Navigationspfad: Home arrow Foren
Foren
recht.de • Thema anzeigen - Das mit der Bombe wuerde schneller gehen
Aktuelle Zeit: 20.11.17, 08:34

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 110 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5 ... 8  Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 20.12.11, 12:15 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 27.01.05, 02:00
Beiträge: 13326
Wohnort: Internet
Eine einzelne Küste ist viel einfacher (und billiger) zu schützen als eine dämliche Insel mit viel schlechteren Verhältnis von Fläche/Umfang..

Vor allen Dingen ist es ja nicht so, also ob der Meeresspiegel explisionsartig ansteigt. Das erlebt die nächsten Generation doch eher nicht mehr selbst wenn es so kommen würde. Das Haus kann man immer noch problemlos bauen und da sein Leben drin wohnen...

_________________
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 21.12.11, 01:46 
Offline
Interessierter

Registriert: 18.12.11, 18:45
Beiträge: 19
Hi,

Bleiben wir doch bitte bei dem Hamburgischen WohnraumschutzGesetz.

Das Grundgesetz Artikel 13 - Unverletzlichkeit der Wohnung - wurde in § 16 des HmbWoSchG eingeschraenkt, damit die staedtischen Beamten "unangemeldet" und "jederzeit" meine Wohnung, mein Eigentum betreten duerfen.(§ 13 des HmbWoSchG ) Mir sind Faelle bekannt, in denen Beamte drohten, die Tuer gewaltsam zu oeffnen.

Haette ich vor meinem Ableben fuer meine Kinder Gold gekauft oder Oldtimer, so wuerde mir niemand vorschreiben, wie ich mein Eigentum nutze. In der Annahme, dass meine 4 Kinder spaeter Wohnraum brauchen, habe ich aber angebaut.

Und bei mir kommen keine Billigmieter rein. Es soll uebrigens in D 15 000 Mietnomaden geben. Hier lassen Politik und Gerichte die Vermieter alleine. Dies stellt seit Jahrzehnten eine Rechtsverweigerung unseres Staates dar. (Nebenbei: Nach dem Rousseau'schen Gesellschaftsvertrag unterwerfen sich die Buerger dem Staat, der dafuer Sicherheit garantiert. Diese verweigert dieser STaat uns und daher sind wir Buerger gar nicht mehr an die Gesetze dieses Staates gebunden ) Kein Wunder, dass nicht mehr gebaut wird.

Ich verstehe auch - jetzt ganz ehrlich - das Gestoehne ueber "hohe Mieten" nicht. Wenn ich so auf die Strasse sehe, so fahren immer mehr Leute SUV-Autos. die 50 - 90 000 Euro kosten und Unmengen Benzin verbrauchen. Auch fuer das Autowaschen scheinen die Leute Unmengen Geld auszugeben, ebenso fuer die neuesten Handys etc.

Und dann wollen diese Leute billig wohnen ? Damit die Vermieter die Angeberei der Mieter finanzieren ?

Hier in Hamburg - sehe den Post-Anfang - hat ein Immobilienbesitzer weniger Rechte als ein Krimineller. Denn der darf doch nur "bei Gefahr in Verzug" oder auf der Flucht in seiner Wohnung aufgesucht werden.

In Hamburg wie gesagt, und ihr koennt es nachlesen, ist ein Beamtenbesuch JEDERZEIT und UNANGEMELDET moeglich. Grundgesetz eingeschraenkt.

Haltet ihr das - jetzt ohne Zynik etc - fuer angemessen und richtig ??


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 21.12.11, 07:06 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 19.08.05, 13:20
Beiträge: 20560
Wohnort: Zwischen Flensburg und Sonthofen
Hallo,

das

Zitat:
In Hamburg wie gesagt, und ihr koennt es nachlesen, ist ein Beamtenbesuch JEDERZEIT und UNANGEMELDET moeglich. Grundgesetz eingeschraenkt.


ist perse nicht verboten, siehe Artikel 13 Abs. 3 GG. Solange das Gesetzgebungsverfahren ordentlich gelaufen ist, das Zitiergebot eingehalten wurde, der Kernbereich des Grundrechts unangetastet bleibt, ist eine Einschränkung des Grundrechts zulässig (siehe dazu Art. 19 GG).

