für Kinokarten überwiesen wird (und ich gegenüber dem Kinobetreiber als Vertragspartnerin auftrete) dann muss ich mit den Mädels eine GbR mit eigenem Bankkonto gründen, damit mir kein Gewerbebetrieb unterstellt wird? Nee, nä?

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 12.10.17, 05:58 
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SusanneBerlin hat geschrieben:
Und wenn ich monatlich einen Mädelsabend organisiere und mir monatlich von 10 Teilnehmerinnen 15€ für Prosecco und Chips oder für Kinokarten überwiesen wird (und ich gegenüber dem Kinobetreiber als Vertragspartnerin auftrete) dann muss ich mit den Mädels eine GbR mit eigenem Bankkonto gründen, damit mir kein Gewerbebetrieb unterstellt wird?
Zwischen der Mädelstruppe und dem geschilderten Sachverhalt besteht aber doch der eine oder andere Unterschied!

Bei der Mädelstruppe handelt es sich um einen geschlossen Kreis, während im Sachverhalt ein gewisser Wechsel vorliegt.
KaiHH hat geschrieben:
die Mitglieder wechseln teilweise sehr häufig.
Bei der Mädelstruppe wird man also kein Auftreten am Markt feststellen können, während die wechselnden Mitglieder wohl nur durch Aussenwirkung generiert werden können!

Bei der Mädelstruppe wird wohl jeder Mädelsabend mehr oder weniger "genau" abgerechnet. Das Geld wird also entweder vollständig "verbraten" oder er wird ein entsprechendes Mehr bzw. Weniger ausbezahlt bzw. nachgefordert! Auf Ebene der Gesellschaft ist das also ein Nullsummenspiel. Es fehlt die Gewinnerzielungsabsicht!

Bei den Spielern wird wohl kaum jedesmal z.B. monatlich gena abgerechnet. Ist bei ständig wechselnden Teilnehmern auch kaum möglich. Andererseits wird weder die "Kerngruppe" noch (soweit als Einzelner betrieben) der "Betreiber" auf seinen Kosten sitzen bleiben wollen und die wechselnden Spieler mitfinanzieren wollen! Tendenziell wird also wohl eher ein Überschuss erzielt werden!

Wenn tatsächlich kein Überschuss erzielt wird, fehlt natürlich auch hier die Gewinnerzielungsabsicht, nur sehe ich da Probleme in der tatsächlichen Ausführung!

Sagen wir die Kosten sind 150 € pro Monat für Serverleistung. Der "Mitgliedsbeitrag" beträgt 10 € pro Monat, aber die "Mitgliederzahl" schwankt im Laufe des Jahres zwischen 12 und 20 je Monat! Niemand kann sagen, ob bei 10 € im Monat jetzt ein Gewinn oder Verlust heraus kommt! Oder anders gefragt, was soll mit einem etwaigen Überschuss geschehen und ist derjeneige ("Clan-Schatzmeister"), der mit der Serverfirma abrechnet, bereit etwaige Unterdeckungen aus eigener Tasche zu zahlen?

taxpert

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BeitragVerfasst: 12.10.17, 07:31 
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Hängt sie an den Galgen der reinen Lehre!! :shock:

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Gruß

towel day


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BeitragVerfasst: 12.10.17, 08:30 
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Zitat:
Bei der Mädelstruppe wird man also kein Auftreten am Markt feststellen können, während die wechselnden Mitglieder wohl nur durch Aussenwirkung generiert werden können!

Den Satz verstehe ich nicht.

Das "Auftreten am Markt" besteht bei der Mädelgruppe darin, dass ein Mitglied für alle Chips, Getränke und Kinokarten kauft. Wobei die Mitgliederanzahl auch wechselt, wenn an dem Tag nicht alle Zeit haben oder ein Mitglied eine weitere Person anwirbt.

Bei der Spielervereinigung mietet ein Mitglied einen Server, auf dem dann ein Onlinespiel läuft. Sie werden doch das Spielen eines Avatars in einem Onlinerollenspiel nicht als "Außenwirkung" bezeichnen wollen?
Oder Sie meinen das Anwerben von weiteren Mitgliedern im Bekanntenkreis als "Außenwirkung".

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 12.10.17, 09:27 
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Der Unterschied zwischen der Mädels-GbR und der Zocker-GbR dürfte der sein das die Mädels-GbR keine langfristigen Verpflichtungen eingeht. Die gründet sich für einen Kinoabend am xx.yy, wer den Tag nicht kann wird kein Mitglied der GbR und an Verträgen geht die GbR einen Kaufvertrag über X Kinokarten für den Tag ein.
Die Zocker-GbR dagegen ist auf einen längeren Zeitraum angelegt und geht einen Mietvertrag mit einer Laufzeit ein, dessen Ende auch nach Auflösung der GbR liegen kann.


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BeitragVerfasst: 12.10.17, 14:33 
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Vielen Dank für die bisherigen Einschätzungen.

Es wurde schon befürchtet, dass dieses Thema doch deutlich komplexer ist, als man am Anfang vermutet hätte...


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