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recht.de • Thema anzeigen - INKASSO Forderung an Erben
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 Betreff des Beitrags: INKASSO Forderung an Erben
BeitragVerfasst: 08.09.17, 12:03 
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Beiträge: 23
Guten Tag zusammen,

gerne würde ich folgenden Fall beschreiben:

Ein Elternteil verstirbt 2009. Das Ehepaar hatte ein sog. Berliner Testament. Die beiden Kinder haben keinerlei höhere Ansprüche, als die ihnen gesetzlich zustehenden, erhoben. Offenbar existierte bereits seit 2005 ein Titel gegenüber des verstorbenen Elternteil. 2016 verstirbt der zweite Elternteil. Die beiden erwachsenen Kinder schlagen beim Amtsgericht das Erbe aus.
Nun, ein Jahr nach dem Tod, fordert ein Inkasso-Unternehmen, mit Bezug auf den Titel des 2009 verstorbenen Elternteil, eine gewisse Summe mit der Begründung das man 2009 Miterbe geworden sei. Dies gehe aus dem gemeinschaftlichem Erbschein des Nachlassgerichts vor.

Wie berechtigt ist die Forderung des Inkasso-Unternehmens? Kann sich die Forderung tatsächlich gegen die Kinder bzw. gegen ein Kind richten? Ist die Bezeichnung "Miterbe" aus dem Jahre 2009 immer noch zutreffend, obwohl 2016 das Erbe des zweiten verstorbenen Elternteil ausgeschlagen wurde?

Schon einmal ganz vielen Dank für die Anmerkungen und Erläuterungen zu diesem Fall.

Mit besten Grüßen,

Soema


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 Betreff des Beitrags: Re: INKASSO Forderung an Erben
BeitragVerfasst: 08.09.17, 12:17 
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Beiträge: 325
So ganz blicke ich bei der Geschichte nicht durch.
wo kommt ein "gemeinsamer Erbschein" her? Nach welchem Todesfall ist denn dieser angebliche gemeinsame Erbschein ausgestellt worden? Wer steht denn da drauf als Erbe ?

"Berliner Testament" und "gemeinsamer Erbschein" würden sich zumindest für den Erbfall 2009 gegenseitig ausschließen.


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 Betreff des Beitrags: Re: INKASSO Forderung an Erben
BeitragVerfasst: 08.09.17, 12:27 
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Beiträge: 8869
Zitat:
Ist die Bezeichnung "Miterbe" aus dem Jahre 2009 immer noch zutreffend,
Die Bezeichnung "Miterbe " war auch 2009 nicht zutreffend, wenn 2009 nur der Elternteil geerbt hat (typisch für Berliner Testament) und die Kinder nur ihre gesetzlichen Pflichtteile gefordert haben. Dann sind die Kinder keine Erben gewesen, auch keine Miterben.

alana4 hat geschrieben:
So ganz blicke ich bei der Geschichte nicht durch.
wo kommt ein "gemeinsamer Erbschein" her? Nach welchem Todesfall ist denn dieser angebliche gemeinsame Erbschein ausgestellt worden? Wer steht denn da drauf als Erbe ?
Das Inkasso-Büro behauptet laut SV, es gäbe einen gemeinsamen Erbschein, der die Kinder als Miterben ausweist. Soll das Inkasso-Büro doch diesen gemeinsamen Erbschein vorlegen.

_________________
Grüße, Susanne


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 Betreff des Beitrags: Re: INKASSO Forderung an Erben
BeitragVerfasst: 08.09.17, 15:50 
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Beiträge: 23

Themenstarter
Vielen Dank!


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 Betreff des Beitrags: Re: INKASSO Forderung an Erben
BeitragVerfasst: 08.09.17, 20:19 
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Registriert: 02.02.09, 13:21
Beiträge: 5171
Zitat:
Das Ehepaar hatte ein sog. Berliner Testament.


Und dieses Testament liegt dem Nachlassgericht vor?

Zitat:
Die beiden Kinder haben keinerlei höhere Ansprüche, als die ihnen gesetzlich zustehenden, erhoben.


Was ist damit gemeint?


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 Betreff des Beitrags: Re: INKASSO Forderung an Erben
BeitragVerfasst: 08.09.17, 21:19 
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Registriert: 19.05.05, 15:17
Beiträge: 2387
Wohnort: Niedersachsen
hambre hat geschrieben:
Was ist damit gemeint?
Ich nehme mal an, dass damit gemeint ist, dass die gesetzlichen Pflichtteilsansprüche nicht eingefordert wurden.
hambre hat geschrieben:
Und dieses Testament liegt dem Nachlassgericht vor?
Wäre es denn problematisch, wenn es nach Versterben des Letztlebenden nicht mehr existiert, die vorher Pflichtteilsberechtigten aber gar nicht wussten, dass es nicht vorgelegt wurde und sie damit im Erbschein stünden? Ein Pflichtteilsanspruch verjährt ja, wie aber sieht es mit einem nicht angenommenen Erbteil bei Nichtwissen aus?

_________________
Ich bin kein Jurist.
- alle Angaben ohne Gewähr -


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