Das Recht auf Eigentum ist im Übrigen kein schrankenloses Grundrecht, sondern unterliegt ebenso grundgesetzlich zugelassenen Beschränkungen. So nennt bereits Art. 14 Abs. 2 eine maßgebliche Schranke:

Zitat:
Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.


Selbst in diesem Falle
Zitat:
Haette ich vor meinem Ableben fuer meine Kinder Gold gekauft oder Oldtimer, so wuerde mir niemand vorschreiben, wie ich mein Eigentum nutze.

unterliegt das Eigentum der Sozialbindung indem andere Steuersätze gelten.

Im Übrigen steht es Ihnen frei, den nicht vermieteten Wohnraum zu veräußern, da sind Sie völlig frei in Ihrer Handlungsfreiheit. Nur einfach unvermietet leerstehen zu lassen, will der Hamburger Senat ihn offensichtlich nicht.

Hat die Frankfurter Wohnraumspekulantenszene seit den späten sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts alles bereits erlebt und hinter sich. Ist im Übrigen juristisch "abgegessen".

_________________
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 21.12.11, 07:23 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 15.02.08, 02:19
Beiträge: 6143
Zitat:
Das Grundgesetz Artikel 13 - Unverletzlichkeit der Wohnung - wurde in § 16 des HmbWoSchG eingeschraenkt, damit die staedtischen Beamten "unangemeldet" und "jederzeit" meine Wohnung, mein Eigentum betreten duerfen.(§ 13 des HmbWoSchG ) Mir sind Faelle bekannt, in denen Beamte drohten, die Tuer gewaltsam zu oeffnen.


Von unangemeldet und jederzeit hab ich da jetzt nichts gefunden. Eher dass staatliche Stellen prüfen dürfen ob eine Wohnung überbelegt ist oder ob sie zum Wohnen oder doch als Büro genutzt wird. Die gewerbliche Nutzung von Wohnraum ist je nach Widmung fast überall unzulässig.
Streng doch eine Verfassungsklage an, dann weisst du sicher ob eine Einschränkung dieses Grundrechts hier zulässig ist. Es gibt so einige Grundrechte die per Gesetz eingeschränkt werden dürfen.

Zitat:
Und bei mir kommen keine Billigmieter rein.
Auch nicht wenn die Arge die Miete direkt überweist? Was sind denn überhaupt "Billigmieter"?

Zitat:
Ich verstehe auch - jetzt ganz ehrlich - das Gestoehne ueber "hohe Mieten" nicht. Wenn ich so auf die Strasse sehe, so fahren immer mehr Leute SUV-Autos. die 50 - 90 000 Euro kosten und Unmengen Benzin verbrauchen. Auch fuer das Autowaschen scheinen die Leute Unmengen Geld auszugeben, ebenso fuer die neuesten Handys etc.


In Hamburg haben wohl die wenigsten ein Auto. Die mit den SUVs wohnen entweder nicht in HH oder wenn die sich Wohnung, Auto und Einstellplatz leisten können, leisten die sich den Wohnraum den sie wollen. Die jammern dann dass die Wohnung 10.000/Monat kostet und der Zugang zum Schwimmbad nicht 24h möglich ist sondern nur 22h....

Wie letztens in einem Fernsehmagazin berichtet wurde gibt es das Problem mit Mietnomaden aber es ist durch die Medien viel zu sehr hochgepusht worden. So gibt es wie bei anderen "Verbrechen" ein hohes aber unrealistisches Unsicherheitsgefühl. Es stimmt aber dass Vermieter wenn sie das Pech haben auf so jemanden hereinzufallen keinen optimalen Schutz haben.
Aber genauso wenig wie ein Ladenbesitzer alle Kunden unter Verdacht stellen darf (geheime Kameras, Durchsuchungen) so wenig darf ein Vermieter alle Mieter unter Generalverdacht stellen.

HH scheint einige finanzielle Probleme zu haben, die sind wie ich letztens gelesen habe ziemlich Pleite. Kindergartenplätze kaum zu bekommen und sündhaft teuer, Sanierungsstau in den Schulen etc. aber immerhin habe sie eine Philharmonie :D die hat zwar noch nie im eigenen Haus gespielt aber sie ist da und bekommt überal Asyl.

