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recht.de • Thema anzeigen - Auto angefahren ohne es zu bemerken - Fahrerflucht?
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BeitragVerfasst: 29.07.17, 13:59 
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Ob man das für Voreingenomnenheit hält oder auf Plausibilität und Lebenserfahrung beruhende Meinungen sei dahingestellt: Wenn sämtliche Antworten die man erhält in dieselbe Richtung gehen, dann könnte das auch eine Ergebnis sein, das dem Fragesteller in der Einschätzung des Falles hilft, auch dann wenn dem Fragesteller die Richtung der Antworten nicht gefällt.

Und die Möglichkeit, dass dem Beschuldigten geglaubt wird, es aber trotzdem Konsequenzen für den Fahrzeugführer hat, wurde außerdem auch genannt. Denn wer sich vom einem (Streit-)gespräch so sehr hinreißen lässt, dass er nicht mehr auf den Verkehr achtet, das beim "Anrempeln" entstehende Geräusch weder hört noch die taktile Wahrnehmung des Rempelns bemerkt, der ist zur motorisierten Teilnahme am Straßenverkehr nicht geeignet.

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 29.07.17, 14:04 
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Themenstarter
Okay, das bedenke ich. In jedem Fall danke für die ausführliche Rückmeldung. MSO


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BeitragVerfasst: 29.07.17, 14:15 
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soerter hat geschrieben:
wie ich etwas glaubhaft machen kann
in einem realen Fall sollte man nichts glaubhaft machen müssen. Es muss aus der realen Situation und aus den Aussagen der Zeugen zu einem Ergebnis kommen. Egal ob positiv oder negativ für den Fahrer. In einem realen Fall wäre aber die verblümte Story des Streitgespräches mit dem Vater definitiv nicht förderlich für einen positiven Ausgang. Weil
Evariste hat geschrieben:
wenn der Fahrer wirklich durch den Streit stark abgelenkt war, dann hätte er gar nicht erst losfahren dürfen. Solange man ein Fahrzeug bewegt, hat man sich auf das Fahren zu konzentrieren und auf nichts anderes.
.

Wenn es sich hier um einen fiktiven Fall handelt, dann sollte der TE entscheiden, wie groß der fiktiv entstandene Schaden denn ist und nicht sagen, man wüsste es nicht. Dies deutet nämlich eher auf einen realen Fall hin.
Weiterhin kann man nicht aus dem nicht bemerken (wenn dies keine Schutzbehauptung ist) resultieren, dass der Schaden gering und daher als Bagatelle zu bezeichnen ist.

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Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.
Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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BeitragVerfasst: 29.07.17, 14:21 
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Beiträge: 4701
soerter hat geschrieben:
Nein, ich meine JurastudentInnen, ehem. Richter, Staats- und natürlich auch Rechtsanwältinnen - und Anwälte, Polizistinnen und Polizisten und fachlich Interessierte, etc....Sie werden nicht glauben (und müssen es auch nicht!), aber der Fall ist fiktiv, daher benötige ich keine Rechtsberatung


:lol: und anhand welcher Antwort wüsste der fiktive Fahrer, dass ein echter Jurastudent, Polizist etc. schreibt? wie muss die lauten, dass anhand der Antworte nicht angenommen wird, hier säßen andere Personen am PC?

winterspaziergang hat geschrieben:
soerter hat geschrieben:
aus der Wahrnehmungspsychologie ist bekannt, dass insbesondere Streit sehr ablenkend ist und zwar so, dass man - fast - einen Bombeneinschlag überhören könnte.

...
aus anderen Bereichen der Psychologie kennt man es übrigens, dass sich Menschen in Widersprüche verstricken, das aber nicht merken, weil sie von ihrer Geschichte überzeugt sind...


ansonsten lese man sich seine eigenen Ausführungen und Antworten mal durch ...hier ein Auszug

:arrow:
soerter hat geschrieben:
... ich bin mir doch ziemlich sicher, dass dieser Fall eingestellt würde......und was ein Gutachten angeht, bin ich doch ziemlich sicher, dass ein solches in einem solchen Fall nicht erstellt werden würde... an der Stelle kenne ich mich ein bisschen aus.

:?:
:arrow:
soerter hat geschrieben:
Oje, so eine Reaktion wie von "SusanneBerlin" ("Weiso fragen sie überhaupt"?) hatte ich erwartet...warum soll ich nicht fragen? Ich bin mir keineswegs sicher und erhoffe mir von einem solchen Forum sachkundige Antworten/eine sachkundige Diskussion.


:arrow:
soerter hat geschrieben:
Es ist ein fiktiver Fall. Natürlich ein bisschen konstruiert.

