Navigationspfad: Home arrow Foren
Foren
recht.de • Thema anzeigen - Darf Hersteller modifiziertes Gerät reparieren?
Aktuelle Zeit: 23.10.17, 02:29

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 5 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 25.04.17, 17:04 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 05.06.06, 14:26
Beiträge: 213
Hallo, mich beschäftigt folgender Sachverhalt:

Hersteller H stellt elektronische Geräte her. Kunde K kauft eines, modifiziert darin etwas (ein Bauteil), und nach ca. 3 Jahren, also nach Ablauf aller Gewährleistungs- oder Garantiezeiten geht etwas kaputt (kein Zusammenhang mit der Modifikation). K bittet den H im Rahmen um kostenpflichtige Reparatur. Dies könnte H einfach durchführen, weiß jedoch nicht, ob er das modifizierte Gerät so nochmal zurückschicken darf (also repariert, aber unter Billigung der Modifikation des K), oder er es repariert nur zurücksenden darf, wenn er die Modifikation in den Ursprungszustand zurückversetzt.

Überlegungen hierbei:

Die Änderung in der Elektronik stellt eine Abweichung zur Definition der kritischen Komponenten, die Teil der Sicherheits-Zulassung (TÜV) ist, dar. Insofern erlischt die Zulassung, wenn dieser Geräteteil verändert wird. Das ist ja aber erstmal das Problem des K. Wird es durch das Tolerieren und Zurücksenden des reparierten Teils wieder zum Problem des H, oder muss dieser jegliche Reparatur verweigern um sich nicht einer möglichen Haftung auszusetzen?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 26.04.17, 10:08 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 24.07.07, 09:47
Beiträge: 4804
Wohnort: Rhein/Ruhrgebiet
Mr. Recht hat geschrieben:
Die Änderung in der Elektronik stellt eine Abweichung zur Definition der kritischen Komponenten, die Teil der Sicherheits-Zulassung (TÜV) ist, dar.

Ich gehe mal davon aus, dass Sie die Abweichung von einem "Baumuster" welches durch eine "Benannte" Stelle Baumustergeprüft ist meinen?

Grundsätzlich sehe ich das auch wie Sie bereits anführten, dass das Risko welches zu lasten einer Veränderung entsteht, durch den Verursacher zu tragen ist. Je nach Umfang der Veränderung (z.B. bei Leistungssteigernden Maßnahmen) mutiert der Kunde selbst als "Hersteller" mit all seinen Folgen und Konsequenzen.
Daher würde ich als Hersteller der ein Gerät zur Instandsetzung bekommt, das genau klären.
Kann durch die Kundenseitige Modifikation kein "Ursprungszustand" hergestellt werden (z.B. wegen Formveränderungen, zusätzlichen Bohrlöchern, Schweißnähte usw. würde ich eine Instandsetzung wegen den wahrscheinlich gestiegenen Risiken ablehnen, da ein komplettes Bewertungsverfahren durchlaufen werden müßte, welches wahrscheinlich mit weiteren Prüfungen und Tests notwendig wäre incl. der Dokumentation (Zeichnungen, Beschreibungen, Prüfberichte, Konformitätserklärungen usw.) Es hängt also stark davon ab, was genau für Änderungen Modifikationen gemacht worden sind, und in wie weit die Auswirkungen zu betrachten sind.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 28.04.17, 12:07 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 13.08.15, 16:49
Beiträge: 1572
Wenn an einem Gerät vom Kunden (technische) Veränderungen vorgenommen werden, verliegt der Kunde die Gewährleistung als auch ggf. vom Verkäufer/Hersteller abgegebene Garantie. :shock:
Dabei ist es unerheblich, ob durch den Einbacu der Fehler nach Jahren nicht entstanden ist. :shock:


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 28.04.17, 13:51 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 22.06.05, 22:24
Beiträge: 692
Baden-57 hat geschrieben:
Wenn an einem Gerät vom Kunden (technische) Veränderungen vorgenommen werden, verliegt der Kunde die Gewährleistung als auch ggf. vom Verkäufer/Hersteller abgegebene Garantie. :shock:


Ja und ? Nochmal lesen ... denn es geht um etwas ganz anderes ... :roll:


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 28.04.17, 13:58 
Offline
FDR-Moderator

Registriert: 31.01.05, 08:14
Beiträge: 16655
Wohnort: Auf diesem Planeten
Baden-57 hat geschrieben:
Wenn an einem Gerät vom Kunden (technische) Veränderungen vorgenommen werden, verliegt der Kunde die Gewährleistung als auch ggf. vom Verkäufer/Hersteller abgegebene Garantie. :shock:
Dabei ist es unerheblich, ob durch den Einbacu der Fehler nach Jahren nicht entstanden ist. :shock:
Was hilft das dem TE? Dem ist bewusst und das hat er klar und deutlich zum Ausdruck gebracht
Mr. Recht hat geschrieben:
also nach Ablauf aller Gewährleistungs- oder Garantiezeiten ..... K bittet den H im Rahmen um kostenpflichtige Reparatur.
, dass er keine Garantie und/oder Gewährleistungsansprüche mehr hat.

_________________
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.
Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 5 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
©  Forum Deutsches Recht 1995-2017. Anbieter: Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim , RB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail info[at]recht.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Lesen Sie hier unsere Mediadaten!