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recht.de • Thema anzeigen - Ausstehende Zahlungen bzw. Forderungen gegenüber Schuldnern
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BeitragVerfasst: 01.10.17, 14:09 
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Beiträge: 142
Hallo,
habe mal eine Frage.... Ein Gläubiger bekommt Geld von einer Firma (Immobilienanlagen)... Zahlungen sind ausgeblieben, Gläubiger hat herausbekommen, daß ein Insolvenzverfahren gegen die Firma eröffnet wurde, Strafantrag wurde gegen die Firma gestellt.... Alle Versuche, Klage zu stellen, da keine ladungsfähige Anschrift vorhanden., scheitern..... Staatsanwaltschaft teilte mit, daß beide hauptverantwortliche Täter zu langen Haftstrafen verurteilt wurden.... Was kann der Gläubiger noch unternehmen, an sein Geld zu kommen? Vielen Dank.


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BeitragVerfasst: 01.10.17, 14:58 
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Registriert: 17.01.14, 09:25
Beiträge: 3743
marborus hat geschrieben:
Gläubiger hat herausbekommen, daß ein Insolvenzverfahren gegen die Firma eröffnet wurde ...
Was kann der Gläubiger noch unternehmen, an sein Geld zu kommen?

Forderung ist beim Insolvenzverwalter angemeldet worden? Wenn wird der ggf vorhandenes Restvermögen verteilen.


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BeitragVerfasst: 02.10.17, 06:44 
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Registriert: 02.03.16, 15:55
Beiträge: 528
@marborus

Und noch ein Post, dass nur aus Widersprüchen besteht. Denkt Ihr auch mal nach, bevor Ihr postet?
Aber euer Kummerkasten wirds schon richten!

"[...] keine ladungsfähige Anschrift vorhanden[...]" und damit Ende Gelände? Oder etwa nicht?

Hätte man doch die Staatsanwaltschaft gefragt:

"[...] Staatsanwaltschaft teilte mit, daß beide hauptverantwortliche Täter zu langen Haftstrafen verurteilt wurden[...]" Hoppla! Die SA wusste, dass die beiden längst sitzen. Seit Jahren schon.
Interessanterweise kennt die SA aber den Verbleib nicht und kann daher nicht laden?
Befindet sich die JVA denn noch im Rohbauzustand und steht deshalb noch nicht im Telefonbuch?

Auch hat die Staatsanwalt, die hier gemeint ist, eine sehr merkwürdige Angewohnheit: sie teilt mit, die Täter gefunden zu haben, die StA ermittelt also, ohne dass man eine Anzeige "gestellt" hat.
Die StA hat also ganz aus eigenem Antrieb heraus ermittelt, dass die beiden Fraglichen hier die Haupttäter sind. Und das sogar, nachdem die Täter bereits einsitzen. Wohl nichts besseres zu tun gehabt? Sommerloch oder was ?

Man würde ja eigentlich erwarten, dass ein Tatverantwortlicher nicht bereits seit Jahren einsitzt. Ein Sitzender zählte doch aber eher zu den Überführten und Verurteilten, nicht?
Sobald jemand sitzt, kann man außerdem vermuten, dass "sein Fall" seitens der StA als ausermittelt gilt.

Auch die Täter verhalten sich recht ungewöhnlich: die melden aus dem Knast heraus eine "'Firma" an und sammeln Geld ein. Dies, obwohl sie seit Jahren im Bau sind.
Den Handelsregisterauszug ("Der Name des Kaufmanns"=Firma) möchte ich gern sehen. Darf ich?

Aber die Gute Nachricht ist. dass die Halunken schon sitzen.


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BeitragVerfasst: 02.10.17, 07:25 
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Registriert: 05.11.12, 13:35
Beiträge: 9704
Zitat:
Alle Versuche, Klage zu stellen, da keine ladungsfähige Anschrift vorhanden., scheitern.....
Eine Firma (GmbH, UG, E.K., OHG) muss eine ladungsfähige Anschrift haben, diese ist beim Registergericht eingetragen. Post die an diese Anschrift gechickt wird gilt als zugestellt.