:lol:

soerter hat geschrieben:
:arrow: Dass nur ein leichter Schaden entstanden ist, ist natürlich nur eine Vermutung, die daraus hervorgeht, dass der Schaden, bzw. das Touchieren erst gar nicht bemerkt wurde


soerter hat geschrieben:
:arrow: Ein "gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr" auf einem Parkplatz? Das halte ich für weit hergeholt.


(merke: Der fiktive Fahrer hat nichts bemerkt, war vielleicht gar so abgelenkt, dass er -fast- eine Bombe neben ihm hätte hochgehen können, ohne, dass er das merkt, weiß aber mit Sicherheit, dass hier nichts gefährliches stattgefunden hat)

Daher kann man zu der Frage im fiktiven Fall :lol:
Zitat:
Meine Fragen: Wie verhält sich Person A (Sohn und Fahrer) am besten? Wie verhält sich Person B (Vater und Beifahrer) am besten? Immer aus juristisch geschickter (nicht moralischer) Sicht.


nur nochmals wiederholen, was im 1. Beitrag schon steht: Sich im Bedarfsfall juristisch vertreten zu lassen.

und zu

soerter hat geschrieben:
Aber in diesem Fall ist es eine (fiktive) wahre Aussage, was aber den beiden Personen A (Sohn) und B (Vater) nicht wirklich hilft bei der auch im Forum erkennbaren Voreingenommenheit.


So kann sich natürlich jede unliebsame Antwort schön reden. Alles nicht wahr, nur voreingenommene Leute am Werk. Echte Polizisten und Co würden das natürlich sofort erkennen, dass die Staatsanwaltschaft das sofort einstellen würde.

Nun in diesem fiktiven 8) Fall ist das egal.

In einem realen sollte der Betreffende, selbst wenn es sich so zugetragen hat zur Kenntnis nehmen, dass es a) eventuell schwierig wird mit der Glaubwürdigkeit, wenn er sich- wie fiktiv hier- in Widersprüche verstrickt und auf Fragen oder Zweifel mit Vorwürfen reagiert und b) der Richter sich durchaus - je nach Schaden- die Frage stellen könnte, ob der Betreffende noch ein wenig Nachschulung oder eine kleine Pause vom anstrengenden Fahrgeschäft benötigt, da er dies mit anderen Tätigkeiten (wie reden) nicht kombinieren kann.


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BeitragVerfasst: 29.07.17, 14:27 
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Beiträge: 4701
soerter hat geschrieben:

Meine Fragen: Wie verhält sich Person A (Sohn und Fahrer) am besten?


vielleicht nochmals kurz zur Klärung und gerade nach all den widersprüchlichen Darstellungen des TE hier die Antwort zu diesem fiktiven Fall

Bloß nichts selbst und ohne juristischen Beistand zur Aussage bringen.


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BeitragVerfasst: 29.07.17, 14:31 
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Beiträge: 260
soerter hat geschrieben:
Nein, ich meine [...] Polizistinnen und Polizisten


Super Idee... :roll: Für die gendergerechte Sprache kriegen Sie nen rosa Keks, der Rest ist eher zum Haareraufen. Rechtsberatung und Polizisten, schlimmer geht's ja kaum noch.


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BeitragVerfasst: 29.07.17, 16:00 
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Also, vielen Dank! Ich gebe zu, ich habe mich an einigen Stellen ungenau ausgedrückt...Ich würde (stark) vermuten, dass der Fall eingestellt würde, aber sicher bin ich mir keineswegs. Sonst würde ich nicht schreiben. Und doch: der Fall ist fiktiv, auch wenn er an die Erzählung eines Freundes angelehnt ist.

Mit freundlichen Grüßen
MSO


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BeitragVerfasst: 29.07.17, 16:12 
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Wohnort: Auf diesem Planeten
soerter hat geschrieben:
Ich würde (stark) vermuten, dass der Fall eingestellt würde,
dann lag das aber eher an den Aussagen der Zeugen. :wink:

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BeitragVerfasst: 29.07.17, 16:27 
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Zitat:
Und doch: der Fall ist fiktiv, auch wenn er an die Erzählung eines Freundes angelehnt ist.
Bei hier im Forum besprochenen Straftaten gibt es grundsätzlich zwei Kategorien von Fällen: die fiktiven Fälle und die, die "einem Freund passiert" sind... :wink: Ihrer gehört also beiden Kategorien an.

