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recht.de • Thema anzeigen - Bitte um Rat nach einen Unfall
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 Betreff des Beitrags: Bitte um Rat nach einen Unfall
BeitragVerfasst: 19.04.17, 17:49 
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Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich würde Sie um kurzen Rat bitten

Folgender Vorfall:

Mein Hund ist leider vor ein Auto gelaufen. Den Hund ist nichts passiert aber die Geschädigte hat einen schaden an Ihrem Auto. Hund leider zu diesem Zeitpunkt noch nicht versichert gewesen.

Dame ist eine Woche später in eine Markengebundene Werkstatt und hat ein Kostenvoranschlag erstellen lassen. Der erste Kostenvoranschlag beläuft sich auf 2200 Euro. Dann ist 6Wochen nichts passiert. Nun hat Sie einen Termin zum Instandsetzen vereinbart . Der Herr von der Werkstatt rufte mich an und sagte der neue Kostenvoranschlag belaufe sich nun auf 2800 Euro.

Nur am Rande : Ich selber bin Kfz mechatroniker und arbeite ebenfalls für eine andere ( Marke)ngebundene Werkstatt und hatte der Dame angeboten das Sie das bei uns macht. Sie wollte aber unbedingt dahin.

Hab ich irgendwelche Möglichkeiten dagegen was zu sagen oder bezahlen und gut ist!!*


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Rat nach einen Unfall
BeitragVerfasst: 19.04.17, 18:02 
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Asko1007 hat geschrieben:
Mein Hund ist leider vor ein Auto gelaufen. Den Hund ist nichts passiert aber die Geschädigte hat einen schaden an Ihrem Auto. ... Der erste Kostenvoranschlag beläuft sich auf 2200 Euro. ...der neue Kostenvoranschlag belaufe sich nun auf 2800 Euro.

Robuster Hund...!

Asko1007 hat geschrieben:
Ich selber bin Kfz mechatroniker und arbeite ebenfalls für eine andere ( Marke)ngebundene Werkstatt und hatte der Dame angeboten das Sie das bei uns macht. Sie wollte aber unbedingt dahin. Hab ich irgendwelche Möglichkeiten dagegen was zu sagen oder bezahlen und gut ist!!*

Nun, da haben Sie leider keinerlei Mitspracherecht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Rat nach einen Unfall
BeitragVerfasst: 19.04.17, 18:08 
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Themenstarter
Vielen Dank für die schnelle Antwort.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Rat nach einen Unfall
BeitragVerfasst: 19.04.17, 18:33 
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Man kann als Beweismittel das Gutachten eines Kfz-Sachverständigen verlangen, wenn man die Kosten dür zu hoch hält. Kann aber passieren, dass der es ebenso sieht wie der Kostenvoranschlag, und dann eben noch die Gebühr dafür dazu kommt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Rat nach einen Unfall
BeitragVerfasst: 19.04.17, 19:17 
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Beiträge: 399
Falls man eine Privathaftpflichtpolice hat ist der Schaden wahrscheinlich mit versichert, wenn das Tier nach der letzten Beitragsrechnung angeschafft wurde. Da sollte man in die Bedingungen schauen, Stichwort Gefahrenerhöhung.

Weiterhin kommt ein teilweise Haftung der Fahrerin in Betracht, wodurch sie einen Teil des Schadens selbst zu tragen hätte. Darauf kann man schon mal hinweisen, besonders wenn sie die Kosten in die Höhe treibt. Die Fahrerin haftet nämlich ebenso wie der Tierhalter verschuldensunabhängig aus der Betriebsgefahr des KFZ.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Rat nach einen Unfall
BeitragVerfasst: 19.04.17, 21:00 
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Beiträge: 1104
Da Sie selbst aus der KFZ-Branche sind: Ist für Sie nachvollziehbar, dass ein so hoher Schaden am Fahrzeug entstand, wenn der Hund unverletzt blieb?


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Rat nach einen Unfall
BeitragVerfasst: 19.04.17, 21:47 
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Beiträge: 4730
Hans Ulg hat geschrieben:
Da Sie selbst aus der KFZ-Branche sind: Ist für Sie nachvollziehbar, dass ein so hoher Schaden am Fahrzeug entstand, wenn der Hund unverletzt blieb?