_________________
"Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft."
George Bernard Shaw


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 22.12.11, 08:08 
Offline
Interessierter

Registriert: 18.12.11, 18:45
Beiträge: 19
"Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."

Wenn Eigentum verpflichtet, warum gilt dies nur wenn man Wohnraum geschaffen hat ? Gerne akzeptiere ich diese Norm, dann aber soll auch dies gelten:

1. Wer Autos fuer 20 - 80 ooo Euro besitzt, der muss es verkaufen, darf nur eine alte Kruecke fahren und muss den Verkaufserloes an Obdachlose, Kindergaerten, Schulen abgeben.

2. Ebenso wer Schmuck hat, muss diesen verkaufen und den Verkaufserloes wie oben einsetzen

3. Auch unnoetig viel Bargeld, sagen wir mehr als 1000 Euro, muss abgegeben werden. Denn "Eigentum verpflichtet"

4. Und um die Frauen auf die Palme zu bringen (Spass) Wer mehr als 4 Paar Schuhe hat, muss wie oben verfahren.

Komisch, niemand verlangt das, obwohl doch angeblich "Eigentum verpflichtet". Wie schon gesagt: Haette ich ein Flugzeug,Yacht,Oldtimer gekauft und nicht gebaut, dann haette ich freie Hand.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 22.12.11, 09:13 
Offline
FDR-Moderator

Registriert: 09.12.06, 17:23
Beiträge: 19404
KlausP. hat geschrieben:
"Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."

Wenn Eigentum verpflichtet, warum gilt dies nur wenn man Wohnraum geschaffen hat ? ...
Es lohnt sich schon, den ganzen Art. 14 GG, also auch den Absatz 1 zu lesen. Stammtischgeplänkel bringt uns nicht wirklich weiter, wohl aber Wiki.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 22.12.11, 09:19 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 19.08.05, 13:20
Beiträge: 20560
Wohnort: Zwischen Flensburg und Sonthofen
Da werden wieder Äpfel mit Birnen verglichen, wesentliche Steuervergünstigungen für oder bei der Erstellung von Wohnraum unterschlagen, sowie die schlichte tatsache, dass das kritisierte Gesetz ja nicht die Vermietung "für umme" vorschreiben will.

Der Konsument teurer Schlitten aus der Schublade "Autos die die Welt nicht braucht" oder des Luxusschmucks leistet seinen Beitrag ja bereits über die Märchensteuer und alleine die Tatsache des Konsums.

Und wie gesagt:

Dem Immo-Eigentümer wird ja nicht wirklich etwas weggenommen.
Es soll nur verhindert werden, dass er unnötigen Landschaftsverbrauch für nothing betreibt, ums flappsig auszudrücken.

Ein Verkauf wird nicht verboten, lediglich der spekualtive Leerstand soll bekämpft werden.

_________________
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 22.12.11, 23:37 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 19.06.05, 10:42
Beiträge: 2248
Ronny1958 hat geschrieben:
lediglich der spekualtive Leerstand soll bekämpft werden.


Leerstand ist nicht immer spekulativ, wird dann aber von Vorschriften wie denen in Hamburg trotzdem betroffen.

An meinem vorherigen Wohnort - nicht in Hamburg - (am jetzigen kenne ich die Nachbarschaft noch nicht so genau) gab es im Umkreis von wenigen hundert Metern um meine Wohnung drei mir bekannte seit Jahren leer stehende Wohnungen. Es handelte sich um eine Wohnsiedlung mit Häusern aus den fünfziger bis siebziger Jahren, überwiegend Doppelhäuser mit je zwei Wohnungen pro Hälfte. Die waren seinerzeit meistens von Familien oder nahe Verwandten gemeinsam gebaut worden: Die Eltern in der einen Wohnung, die Familie des erwachsenen Sohnes in der anderen. Oder Geschwister haben gemeinsam gebaut: Die Familie des einen Bruders im Erdgeschoss, die des anderen im Obergeschoss.

