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recht.de • Thema anzeigen - Austauschteil für Fahrzeug defekt, weitere kosten entstanden
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BeitragVerfasst: 11.11.17, 11:22 
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Hallo liebe Forengemeinde,

habe ein Problem mit einem Händler, der mir eine Einspritzpumpe verkauft hat, kurz zu meinem Fall:

Fahrzeug ist aufgrund eines Defekts der Einspritzpumpe liegengeblieben, also Auto zu einer freien Werkstatt abgeschleppt.
Diagnose, Einspritzpumpe defekt - wieder einmal -
Vor 4 Jahren hatte ich das selbe Problem schon einmal, daher habe ich den damaligen Verkäufer angeschrieben. Der Verkäufer schickte mir einen neue Generalüberholte und erließ mir 30 % vom regulären Preis, fand ich ja ganz nett.
Die Werkstatt baute diese ein, aber der Fehler blieb weiterhin bestehen.
- Das Motorsteuergerät konnte nicht mit dem Steuergerät der Einspritzpumpe kommunizieren -
Daraufhin habe ich den Verkäufer der Einspritzpumpe mitgeteilt, dass das Ersatzteil wohl defekt ist. Der Verkäufer sagte mir die Pumpe wäre geprüft gewesen und in Ordnung, der Fehler müsste woanders liegen.
Die Werkstatt, in der meine Fahrzeug stand, hat dass das Motorsteuergerät testen lassen, mit dem Ergebnis, kein defekt.
Dann habe ich einen anderen Kabelbaum gekauft, um auch hier das Problem auszuschließen.
Der andere Kabelbaum, brachte kein positives Ergebnis.
Dann habe ich dem Verkäufer dieses mitgeteilt und ich sollte Ihm die Pumpe nochmals zusenden, damit er diese auf einen defekt untersuchen konnte.
- Gesagt getan -
Ergebnis, die Pumpe wurde geprüft und ist in Ordnung. Er wollte mir dann aber doch um auf Nummer sicher zu gehen eine andere generalüberholte zusenden.
Diese kam gestern an und siehe da, der Fehler ist weg, und das Auto läuft wieder.

Nun hatte ich für die Zeit - 7 Wochen!!! - einen Leihwagen von der Werkstatt bekommen, der mich auch was gekostet hat.
Ebenso die Überprüfung incl. Versand des Motorsteuergerät, der Kabelbaum und natürlich das prüfen, der "angeblich" nicht defekten Pumpe.

Was meint Ihr, wie ist in diesem Fall die Rechtslage?
Würde es sich lohnen gegen den Verkäufer der Pumpe vorzugehen um wenigstens einen Teil der Kosten erstattet zu bekommen?


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BeitragVerfasst: 11.11.17, 11:31 
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Hallo,

Die Gewährleistung endete 2 Jahre nach dem Kauf (könnte bei gebrauchter Ware auch auf 12 Monate verkürzt werden). 4 Jahre nach dem Kauf der Pumpe hat man keinen Anspruch mehr an den Verkäufer, die (kostenlose? / preisreduzierte?) Zusendung einerweiteren Pumpe ist als Kulanz zu sehen.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 11.11.17, 11:36 
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Ich schrieb doch, der Verkäufer schickte mir einen neue Generalüberholte und erließ mir 30 % vom regulären Preis, also sind wir einen neuen Vertrag eingegangen...
Er sagte zwar das die Pumpe normalerweise länger halten würde, aber ich habe eine andere bei Ihm erworben und aus Kulanz ist er mir bei dem Preis entgegengekommen


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BeitragVerfasst: 11.11.17, 11:45 
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Und wann war der Kauf der generalüberholten Pumpe?

