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recht.de • Thema anzeigen - Privatartikel verkauft, nach wenigen Defekt
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BeitragVerfasst: 21.06.17, 05:20 
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Registriert: 21.06.17, 05:08
Beiträge: 1
Ich habe als Verkäufer eine Maschine über ein Auktionsportal via Kleinanzeige verkauft.

Der Käufer kam, ich macht die Maschine an und sie lief. Der Käufer konnte uneingeschränkt testen. Das tat er aber nicht, sondern machte die Maschine nur an und ließ sie "laufen" Es kam zum Kauf und ich wurde zwei Tage später auf der Mailbox um Rückruf gebeten. Dem bin ich nach 5 Tagen nachgekommen und da offenbarte er, dass die Maschine defekt ist.

Nun behauptet er, sie war vorher schon defekt und ich sage nein, da ich diese bis zum Schluss benutzt habe.

Er will klagen und pocht auf Rücknahme.

Da es keinen Kaufvertrag gibt, und er mir den Mängel nicht schriftlich angezeigt hat, kann das jeder behaupten. Außerdem hat er versucht, die Maschine zu reparieren. Ich vermute, er hat Sie selber kaputt gemacht.

Wie ist die Rechtslage?


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BeitragVerfasst: 21.06.17, 07:52 
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Beiträge: 176
Natürlich gibt es einen Kaufvertrag. Nur eben mündlich geschlossen - Geld gegen Ware. Wie ist die Rechtslage? Beim privaten Verkauf gebrauchter Güter kann die Sachmängelhaftung ausgeschlossen werden. Wurde sie ausgeschlossen? Formulierung (z.B. im Angebotstext)? Wie wurde der Artikel angeboten ("funktionierend", "läuft fehlerfrei"....)?

Wenn der Artikel als funktionierend angeboten und verkauft wurde (i.d.R. reicht es schon, wenn er nicht als "defekt" oder "zum Ausschlachten" angeboten wurde) und die Sachmängelhaftung nicht ausgeschlossen wurde, haftet der Verkäufer eben auch für ihm unbekannte Mängel (die Haftung für verschwiegene Mängel kann ohnehin nicht ausgeschlossen werden).


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BeitragVerfasst: 21.06.17, 07:54 
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FDR-Moderator

Registriert: 31.01.05, 08:14
Beiträge: 16655
Wohnort: Auf diesem Planeten
mirk909 hat geschrieben:
Da es keinen Kaufvertrag gibt, und er mir den Mängel nicht schriftlich angezeigt hat, kann das jeder behaupten.
Es gibt keine Formvorschrift bezüglich einer Mangelanmeldung und er darf behaupten, da die Sachmangelhaftung ja nicht ausgeschlossen wurde und somit die Beweislage beim Verkäufer liegt.
mirk909 hat geschrieben:
Außerdem hat er versucht, die Maschine zu reparieren. Ich vermute, er hat Sie selber kaputt gemacht.
Kann dies bewiesen werden, ist der Verkäufer wieder raus.

_________________
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.
Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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BeitragVerfasst: 21.06.17, 08:20 
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Registriert: 24.07.07, 09:47
Beiträge: 4804
Wohnort: Rhein/Ruhrgebiet
mirk909 hat geschrieben:
Da es keinen Kaufvertrag gibt, ...

Hallo und herzlich willkommen!
Zuerst einmal: Kaufverträge müssen nicht zwingend schriftlich verfasst werden!
Es bieten sich aber durchaus Vorteile, wenn man dieses tut!
Sie berichten, dass die Maschine via "Kleinanzeige" offeriert wurde. Daher wäre
es wichtig, welche "Zusagen" in der Anzeige gemacht wurden.
Grundsätzlich müssen Waren die Verkauft werden "Mangelfrei" sein.
Unter Umständen können Sachmängel ausgeschlossen werden!
Auch hier wäre anzuraten, diesen Ausschluss schriftlich fest zu halten!

Ab wann ein beanstandeter "Mangel" ein "Sachmangel" im rechtlichen Sinne ist, kann manchmal einige Fragen aufwerfen. Dieses kann man pauschal nicht so beantworten. Das sollte genauer durchleuchtet werden.


mirk909 hat geschrieben:
... und er mir den Mängel nicht schriftlich angezeigt hat, kann das jeder behaupten.
Auch hier ist die Form nicht vorgegeben, wie und auf welcher weise ein Käufer sich beschwert bzw dieser eine Reklamation auslöst.
Zu raten wäre: Eine Angabe wann und was genau reklamiert wird mit dem herantragen des Wunsches bzw der Forderung(en).

mirk909 hat geschrieben:
Außerdem hat er versucht, die Maschine zu reparieren.

Es gibt umstände die eine Selbstvornahme als zwingend/notwendig zu erachten sein könnten. Das hängt dann vom Umfang oder Art des Mangels und seinen Auswirkungen ab. Aber üblicherweise wird ein Mangel zeitnah bei Feststellung/Kenntnisnahme dem Verkäufer angezeigt.

mirk909 hat geschrieben:
Ich vermute, er hat Sie selber kaputt gemacht.
Da befinden sie sich im Reich der Spekulationen und ist wenig hilfreich.



mirk909 hat geschrieben:
Wie ist die Rechtslage?
Für eine Beurteilung der Rechtslage, helfen (kostenpflichtige) Rechtsanwälte. Eine Beratung hier wäre weder erwünscht noch zulässig!


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