Später sind die Eltern verstorben, oder der eine Bruder ist ausgezogen, weil seine Familie größer wurde oder weil er aus beruflichen Gründen anderswohin ging. Die übrig gebliebene Familie hat die leergewordenee Wohnung zunächst - natürlich - vermietet. Mittlerweile besteht auch die übriggebliebene dort wohnende Familie oft nur noch aus der bejahrten Witwe. Mit den Mietern ist sie an sich gut klar gekommen. Dann aber hat sie einen Mietnomaden erwischt oder - genau so problematisch - einen aggressiven, seine Rechte rücksichtslos bis aufs äußerste und dann noch darüber hinaus ausschöpfenden Mieter, dem die Witwe nicht gewachsen war. Wenn der Mieter dann doch einmal auszog, hat sie aufgeatmet und die Wohnung künftig leer stehen lassen, aus Furcht, angesichts des geltenden, die einfachen Vermieter letztlich hilflos stellenden Rechts so etwas noch einmal erleben zu müssen, wozu sie die Kraft nicht hatte.

Nach den oben genannten Hamburger Vorschriften, wenn ich sie richtig verstehe, hätte die Witwe mit erheblichen rechtlichen Sanktionen zu rechnen - weil sie in ihrem vor Jahrzehnten unter massivem eigenem Konsumverzicht mühsam errichteten Eigentum friedlich leben und sie überfordernde Auseinandersetzungen vermeiden möchte.

Was ich hier schildere, ist meines Erachtens keine seltene und deswegen unbedeutende Ausnahme. Vielmehr findet man solche Konstellationen landauf, landab in stark unterschätzter Zahl, weil die Betroffenen ja in keiner Weise irgendwie organisert sind und auf sich aufmerksam machen. Wenn Wohnungsmangel herrscht, ist die ein viel zu wenig beachteter Faktor.

Gruß,
moro


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 23.12.11, 00:41 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 15.02.08, 02:19
Beiträge: 6143
Zitat:
Wenn der Mieter dann doch einmal auszog, hat sie aufgeatmet und die Wohnung künftig leer stehen lassen, aus Furcht, angesichts des geltenden, die einfachen Vermieter letztlich hilflos stellenden Rechts so etwas noch einmal erleben zu müssen, wozu sie die Kraft nicht hatte.

Dabei wird aber hier jetzt verkannt, dass es für vom Vermieter selbst bewohnte und nur mit bis zu 2 (?) weiteren Einheiten ausgestatte Häuer wesentlich vereinfachte Kündigungsmodalitäten gibt.

Zitat:
Vielmehr findet man solche Konstellationen landauf, landab in stark unterschätzter Zahl, weil die Betroffenen ja in keiner Weise irgendwie organisert sind und auf sich aufmerksam machen.


Doch, die meissten Leute in diesen alten Wohnsiedlungen sind seit Jahrzehnten in Siedlerbünden oder bei Haus&Grund organisiert.

Bei uns gibt es viele solche Häuser, oft wohnten dort bis zu 3 eng verwandte Familien. Aber die Hütten sind so klein, dass man bequem eine Wohneinheit daraus machen kann.

Das Gesetz in Hambur ist auch nichts wirklich neues. Früher gab es sowas fast überall. Kann sich jemand erinnern dass nach dem Krieg in die kleinste Wohnung Flüchtlinge mit einquartiert wurden?
Ich auch nicht :lachen:

Noch nicht ganz so lange her sind die ZEiten in denen 50 Polen in eine 2 Zimmer-Wohnung gepfercht wurden um ordentlich Miete zu kassieren.
Haben nicht grade vor recht kurzer Zeit Hamburger Vermieter Hartz IV EmpfängerInnen zu horrrenden Mieten in Bruchbuden unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen untergebracht?

_________________
"Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft."
George Bernard Shaw


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 23.12.11, 07:40 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 19.08.05, 13:20
Beiträge: 20560
Wohnort: Zwischen Flensburg und Sonthofen
Zitat:
Was ich hier schildere, ist meines Erachtens keine seltene und deswegen unbedeutende Ausnahme. Vielmehr findet man solche Konstellationen landauf, landab in stark unterschätzter Zahl, weil die Betroffenen ja in keiner Weise irgendwie organisert sind und auf sich aufmerksam machen. Wenn Wohnungsmangel herrscht, ist die ein viel zu wenig beachteter Faktor.


Natürlich habe ich auch Verständnis für solche Situationen, keine Frage.

