Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

Moderator: FDR-Team

Antworten
E-Bert
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 13
Registriert: 06.05.19, 14:06

Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Beitrag von E-Bert » 17.06.19, 22:43

Wie könnten Opfer bzw. Zeugen bzw. deren Familien in einem z.B. Fall von schweren sexuellen Mißbrauchs von Schutzbefohlenen auf Einschüchterungsversuche reagieren?
Angenommen der Täter wäre sozial stark eingebunden und gewisse Personen versuchten nun (natürlich jeweils unter 4 Augen) von belastenden Aussagen dringend abzuraten. :?

J.A.
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 7214
Registriert: 05.12.04, 12:07
Wohnort: Niedersachsen

Re: Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Beitrag von J.A. » 17.06.19, 23:34

Den Sachbearbeiter der Staatsanwaltschaft informieren und Anzeige wegen vers. Nötigung erstatten.
Aus "Stilblüten der Justiz":
"Die Reifeverzögerung des heranwachsenden Angeklagten ist dermaßen ausgeprägt, dass er in seiner Entwicklung einem Jugendrichter gleichzustellen ist"

E-Bert
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 13
Registriert: 06.05.19, 14:06

Re: Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Beitrag von E-Bert » 17.06.19, 23:36

XX
Angenommen der einschlägig vorbestrafte Täter sei Lehrkraft an einer weiterführenden Schule und einfach nur angesehenes Mitglied im z.B. lokalen Katzenzüchterverein :lol:
Der Direktor sei nun noch angeseheneres Mitglied im selben lokalen Katzenzüchterverein und versteift sich auf die Interpretation, der erfahrene Pädagoge sei einfach nur von pubertären Schülern zu sexuellen Spielchen verführt worden. Die Opfer und Zeugen sollten dies doch im eigenen Interesse entsprechend "richtigstellen", da eine entsprechende Stigmatisierung ihrer weiteren schulischen und beruflichen Entwicklung doch nicht förderlich sein könnte :lol:
Zuletzt geändert von ktown am 18.06.19, 06:59, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Für den Sachverhalt nicht relevante Provokation entfernt

E-Bert
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 13
Registriert: 06.05.19, 14:06

Re: Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Beitrag von E-Bert » 17.06.19, 23:49

J.A. hat geschrieben:
17.06.19, 23:34
Den Sachbearbeiter der Staatsanwaltschaft informieren und Anzeige wegen vers. Nötigung erstatten.
Danke J.A. :!:
Ich denke Du hast recht :roll:
Ich fürchte es wäre der schulischen und beruflichen Entwicklung noch minder förderlich gewesen :cry:

E-Bert
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 13
Registriert: 06.05.19, 14:06

Re: Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Beitrag von E-Bert » 18.06.19, 07:51

Angenommen, die jungen Leute wären nun in Vertrauen auf Recht, Ordnung und Wahrhaftigkeit einfach bei ihren Darstellungen geblieben, der pädophile Pädagoge wäre soweit geständig und reuig gewesen, hätte seine Bewährungsstrafe erhalten (genau, mit viel miau) wäre bei reduzierten Bezügen aus dem Schuldienst suspendiert worden und die jungen Leute hätten zum Schutz vor Repressalien des Direktors jeweils einfach die Schule gewechselt.
Jahre später müssen sie nun feststellen, daß gewisse Merkwürdigkeiten in ihren schulischen, beruflichen und persönlichen Biographien einem gewissen Muster folgen. So, als sollte die Drohung, daß
E-Bert hat geschrieben:
17.06.19, 23:36
eine entsprechende Stigmatisierung ihrer weiteren schulischen und beruflichen Entwicklung doch nicht förderlich sein könnte
unbedingt Wirklichkeit werden. Nehmen wir als konkrete Beuspiele anonyme bzw. vertrauliche aber gewichtige "Hinweise" an Personen im persönlichen Umfeld der Opfer oder regelmäßige unvermittelte tätliche Angriffe im öffentlichen Raum. Die Menge und Nachhaltigkeit dieser Ereignisse, die sich bei mehreren Opfern gleichen ließe eine Verbindung zum angenommenen Katzenunzüchterverein vermuten, aber schwerlich beweisen.
Wie hört das nun auf?

SusanneBerlin
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 15204
Registriert: 05.11.12, 13:35

Re: Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Beitrag von SusanneBerlin » 18.06.19, 07:55

Hören Sie doch einfach auf mit dieser unsäglichen Geschichte.
Grüße, Susanne

ExDevil67
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 4675
Registriert: 17.01.14, 09:25

Re: Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Beitrag von ExDevil67 » 18.06.19, 08:12

E-Bert hat geschrieben:
18.06.19, 07:51
Wie hört das nun auf?
Umziehen in ein neues Umfeld? Ansonsten klingt das also sollte sich da jemand professionelle Hilfe holen. Nicht hinter jedem Hufgetrappel steckt gleich ein Zebra.

E-Bert
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 13
Registriert: 06.05.19, 14:06

Re: Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Beitrag von E-Bert » 18.06.19, 16:08

ExDevil67 hat geschrieben:
18.06.19, 08:12
Umziehen in ein neues Umfeld?
Klingt einleuchtend. Meines Erachtens aber soziodynamisch ungeschickt. Wenn man jemanden nicht kennt, so gewichtet man die geringste vermeintliche "Information" automatisch über. Also besser maximal in die nächstgrössere Stadt, da ist man wirklich bekannt und bleibt im Bilde.
ExDevil67 hat geschrieben:
18.06.19, 08:12
Ansonsten klingt das also sollte sich da jemand professionelle Hilfe holen.
Der Berufstand des Privatdetektivs, so man ihn sich überhaupt leisten könnte, dürfte durch die zurückliegenden Entwicklungen im "Datenschutz" mit erheblichen Widernissen zu kämpfen haben?
Ansonsten würde ich dieses Forum als solche durchaus erachten.
ExDevil67 hat geschrieben:
18.06.19, 08:12
Nicht hinter jedem Hufgetrappel steckt gleich ein Zebra
...und soll sich die Katze nicht mokieren, wenn's beim 101ten Mal wirklich mal nur das Zebra war!
SusanneBerlin hat geschrieben:
18.06.19, 07:55
Hören Sie doch einfach auf mit dieser unsäglichen Geschichte.
Entschuldigung, ich wollte Sie in keinster Weise persönlich angreiffen. Raubtierliebhaber können an dieser Stelle natürlich auch gerne einen hypothetischen Kaninchenzüchterverein annehmen.

E-Bert
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 13
Registriert: 06.05.19, 14:06

Re: Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Beitrag von E-Bert » 19.06.19, 18:43

... oder einen hypothetischen Waidmannsverband.

Antworten