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recht.de • Thema anzeigen - Telefonische Rechtsberatung ohne Feedback
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BeitragVerfasst: 13.10.17, 10:32 
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Moin Forum,
angenommen, Vermieter Thomas ruft einen Rechtsanwalt an, um um Erstberatung zu bitten. Der Mann hört sich alles an, kündigt an sich alles durch den Kopf gehen uu lassen und sich dann schriftlich dazu zu äußern.
Dann tut sich nichts mehr.
Nach zwei Wochen ruft Thomas in der Kanzlei an und erfährt, dass der Anwalt in Urlaub sei, sein Anliegen aber nicht vergessen habe.
Thomas hätte nicht nach Erstberatung gefragt, wenn er gewusst hätte, dass er nun so lange warten muss. Zumal die Beratung dringend ist und der Anwalt das weiß.
Kann er kostenfrei das Mandat entziehen oder ist noch kein Beratungsvertrag zustande gekommen?
Lg,
Ina


Zuletzt geändert von Ina11 am 13.10.17, 11:07, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 13.10.17, 10:52 
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Ina11 hat geschrieben:
ist noch kein Beratungsvertrag zustande gekommen?

Wieso fragt Thomas das nicht den Gesprächspartner am Telefon, welcher ihn auch über die Urlaubsaktivitäten des Anwalts unterrichtet hat?


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BeitragVerfasst: 13.10.17, 11:06 
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es geht Thomas weniger um die Meinung der Dame im Büro des betreffenden Rechtsanwalts.
Thomas wüßte gern von neutraler Seite, was Bedingung für das Zustandekommen eines verbindlichen Beratungsvertrags ist bzw ob es Fristen gibt, die eingehalten werden müssen, um entweder Leistung zu erbringen oder von der Abfrage zurückzutreten.


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BeitragVerfasst: 13.10.17, 11:13 
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Wurde eine Frist zur Bearbeitung gestellt?
Ina11 hat geschrieben:
Kann er kostenfrei das Mandat entziehen

NmE. nein, weil er den Anwalt ja schon beauftragt hat und der vermutlich auch über das Gespräch hinaus schon tätig war.
Ina11 hat geschrieben:
oder ist noch kein Beratungsvertrag zustande gekommen?

Siehe oben.

_________________
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BeitragVerfasst: 13.10.17, 11:16 
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Hallo,
Zitat:
angenommen, Vermieter Thomas ruft einen Rechtsanwalt an, um um Erstberatung zu bitten. Der Mann hört sich alles an, kündigt an sich alles durch den Kopf gehen uu lassen und sich dann schriftlich dazu zu äußern.

Zitat:
Thomas hätte nicht nach Erstberatung gefragt, wenn er gewusst hätte, dass er nun so lange warten muss.

War denn beiden Seiten klar, dass eine
Zitat:
Telefonische Rechtsberatung
gewollt war?
Wieso hat Thomas nicht gleich nachgehakt bzw. sein Anliegen nach "telefonischer Beratung" verdeutlicht als der Anwalt von einer schriftlichen Antwort sprach? Oder nachgefragt, wann er mit der schriftlichen Antwort rechnen kann?

_________________
Grüße, Susanne


Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 13.10.17, 11:19, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 13.10.17, 11:18 
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gehen wir davon aus, dass Thomas keine Ahnung hat vom Unterschied zwischen telefonischer Erstberatung und schriftlicher Erstberatung. Wie wahrscheinlich viele andere Menschen auch.


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BeitragVerfasst: 13.10.17, 11:19 
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Wir hier im Forum wissen bestimmt nicht so gut wie "die Dame im Büro", ob bei dem ersten Gespräch bereits ein Mandantenverhältnis begründet wurde und ob der Anwalt dies zu den Akten genommen hat.


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BeitragVerfasst: 13.10.17, 11:27 
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Wenn man keine Ahnung hat, hilft es Fragen zu stellen.

Sie weichen meiner Frage aus, was Thomas überhaupt beauftragt hat, ob das Wort "Erstberatung" überhaupt gefallen ist. Nachher rechnet der Anwalt auf Basis des Streutwerts ab und Thomas wundert sich, dass ein einseitiges Schreiben des Anwalts so teuer ist.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 13.10.17, 11:28 
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Beiträge: 6935
Ina11 hat geschrieben:
es geht Thomas weniger um die Meinung der Dame im Büro des betreffenden Rechtsanwalts.
Thomas wüßte gern von neutraler Seite, was Bedingung für das Zustandekommen eines verbindlichen Beratungsvertrags ist bzw ob es Fristen gibt, die eingehalten werden müssen, um entweder Leistung zu erbringen oder von der Abfrage zurückzutreten.