Ich kann mir aber schlecht vorstellen, obwohl ich solche "Doku"-Berichte in den Privatsendern durchaus auch mal anschaue, dass es eine Mietnomadenschwemme gibt.

Zitat:
Die übrig gebliebene Familie hat die leergewordenee Wohnung zunächst - natürlich - vermietet. Mittlerweile besteht auch die übriggebliebene dort wohnende Familie oft nur noch aus der bejahrten Witwe.


Diese Ömekens kenne ich zur Genüge, ich bewohne ein Haus welches früher im Besitz einer solchen alleingebliebenen Witwe war. Ich bin mir mit dem Sohn langfristig über sehr gute Konditionen einig geworden weil er ebenso wie ich die Realität erkannte.

M.E. sind die Ömekens oftmals falsch und/ oder schlecht beraten, oftmals auch von solchen Siedlungsbauneueheimathausundgrundeigentum-Verbänden, die einfach den Blick für die Realität und das tatsächlich Machbare verloren haben.

Die Häuser sind natürlich durch viel Eigenleistung, Idealismus, Inkaufnahme von Entbehrungen etc pp und trallala errichtet worden. Oftmals nur mit dem Nötigsten ausgestattet worden.
Übergroße kaum zu unterhaltende Baugrundstücke von 1000 und mehr m² kommen hinzu.

Da sitzt dann das fast 90 Jahre alte Ömmeken mit der Beamtenpension des Erbauers einigermaßen zurechtkommend (aber mehr auch nicht) und versucht (es bleibt beim Versuch) das Haus zu halten.

ANstatt dieser Dame den einzig richtigen Rat zu geben:

Verkaufen Sie an ein junges Paar, nehmen Sie nötigenfalls einen geringeren Erlös als gedacht in Kauf, damit jemand das Haus übernimmt und saniert,
werden ihr (von diesen Hausundgrundundwieauchimmerheinis) Flöhe in die Ohren gesetzt über erzielbare m²-Preise von Häusern (allerdings besser in Schuß), die bei diesen Siedlungshäusern einfach völlig an der Realität vorbeigehen.

Erste Konsequenz:

Oma bewohnt allein ein Haus mit 100 und mehr m² welches sie selbst bei guter Kondition einfach nicht allein unterhalten kann (allein die wöchentliche Grundstückspflege kostet min. 2 Stunden Arbeit).

Zweite Konsequenz:

Da nicht genug Pension/ Rente etc. da ist, kann das Haus nicht modernisert werden, Erben sind keine vorhanden oder völlig desinteressiert.

Dritte Konsequenz:

Das heiligshäusle mit blutenden Fingern selbst erbaut bleibt sowohl energetisch als auch insgesamt in seiner Substanz hinter den Neubauten noch weiter zurück.

Die ringsum zu beachtende Folge ist ein schleichender Verfall einer ganzen Siedlung.
Und das ist nur die Folge bei einer Stadt mit 20.000 Einw..

Auf den Dörfern ringsum siehts noch schlimmer aus.

---------

_________________
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10.01.12, 08:43 
Offline
noch neu hier

Registriert: 10.01.12, 08:20
Beiträge: 1
Wenn ich mich auf den enstprechenden Online-Portalen umschaue, gibt es in Hamburg eine Menge Ferienwohnungen. Ich vermute, dass die wenigsten (oder niemand?) eine Ausnahmegenehmigung besitzt.
Trotzdem die Frage:
- Hat schon jemand eine Ausnahmegenehmigung beantragt?
- Wenn ja, wie wurde entschieden, Begründungen usw.
- Welche Kriterien müssen vorhanden sein, um eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 13.01.12, 20:06 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 15.02.06, 16:05
Beiträge: 5332

Themenstarter
KlausP. hat geschrieben:
Ich teile deine Ansichten. Hier in Hamburg ist zur Zeit die Jagd auf Vermieter angesagt. Der Vorsitzende des Mietervereins nennt uns Vermieter, wenn wir Wohnungen als Bueros nutzen, DIEBE !! Das Abendblatt nennt Vermieter,die Ferienwohnungen vermieten BETRUEGER.

Lustig.
Gibts einen Link dazu?
KlausP. hat geschrieben:
Die Internetseite versucht gegen das Wohnraumschutzgesetz in Hamburg vorzugehen.