Zitat:
Gläubiger hat herausbekommen, daß ein Insolvenzverfahren gegen die Firma eröffnet wurde,

Wenn über die Firma Insolvenz eröffnet wurde, meldet man seine Forderungen beim zuständigen Insolvenzgericht an und hofft, dass der Insolvenzverwalter noch etwas Geld "findet" was an die Gläubiger nach Quote verteilt wird.

Zitat:
daß beide hauptverantwortliche Täter zu langen Haftstrafen
Es ist zunächst kein Verbrechen, mit einer Firma pleite zu gehen, da müssen schon Handlungen wie Betrug oder Insolvenzverschleppung dazukommen um sich strafbar zu machen. Wenn eine Insolvenzverschleppung vorliegt, ist u.U. der Geschäftsführer mit seinem Privatvermögen für die offenen Forderungen in der Haftung. Das sollte man von jemanden prüfen lassen, der sich damit auskennt (Anwalt).

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 02.10.17, 10:27 
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Beiträge: 142

Themenstarter
Jetzt stellt Euch mal vor, Ihr habt einern Laien vor Euch.... Ich danke Euch für die Antworten... Aber ich verstehe nur "Bahnhof"... Die Angelegenheit ist mir ernst....

Aus meiner Sicht sind da keine Widersprüche.... Nach den Vorfällen sind die Täter verurteilt worden... Es ensteht keine ladungsfähige Anschrift, weil Post, Einschreiben usw. als unzustellbar zurückgekommen sind.... RA sagt, ohne dessen, kann man nichts machen....

Ich habe immer den Eindruck, wenn ein Rechtsanwalt sagt, er kann da nichts (mehr) tun, dann hat er keine Lust, keine Motivation oder was anderes.....

Bei der Insolvenzverwalterin, welche der Gläubiger zufällig herausbekommen hat, hat der Gläubiger ein Schreiben geschickt, daß noch diverse Forderungen bestehen, aber (noch) keine Antwort bekommen....

Es war ja auch Betrug.. Was da von anderer Seite kam weiß ich nicht.....

Wie gesagt, nochmal, ein Rechtsanwalt tut nichts mehr, da es für ihn keine Möglichkeiten (mehr) gibt, also muß der Gläubiger sich selber drum kümmern....


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BeitragVerfasst: 02.10.17, 11:33 
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Registriert: 04.07.12, 13:01
Beiträge: 1464
Sitzen die Herren nun im Knast oder nicht? Wenn ja gibt es doch eine Adresse, nämlich die der JVA. Wenn man nicht weiß welche dann einfach mal den Telefonhörer in die Hand nehmen und alle in Frage kommenden durchtelefonieren. Ob man damit Erfolg hat muss man sehen (Datenschutz). Ich hatte letztens mal so eine Sache, da hat die JVA telefonisch bestätigt dass Herr X momentan dort erreichbar ist.

Wenn der Gläubiger Forderungen gegen eine Firma hat, die sich in Insolvenz befindet, ist eh der Insolvenzverwalter der richtige Ansprechpartner. Dem gegenüber muss man doch seine Forderungen zur Tabelle anmelden. Hat sich der Gläubiger die Mühe gemacht den zuständiger Insolvenzverwalter herauszufinden? Dafür braucht man keinen Anwalt.


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BeitragVerfasst: 02.10.17, 13:59 
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Registriert: 31.05.15, 07:19
Beiträge: 1911
Nach meiner unmaßgeblichen Meinung als Laie sollte die Adresse hier nicht mehr erheblich sein, wenn bereits Insolvenzantrag gestellt oder gar das Verfahren eröffnet wurde... (oder it es mangels Masse schon wieder durch??)

Wär da nicht der solvenzverwalter, wenn er bestellt ist, nicht ein Ansprechpartner oder das Insovenzgericht?
... aber auch die Anschrift des "Täters" sollte nicht so unmöglich zu ermitteln sein, wnn der schon auf Staatskosten verpflegt wird...

Also ich bezweifele, dass der Anwalt gesagt hat er kann nichts tun weil die Adrsse fehlt - höchstens weil kein Geld mehr da ist und der Täter die nächsten 10 Jahre mit sicherheit auch an keines mehr kommt :lachen:
....wobei: soweit ich weiß, kann wenn deliktische Haftung vom Zivilgercht festgestellt wird, gegen die Person auch nach einer Insolvenz vollstreckt werden... grob gesagt...


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