_________________
Grüße, Susanne


Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 29.07.17, 16:39, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 29.07.17, 16:28 
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Lieber Herr "Meisenkaiser",

wieso die Wut im anonymen Netz?:

Zitat: "Für die gendergerechte Sprache kriegen Sie nen rosa Keks, der Rest ist eher zum Haareraufen. Rechtsberatung und Polizisten, schlimmer geht's ja kaum noch."

Ich verstehe zwar, dass die Anonymität einen dazu bringt, Dampf abzulassen, aber es muss doch nicht sein...

In diesem Sinne noch ein schönes Wochenende.

MfG
MSO


Zuletzt geändert von soerter am 29.07.17, 17:12, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 29.07.17, 16:31 
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Liebe SusanneBerlin,

genau, mein Fall gehört beiden Kategorien an. Beweisen kann ich es nicht, aber zum Glück: muss ich das ja hier auch nicht. :lol:

Mit herzlichen Grüßen
MSO


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BeitragVerfasst: 29.07.17, 16:34 
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BeitragVerfasst: 29.07.17, 17:18 
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Dieter_Meisenkaiser hat geschrieben:
Evariste hat geschrieben:
Statt eines anderen Fahrzeugs könnte da auch ein Kind gestanden haben.

Oder ein Erwachsener. Ach nee, Erwachsene sind nicht so schlimm, oder?

Kinder sind nun mal besonders gefährdet, da man sie leichter übersieht und sie sich auch der Gefahr nicht so bewusst sind.

soerter hat geschrieben:
auch Erwachsene sind im Regelfall durch ein auf dem Fahrplatz anfahrendes Auto (mit vielleicht 5 KM/H) nicht so gefährdet, dass ich das für wahrscheinlich halte, dass ein Staatsanwalt/Staatsanwältin auf so eine Idee kommt...


Wenn ein Kind unter die Räder kommt, dann ist es egal, wie schnell das Auto war. Schwerste Verletzungen drohen - so ein Auto wiegt mehr als eine Tonne. Z. B.:
Zitat:
Gegen 08.30 Uhr wollte die Mutter rückwärts aus ihrer Garage am Bismarckplatz fahren. Aus bisher ungeklärter Ursache übersah sie ihren kleinen Jungen. Der Zweijährige erlitt schwerste Verletzungen und wurde von den herbeigerufenen Rettungskräften noch vor Ort intensivmedizinisch behandelt. Kurze Zeit verstarb der Junge im Krankenhaus, wie die Polizei in Recklinghausen unserer Redaktion bestätigte.

(Quelle: RP-Online)


soerter hat geschrieben:
ich bin mir doch ziemlich sicher, dass dieser Fall eingestellt würde...

Denkbar wäre hier eine Einstellung nach § 153a StPO, d. h. der Fahrer wird aufgefordert, 1000 Euro (oder so) an eine gemeinnützige Einrichtung zu zahlen. Der Fahrer kann sich dann überlegen, ob er das Risiko eines Strafprozesses eingeht. ...


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BeitragVerfasst: 29.07.17, 20:16 
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Beiträge: 2456
Wohnort: Niedersachsen
Wenn der Unfall definitiv nicht bemerkt wurde, wird es auch nicht als Unfallflucht angesehen, denn dazu müsste man von diesem Unfall Kenntnis haben, um zu flüchten:
Zitat:
...
Und auch in dem Fall, dass Ihnen der Unfall gänzlich unbemerkt bleibt und Sie erst durch ein Ermittlungsverfahren gegen Sie hiervon erfahren, gilt: Haben Sie den Unfall verursacht, so bleibt dies trotzdem ohne strafrechtliche Folgen wenn festgestellt wird, dass Sie den Zusammenstoß nicht bemerken konnten, also nicht vorsätzlich handelten (BVerfG, Beschluss vom 19.3.2007, 2 BvR 2273/06).

Bleiben Sie aber bei der Wahrheit, denn ob ein Unfall wahrnehmbar war, lässt sich nachträglich anhand des Schadens durch Sachverständigengutachten feststellen. Wenn Sie sehen, hören oder durch einen Ruck wahrnehmen, dass Ihr Fahrzeug mit einem anderen zusammen gestoßen ist, prüfen Sie, ob es zu keinem Schaden gekommen ist. Bedenken Sie auch, dass es Zeugen geben könnte.
Quelle

_________________
Ich bin kein Jurist.
- alle Angaben ohne Gewähr -


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BeitragVerfasst: 29.07.17, 22:01 
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Die Frage, die ich mir stelle, wie ist das, wenn der Sachverständige zu dem Ergebnis kommt, dass man "normalerweise" den Unfall hätte merken müssen. Hilft dann wirklich die Einrede "ich war abgelenkt"?


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