Hallo,

dass da ein Vertrag zustande gekommen ist, wird man nicht bestreiten können.

Der kann jederzeit gekündigt werden, ich kürze das mal lesbar ein:

Zitat:
§ 627 BGB
Fristlose Kündigung bei Vertrauensstellung

(1) Bei einem Dienstverhältnis ... ist die [fristlose] Kündigung ... zulässig, wenn der zur Dienstleistung Verpflichtete ... Dienste höherer Art zu leisten hat, die auf Grund besonderen Vertrauens übertragen zu werden pflegen.

§ 628
Teilvergütung und Schadensersatz bei fristloser Kündigung

(1) 1Wird nach dem Beginn der Dienstleistung das Dienstverhältnis auf Grund des ... § 627 gekündigt, so kann der Verpflichtete einen seinen bisherigen Leistungen entsprechenden Teil der Vergütung verlangen. ...


Ich denke, das ist eingängig und verständlich. Ich denke, es ist nicht ok bei einer erkennbar eiligen Sache einfach in Urlaub zu fahren und den Fragesteller hängen zu lassen. Zumindest hätte man - vorher - darauf hinweisen müssen, dass die Antwort mindestens 2 Wochen dauert.

Eigentlich dürfte da keine Rechnung kommen, wenn gekündigt wird. Aber ausschliessen kann man das natürlich nicht.


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BeitragVerfasst: 13.10.17, 11:40 
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Ina11 hat geschrieben:
gehen wir davon aus, dass Thomas keine Ahnung hat vom Unterschied zwischen telefonischer Erstberatung und schriftlicher Erstberatung. Wie wahrscheinlich viele andere Menschen auch.

Das ist nicht der Punkt.
Die Frage ist, ob der Anwalt nachweislich gewusst hat, dass das Anliegen bis zum Datum XY zu erledigen war oder nicht.
Eine Bearbeitungsdauer die sich in wenigen Tagen bemessen lässt, dürfte nicht als Grund ausreichen hier ohne Frist auszusteigen. Und wenn man das tut ist durchaus damit zu rechnen, dass der Anwalt für seine bisherigen Aufwendungen und Tätigkeiten eine Rechnung stellen wird.

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BeitragVerfasst: 13.10.17, 12:02 
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ok, nehmen wir mal an, Thomas hat bei seinem ersten Anruf in der Kanzlei wörtlich um eine Beratung gebeten. Daufhin fragte der RA natürlich, um was es geht. Thomas erzählt es in wenigen Sätzen und der Anwalt meint, er müsse sich dazu ein paar Gedanken machen und werde sich schriftlich melden.
Dann wollte er noch eine Vertrag in Kopie sehen... das wars.
Seitdem nichts mehr gehört.
Ist ja auch im Urlaub.


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BeitragVerfasst: 13.10.17, 12:14 
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Zitat:
Dann wollte er noch eine Vertrag in Kopie sehen... das wars.
Seitdem nichts mehr gehört
wie das wars? Ich nehme an, Thomas hat dem RA den Vertrag zugemailt. Oder hat Thomas daraufhin den Hörer aufgelegt und nichts weiter gemacht?

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 13.10.17, 12:31 
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ok.
Nehmen wir mal an, Thomas würde all die Rückfragen hier beantworten. Dann wäre es schnell geklärt.
Sonst könnte es sein, dass wir auch irgendwann sagen:
Ina11 hat geschrieben:
das wars.

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BeitragVerfasst: 13.10.17, 14:21 
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Warum so spitz, @ Tastenspitz?
Bis auf die letzte Frage war doch alles schon beantwortet.

Ja, natürlich, Thomas hat ihm den Vertrag zugemailt.
Nach einer Woche hat er in der Kanzlei angerufen und nachgefragt....und vom Urlaub des RA erfahren.


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BeitragVerfasst: 13.10.17, 14:34 
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Tastenspitz hat geschrieben:
Wurde eine Frist zur Bearbeitung gestellt?


Tastenspitz hat geschrieben:
Die Frage ist, ob der Anwalt nachweislich gewusst hat, dass das Anliegen bis zum Datum XY zu erledigen war oder nicht.


SusanneBerlin hat geschrieben:
War denn beiden Seiten klar, dass eine
Zitat:
Telefonische Rechtsberatung
gewollt war?

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