Die Frage ist berechtigt.
Man kann vermuten, dass der Schaden nicht durch die Kollision mit dem Hund entstanden ist, sondern dadurch, dass die Dame ausgewichen ist.
Das kann m.W. versicherungsrechtlich relevant sein und eine Teilschuld des Autofahrers bedeuten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Rat nach einen Unfall
BeitragVerfasst: 20.04.17, 10:48 
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Beiträge: 16906
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gmmg hat geschrieben:
Falls man eine Privathaftpflichtpolice hat ist der Schaden wahrscheinlich mit versichert
Aha und das wissen sie woher? Üblicherweise sind über die PHV nur Kleintiere mit versichert. Da der Hund aber anscheinend keinen Schaden davongetragen hat und das KFZ schon, scheint mir das Kleintier hier rauszufallen. :lachen:
gmmg hat geschrieben:
Weiterhin kommt ein teilweise Haftung der Fahrerin in Betracht,
Aha....und das wissen sie woher? Ich kann aus dem Sachverhalt nicht erkennen ob und in welcher Gewichtung hier der Fahrzeugführer eine Mithaftung trägt. Dies kommt, wie immer, auf den Einzelfall und auf die örtlichen Umstände an.

_________________
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.
Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Rat nach einen Unfall
BeitragVerfasst: 20.04.17, 13:20 
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Beiträge: 1379
gmmg hat geschrieben:
Falls man eine Privathaftpflichtpolice hat ist der Schaden wahrscheinlich mit versichert, wenn das Tier nach der letzten Beitragsrechnung angeschafft wurde. Da sollte man in die Bedingungen schauen, Stichwort Gefahrenerhöhung.

Weiterhin kommt ein teilweise Haftung der Fahrerin in Betracht, wodurch sie einen Teil des Schadens selbst zu tragen hätte. Darauf kann man schon mal hinweisen, besonders wenn sie die Kosten in die Höhe treibt. Die Fahrerin haftet nämlich ebenso wie der Tierhalter verschuldensunabhängig aus der Betriebsgefahr des KFZ.



Mit dieser Argumentation, könnte man noch mal vorschlagen den Schaden bei deiner Werkstatt reparieren zu lassen ohne die Autofahrerin in eine Mithaftung zu nehmen.

Fraglich auch, wie die Rechtslage im Haftungsrecht aussieht wenn der Hund den Schaden verursacht und nicht versichert ist und wenn bei dir möglicherweise kein Geld zu holen wäre?
Vielleicht bringt sie den Wagen in eure Werkstatt, vorher ausgesetzt eine professionelle Reparatur liegt vor, und damit ist die Sache vom Tisch


Das ist quasi so eine Art Vergleich, nur ohne die Gerichte zu bemühen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Rat nach einen Unfall
BeitragVerfasst: 21.04.17, 10:36 
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Beiträge: 399
ktown hat geschrieben:
gmmg hat geschrieben:
Falls man eine Privathaftpflichtpolice hat ist der Schaden wahrscheinlich mit versichert
Aha und das wissen sie woher? Üblicherweise sind über die PHV nur Kleintiere mit versichert. Da der Hund aber anscheinend keinen Schaden davongetragen hat und das KFZ schon, scheint mir das Kleintier hier rauszufallen. :lachen:
Wie schon erwähnt lautet das Stichwort Gefahrenerhöhung. Zusätzliche Gefahren wie die Haltung eines Haustieres sind ja nach Vertragsgestaltung automatisch mitversichert, wobei eine Anzeigepflicht bei Aufforderung durch den Versicherer besteht, die meist mit der Beitragsrechnung erfolgt.
Beispielsweise heisst es dann:
Zitat:
Mitversichert ist die gesetzliche Haftpflicht als Halter von Hunden (...) jedoch nur, wenn Versicherungsschutz (...) vereinbart worden ist. Werden während der Versicherungsdauer Tiere einer bisher nicht versicherten Tierart neu angeschafft, besteht Versicherungsschutz im Rahmen der Vorsorgeversicherung (...).

Im übrigen zählen Hunde unabhängig von ihrer Größe zu den kleinen Haustieren. Große Haustiere sind Pferde, Rinder usw.

ktown hat geschrieben:
gmmg hat geschrieben:
Weiterhin kommt ein teilweise Haftung der Fahrerin in Betracht,
Aha....und das wissen sie woher? Ich kann aus dem Sachverhalt nicht erkennen ob und in welcher Gewichtung hier der Fahrzeugführer eine Mithaftung trägt. Dies kommt, wie immer, auf den Einzelfall und auf die örtlichen Umstände an.
Und weil eine Mithaftung je nach Umständen gegeben ist kommt sie in Betracht. Soviel Sprachverständnis sollte man haben bevor man aus persönlichen Gründen etwas kritisiert, um anschließend nur wieder dasselbe auszusagen.

Vgl. auch hier.
Zitat:
Autofahrer trifft häufig eine Teilhaftung

Hätte der Autofahrer durch langsameres und achtsameres Fahren den Unfall noch abwenden können? Auch hier spricht man von einer verschuldensunabhängigen Betriebsgefahr: Der Gesetzgeber geht davon aus, dass es eine generell gefährliche Tätigkeit ist, sich mit einem Kraftfahrzeug im Straßenverkehr zu bewegen. Deshalb trifft den Autofahrer im Falle einer Hunde-Kollision häufig eine teilweise Haftung. Denn selten lässt sich feststellen, dass der Unfall unausweichlich war.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Rat nach einen Unfall
BeitragVerfasst: 21.04.17, 19:11 
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Also zu der Frage ob der Kostenvoranschlag zu Hoch ist würde ich laut meinen Autohaus Ja sagen.

