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recht.de • Thema anzeigen - Gärtner ruiniert Hecke - Schadenersatz?
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BeitragVerfasst: 05.08.17, 12:47 
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Ausgangssituation:
Frau M besitzt ein größeres Grundstück, das von einer Thuja-Hecke umgeben ist (insgesamt ca. ~100 Meter Hecke).
Sie beauftragt den Gärtner G, der schon seit 10 Jahren Gartenpflege- und Rasenmäharbeiten bei ihr durchführt, die Hecke zu schneiden. Der letzte Schnitt ist einige Jahre her, daher ist die Hecke entsprechend üppig gewachsen. G hat in der Vergangenheit bereits Schneidearbeiten an der Hecke durchgeführt, die immer zu M's Zufriedenheit waren.
Nach den Arbeiten von G ist die Hecke jedoch diesmal in einem katastrophalen Zustand. Die einzelnen Bäume sind nicht auf gleichmäßige Höhe gekappt, sondern total schief und teilweise um mehr als die Hälfte gekürzt. Äste ragen in die Nachbargrundstücke und braune Stellen wurden großflächig freigelegt. Die Hecke wird zum Gespött des Dorfes.
M verweigert die Zahlung der Rechnung, und fordert G im Gegenzug zu Nachbesserungsarbeiten auf. Dieser kündigt mehrmals an, noch nachschneiden zu wollen, was jedoch nie durchgeführt wird.

So geht ein Jahr ins Lande bis M schließlich schriftlich auffordert, die Arbeiten umgehend ordnungsgemäß abzuschließen und ansonsten mit rechtlichen Schritten droht. Es kommt zu einem Gespräch vor Ort mit G, der hier jedoch plötzlich behauptet nie von Nachbesserungswünschen gehört zu haben. Stattdessen ist G der Meinung die Hecke sei absolut ordnungsgemäß geschnitten worden, und es wäre vielmehr M's Schuld dass die Hecke in diesem desolaten Zustand ist, da sie zuvor jahrelang nicht gepflegt wurde. Ausserdem wäre ja auch nie vertraglich festgehalten worden, in welchem Zustand bzw. in welcher Höhe die Hecke nach den Arbeiten sein soll.

Wie ist hier die Rechtslage, bzw. was kann M tun?
Ist ein Gärtner nicht für angenommene Aufträge in gewisser Weise Haftbar bzw. Schadenersatzpflichtig wenn sie nicht fachgerecht ausgeführt werden?
Wenn G zweifel daran hat, dass die Hecke ordnungsgemäß geschnitten werden kann, hätte er dies nicht vor Auftragsannahme äußern müssen?
Kann man sich wirklich mit der Aussage "es gab keine definitive Vereinbarung über den Endzustand" aus der Affäre ziehen? So könnte ja jeder Gärtner alle Bäume auf Bodenhöhe kürzen und müsste dann noch dafür bezahlt werden.

Ergänzung:
M hat zwischenzeitlich einen zweiten Gärtner, ein in der Gegend sehr bekanntes und rennomiertes Unternehmen, beauftragt sich die Hecke anzuschauen und den Zustand zu beurteilen. Dieser zweite Gärtner, G2, sagte dabei aus, dass die Hecke eigentlich nur noch entfernt werden könne, da sie komplett ruiniert sei.


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BeitragVerfasst: 06.08.17, 02:09 
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Registriert: 02.11.12, 21:26
Beiträge: 378
Wohnort: Bonn
Der letzte Absatz erinnert mich an Friseurbesuche... Egal bei welchem Künstler des Gewerbes man vorher war, der nächste sagt IMMER, dass die Haare TOTAL verschnitten sind. Auf solche Äusserungen würde ich persönlich keinen Cent geben.

_________________
Verba docent, exempla trahunt et quae nocent, docent.


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