Viel Erfolg dabei, meines Erachtens aber hoffnungslos.
Als Grund seien beispielhaft die das Hamburger Gesetz befürwortenden Post angeführt. EIgentlich alles ganz gebildete Leute, die auch politisch informiert sind.
Hatte ich im Anfangspost gesagt, dass das Gesetz gegen das GG verstößt?
Nein, trotzdem drehen sich die Antworten darum, dass das Gesetz doch GG konform sei und andere Ansichten fragwürdig.
Dabei war meine Frage nur (da das Gesetz ziemlich sicher GG konform ist), warum niemand auf die Idee zu kommen scheint, dass so ein Gesetz voll nach hinten los gehen kann. Vor allem in Anbetracht dessen, dass selbst linke Ökonomen meinen, dass Vermieter drangsalieren Probleme verursachen kann, die vom Umfang her nur von einem Flächenborbardement übertroffen werden.

Ich hatte mal die naive Vorstellung, dass bei solchen Gesetzen, wenn man sie im kleinen Kreis unter den wichtigen in der Partei abends fern des Stadtrates/Parlament beschlossen hat, sich beim zuprosten mit dem vierten Bier, wieviel man für die armen und unterdrückten tut, irgendwer nicht doch mal meldet und fragt "Leute, wird das Gesetz die Situation wirklich verbessern? Die bösen Kapitalisten könnten auch irgendwann mal keine Lust mehr haben, was machen wir dann?".

Gibt es wohl aber nicht, selbst hier im Thread kann keiner die Frage mal offen betrachten, sie ist von vorneherein beantwortet, es wird schon irgendwie gehen.
KlausP. hat geschrieben:
Darf ich dich fragen, wieweit du betroffen bist von den Hamburger Gesetzen ??

Nein.
Hab aber schon die Konsequenzen von Wohnraummangel zu genüge kennen gelernt. Im wesentlichen verursacht dadurch, dass man ja bloss nichts zubetonieren will. Um Glück bin ich beim letzten Umzug an ehemalige geldgierige Grossbrauern geraten, die zu Zeiten wo es sowas wohl noch gab, eine Baugenehmigung für ihre gesamte Fläche bekommen haben. Sind jetzt ca. 150 Häuser mit wohl zufriedenen Bewohnern und den ehemaligen Großbauern geht es auch nicht sonderlich schlecht.
Mir ein Rätsel warum sich der Staat da groß einmischen sollte, außer vielleicht um darauf zu achten, das Verkehrs-, Wasser- und Elektrizitätsinfrastruktur an anderer Stelle nicht überlastet wird.

Und ich werd selbst wenn ich mal Geld habe, garantiert keinen Wohnraum bauen, um zu vermieten. Wenn schon Immobilien dann irgendwelche Fonds, die Gewerbeflächen vermieten, umwandeln in Wohnraum werden die, sollte es sich mal wieder lohnen.

Allerdings grad fällt mir ein, vielleicht gibts ja auch Konsequenzen für mich. Es werden zu wenig Kinder geboren und ich meine es gibt eine französische Studie, die einigermassen belegt, dass Kinderzahl und Wohnraum korreliert sind. (Was nicht mal überraschend ist.)

Und echten GG-Spießern könnte auch noch in den Sinn kommen, dass nach GG2 und BVerfG "Meinung" ungeborene Menschen auch Menschen sind und das von diesen ca. 100000 im Jahr aufgrund Veranlassung der Mutter getötet werden. Wieviele tausend Mütter sich wohl zu einer Abtreibung jedes Jahr entschliessen, weil letzlich Stadträte/Parlamentarier gegens Bäume fällen waren und die Vermieter durch lustige Gesetze dazu brachten lieber als Gewerbefläche zu vermieten?

edit:
Und es ist deprimierenderweise nicht notwendig irgendetwas über Hamburg zu wissen. Daraus dass dort solche Gesetze beschlossen werden ist bereits offensichtlich, dass Wohnungsmangel herrscht und Wohnraumbesitzer, also Leute die entweder selber gebaut haben oder die die, die gebaut haben, gut bezahlt haben, unbeliebt sind. Als wenn Wohnraumbesitzer drangsalieren, die Wohnfläche ernsthaft vergrössern kann. Natürlich hilfts kurzfristig, aber dann sollte man wenigstens einen langfristigen Plan haben. Aber den gibts wohl eher nicht, sonst müsste man Meldungen lesen, dass Umweltschützer protestieren, weil so viel gebaut wird.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 13.04.12, 23:13 
Offline
Interessierter