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 11.11.17, 11:48 
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Die erste Pumpe kaufte ich 2013 bei Ihm für 680 €
Die zweite kaufte ich vor 6 Wochen bei Ihm für 400 €


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BeitragVerfasst: 11.11.17, 11:52 
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kneipenjaeger hat geschrieben:
Ich schrieb doch, der Verkäufer schickte mir einen neue Generalüberholte und erließ mir 30 % vom regulären Preis, also sind wir einen neuen Vertrag eingegangen...



Dann sind die 6 Monate des § 476 BGB seit Kauf noch nicht um.

Dann sind die Chancen gut, dann ist der Defekt der Pumpe quasi erwiesen.

Auf die Kosten des Werkstattwagens besteht allerdings kein Anspruch, § 439 II gibt das nicht her. Das sind keine "Kosten zum Zwecke der Nacherfüllung", die der Verkäufer tragen muss.

Zitat:
(2) Der Verkäufer hat die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen.


Ergänzend, das tritt erst ab 01.01.2018 in Kraft, giesst aber nur die bestehende gefestigte Rechtsprechung von EuGH und BGH in Gesetzesform, § 439 III (neu), also faktisch bereits jetzt geltendes Recht:

Zitat:
(3) Hat der Käufer die mangelhafte Sache gemäß ihrer Art und ihrem Verwendungszweck in eine andere Sache eingebaut oder an eine andere Sache angebracht, ist der Verkäufer im Rahmen der Nacherfüllung verpflichtet, dem Käufer die erforderlichen Aufwendungen für das Entfernen der mangelhaften und den Einbau oder das Anbringen der nachgebesserten oder gelieferten mangelfreien Sache zu ersetzen. ...


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BeitragVerfasst: 11.11.17, 16:51 
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.Ja, richtig die 6 Monate sind noch nicht um. Am 25.09.2017 wurde die Pumpe verschickt und war einen Tag später bei mir angekommen.

Diese hat ja nicht in meinem Fahrzeug funktioniert und da der Verkäufer darauf beharrte, dass es sich bei dem defekt nicht um seine gelieferte Pumpe handelt, da diese vorab einem Test durchzogen wurde, war ich somit in der "Beweispflicht" und habe etwaige andere Fehlerquellen ausgeschlossen.
Motorsteuergerät prüfen lassen, sowie einen Ersatzkabelbaum erworben. Dadurch sind mir leider weitere kosten entstanden, die nicht hätten sein müssen.

Am 28.10.2017 habe ich den Verkäufer mitgeteilt, das weder das Motorsteuergerät, noch der wechsel des Kabelbaum, den Fehler behoben haben und es sich um einen defekt der Pumpe, bzw. des dazugehörigen Steuergerät handeln muss.

Am 02.11.2017 habe ich dann die Pumpe wieder an dem Verkäufer geschickt und Ihm gesagt, dass es nur an seiner verkauften Pumpe liegen kann.

Am 08.11.2017 schrieb mir der Verkäufer, er habe die Pumpe getestet ( Kostenpunkt 100 € ) und sie sei nicht defekt, aber um den Fehler ganz auszuschließen würde er eine andere Pumpe schicken.

Diese kam dann gestern an und siehe da, der Fehler besteht nicht mehr.

Demnach ist für mich mehr als logisch, dass seine Pumpe defekt war, die er mir am 25.09.2017 zugeschickt hat.


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BeitragVerfasst: 11.11.17, 19:43 
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Wohnort: Niedersachsen
kneipenjaeger hat geschrieben:
Demnach ist für mich mehr als logisch, dass seine Pumpe defekt war, die er mir am 25.09.2017 zugeschickt hat.
Ja und? Er hat eine neue Pumpe geschickt und hat allenfalls die Ein- und Ausbaukosten derselben für den Reklamationsfall zu tragen. Den Einbau eines Kabelbaums oder anderen Dingen, die nicht mit dem reklamierten Gegenstand zu tun haben, muss der Verkäufer nicht ersetzen, da diese nicht zu den erforderlichen Aufwendungen gehören.

_________________
Ich bin kein Jurist.
- alle Angaben ohne Gewähr -


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