In ihren Kostenvoranschlag stehen nämlich auch Sachen drinnen wie :

"Fahrzeug waschen innen und außen"

Neue Parksensoren obwohl ich der Meinung bin die sind in Ordnung

Es würde der komplette rechte Scheinwerfer ersetzt obwohl nur der Halter kaputt war.

Ein Gutachter meinte zu mir das Autohaus berechne einen zu hohen Stundensatz als es üblich für meine jeweilige Stadt ist.

Ich habe mir die Meinung eines anderen Gutachters eingeholt. Der wiederum sagte die Dame hat das Recht das Auto reparieren zu lassen wo Sie will.

Ich habe kein Gutachten erstellen lassen weil die Dame dieses nicht "akzeptieren muss" ( laut Gutachter ).

Ich war selber nicht am Unfalltag da sondern meine Schwester mich hat es nur gewundert das den Hund nicht passiert ist. Denn ich meine wenn es 30-50 km/h wären müssten doch irgendwelche Verletzungen am Hund sein . Ich vermute die Dame hätte eventuell rechtzeitig abbremsen können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Rat nach einen Unfall
BeitragVerfasst: 21.04.17, 19:19 
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Asko1007 hat geschrieben:
In ihren Kostenvoranschlag stehen nämlich auch Sachen drinnen wie :

"Fahrzeug waschen innen und außen"


Da ist wohl gleich die Beseitigung des Wasserschadens mit eingerechnet worden...

Asko1007 hat geschrieben:
Ein Gutachter meinte zu mir das Autohaus berechne einen zu hohen Stundensatz als es üblich für meine jeweilige Stadt ist.

Ich habe mir die Meinung eines anderen Gutachters eingeholt. Der wiederum sagte die Dame hat das Recht das Auto reparieren zu lassen wo Sie will.


Das sind ja zwei völlig unterschiedliche Angelegenheiten. Natürlich kann man der Frau keine Werkstattwahl vorschreiben. Man muss aber auch nicht einfach den erstbesten und möglichweise unseriösen bzw. überzogenen Kostvoranschlag akzeptieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Rat nach einen Unfall
BeitragVerfasst: 21.04.17, 19:58 
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Themenstarter
War für mich genauso unverständlich

Aber nun ja ich bezahle das nun. Wollte mir erst Rechtsbeistand holen hatte aber Sorgen das das ein "Fass ohne Boden" ist.

Ich bedanke mich aufjedenfall für die Diskussion und die Ratschläge .

Super Seite hier!


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Rat nach einen Unfall
BeitragVerfasst: 21.04.17, 20:48 
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Beiträge: 4730
Asko1007 hat geschrieben:
War für mich genauso unverständlich

Aber nun ja ich bezahle das nun. Wollte mir erst Rechtsbeistand holen hatte aber Sorgen das das ein "Fass ohne Boden" ist.


gut, man kann auf sein Recht auch verzichten. Das ist ohne Ironie nur eine Feststellung.

Zitat:
Ich war selber nicht am Unfalltag da sondern meine Schwester mich hat es nur gewundert das den Hund nicht passiert ist. Denn ich meine wenn es 30-50 km/h wären müssten doch irgendwelche Verletzungen am Hund sein . Ich vermute die Dame hätte eventuell rechtzeitig abbremsen können.


Würde man das weiter betrachten wollen, würde man sich u.a. folgende Fragen stellen:
Hat die Dame den Hund denn angefahren? oder noch wichtiger: Hat irgendwer den Unfall gesehen? oder hat nur die Dame den Hund gesehen und wusste, wer sein Besitzer ist?

und nochmals im Klartext, zusätzlich zu überteuerten Reparaturen: Wenn die Dame nicht drauf fährt (ja, auf den Hund! rein verkehrsrechtlich betrachtet, nicht aus Sicht des Tierschutzes), sondern ausweicht und anderswo kollidiert, kann es sein, dass ihr eine Teilschuld am Unfall gegeben würde.

Wenn die Dame nicht bremst, weil sie zu schnell fährt, kann es sein, dass ihr eine Teilschuld am Unfall gegeben würde.
Man erwartet von Autofahrern in der Stadt eine Bremsbereitschaft- immerhin hätte es statt des Hundes auch ein Ball und gleich hinterher das berühmte Kind sein können oder andere Situationen, auf die der Fahrer aufmerksam und schnell reagieren muss.


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