Registriert: 18.12.11, 18:45
Beiträge: 19
"Daraus dass dort solche Gesetze beschlossen werden ist bereits offensichtlich, dass Wohnungsmangel herrscht "

Hallo,

Also, da bist du aber gutgläubig. Nein, niemand in Hamburg weiss, ob und wieviele Wohnungen fehlen. Der Mieterverein spricht mal von 90 000, mal von 30 000 Wohnungen, die Wohnungsbaugenossenschaften, Makler, Gutachter von 15 000.

Bis auf die "üblichen" Obdachlosen hat aber jeder - auch die sozial Benachteiligten - in Hamburg ein Dach über dem Kopf.

Carn, das Gesetz wurde von einem Rot_grünen Senat verlängert, weil " die Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum zu angemessenen Bedingungen besonders gefährdet" ist, sein soll.

Eine Vermutung auf den blauen Dunst hin, da es keine Zahlen gibt. Und nach dem Gesetz müsste die Versorgung ... BESONDERS .. gefährdet sein.

Unsere Website, deren Link hier nicht erscheinen darf, hat immerhin geschafft, dass Focus, Welt, Spiegel berichtet haben mit " Eine Stadt jagt Vermieter".

Jeder, der investieren könnte in Wohnraum in Hamburg wie ich wird hiervon jetzt die Hände lassen. Wer lässt sich schon freiwillig enteignen ?
------
Ich schätze deine Beiträge, Carn. Aber dass du schreibst: "Daraus dass dort solche Gesetze beschlossen werden ist bereits offensichtlich, dass Wohnungsmangel herrscht "...

Weisst du nicht, dass der Bundestag die EU-Verfassung beschloss, ohne auch nur den Artikel 1 dieser Verfassung zu kennen ? Dass der Bundestag dem Euro-Rettungschirm zustimmte, ohne zu wissen, um wieviele Milliarden es ging ? (Es geht um Interviews von Monitor am Morgen der Bundestagabstimmungen )

Wenn solche fundamentalen Gesetze ungelesen beschlossen werden, wer mag dann dies Hamburger Gesetz gelesen haben, zumal es nur den Wohnraummangel für die Zukunft( nämlich 2008 - 2018 ) postuliert ? Und wie kann man 2008 den Wohnungsmangel in HH bis 2018 behaupten, wenn doch der Hambruger Senat bis 2017 30 000 neue Wohnungen bauen will ? Der Senat muss ja hellseherisch sein.

Mir sagte mal ein CDU-Abgeordneter in HH unverhohlen, dass er gar nicht alles lesen könne, worüber er abstimme.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 13.04.12, 23:40 
Offline
Interessierter

Registriert: 18.12.11, 18:45
Beiträge: 19
Funkie hat geschrieben:
Wenn ich mich auf den enstprechenden Online-Portalen umschaue, gibt es in Hamburg eine Menge Ferienwohnungen. Ich vermute, dass die wenigsten (oder niemand?) eine Ausnahmegenehmigung besitzt.
Trotzdem die Frage:
- Hat schon jemand eine Ausnahmegenehmigung beantragt?
- Wenn ja, wie wurde entschieden, Begründungen usw.
- Welche Kriterien müssen vorhanden sein, um eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten?


Funkie,

Es gibt keine Ausnahmegenehmigungen, weil unerwünscht. Selbst ein Kindergarten, der in einem zweigeschossigen Haus schon das Erdgeschoss nutzte, durfte in Hamburg nicht sich auf die Wohnung in der ersten Etage erweitern,weil dies Fremdentfremdung von Wohnraum sein würde, so das Gericht.

Das Verwaltungsgericht Hamburg empfahl tatsächlich dem Kindergarten, sich in einem Gewerbegebiet ausserhalb Hamburgs nieder zu lassen.

Wer es nicht glaubt, möge googeln. Es ist ja auch unglaublich.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 18.04.12, 06:36 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 15.02.06, 16:05
Beiträge: 5332

Themenstarter
KlausP. hat geschrieben:
Also, da bist du aber gutgläubig. Nein, niemand in Hamburg weiss, ob und wieviele Wohnungen fehlen. Der Mieterverein spricht mal von 90 000, mal von 30 000 Wohnungen, die Wohnungsbaugenossenschaften, Makler, Gutachter von 15 000.

Ok, aus dem beschlossenen Gesetz folgt erstens, dass die Regierung meint es herrscht Wohraummangel.
KlausP. hat geschrieben:

Jeder, der investieren könnte in Wohnraum in Hamburg wie ich wird hiervon jetzt die Hände lassen. Wer lässt sich schon freiwillig enteignen ?

Und zweitens, dass wenn noch kein Wohnraummangel herrscht, es bei Durchsetzung des Gesetzes zu einem kommen wird.
Konkretes Beispiel auch die Vermieter aus dem Spiegelartikel. Die Verkaufen ihre Wohnung jetzt. Hätten sie Spass am Vermieten und Gewinn dadurch gehabt, hätten sie möglicherweise stattdessen mehr in Wohnungen investiert.

Spannend ist die Frage, wie lange es noch gutgeht bzw. ob sich politisch was ändert. Denn was mir auffällt ist, dass praktisch überall grundsätzlich mehr Wohnungen und Häuser verkauft werden als vermietet. Wenn jemand auf Geld aus ist, wäre es ihm ja egal ob er verkauft oder vermietet und viele Häuser und Wohnungen würden sowohl zum Verkauf als auch zur Vermietung zur Verfügung stehen. Tatsächlich scheinen aber von denen, die Häuser/Wohnungen auf den Markt bringen können, nur ein Teil vermieten zu wollen.

Des Weiteren sind die Kaufpreise im Vergleich zu den Mieten viel zu hoch. Bei den paar Fällen die man findet, wo sowohl ein Kaufpreis als auch eine Miete angegeben werden ist das Verhältnis Jahreskaltmiete/Kaufpreis ca. 1 zu 25 bis 30. Da die Jahreskaltmiete gar nicht Reingewinn ist hat man als Vermieter nur eine Realverzinsung unterhalb von 3%, dafür aber potentiellen Ärger mit Vermietern.

Das ist langfristig nur dann eine stabile Situation, wenn Vermieter sich damit trösten können, dass der Wohnungspreis steigt und sie irgendwann mit Gewinn erkaufen können. Wenn der Wohnungsmarkt aber nur mit steigenden Preisen funktioniert ist das wie aus den USA bekannt mit Risiken behaftet.
KlausP. hat geschrieben:
Und wie kann man 2008 den Wohnungsmangel in HH bis 2018 behaupten, wenn doch der Hambruger Senat bis 2017 30 000 neue Wohnungen bauen will ?

Das wäre schön, wenn der Hamburger Senat tatsächlich 30000 neue Wohnungen bis 2017 bauen würde. Dann würden die nur noch wenig Zeit haben Gesetze zu beschliessen und würden was für ihre Fitness tun. Wobei zu zwölft wird das in 5 Jahren sehr schwierig zu schaffen sein.
Oder anders ausgedrückt, der Hamburger Senat baut gar nichts. Bauen tun die vom Hamburger Steuerzahler bezahlten Bauarbeiter.
KlausP. hat geschrieben:
Mir sagte mal ein CDU-Abgeordneter in HH unverhohlen, dass er gar nicht alles lesen könne, worüber er abstimme.

Weswegen ich schon die lustige Idee hatte, dass jedes Gesetz vorm BT oder sonstigen Parlamenten vor der Abstimmung vollständig vorgelesen werden muss und nur die Abgeordneten abstimmungsberechtigt sind, die, bis vielleicht auf gelegentliche Toilettenpausen, durch regelmäßigen Knopfdruck ihre Anwesenheit und Wachheit nachgewiesen haben. Zusätzlich können nur Gesetze beschlossen werden, wenn wenigstens ein gewisser Teil der Abgeordneten zustimmt.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 110 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5 ... 8  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
©  Forum Deutsches Recht 1995-2017. Anbieter: Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim , RB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail info[at]recht.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Lesen Sie hier unsere Mediadaten!