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recht.de • Thema anzeigen - Eigentum und Besitz - Verkauf durch Dritte
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BeitragVerfasst: 08.11.17, 07:09 
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Hallo,

ein Mieter verkauft eine Mietsache, die vertraglich benannt wurde, z.B. Kühlschrank.

So ist also der Vermieter der Eigentümer des Kühlschrankes, der Mieter ist nur Besitzer.


Der Mieter möchte den Kühlschrank verkaufen, der Vermieter schreibt ihm, dass " er das erledigen könne".


Fragen: Ist das ein konkreter Verkaufsauftrag?

Hat der Mieter widerrechtlich gehandelt?

Ist der Verkauf daher wirksam?

Hätte der Mieter zuvor ein Verkaufsangebot dem Vermieter vorlegen müssen, ob der mögliche Verkaufspreis angenommen.


Warum in diesem Forum: Ist das strafbar?



Vielen Dank, Grüsse, Win


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BeitragVerfasst: 08.11.17, 07:27 
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Beiträge: 17512
Wohnort: Daheim
Winfried M. hat geschrieben:
Ist das ein konkreter Verkaufsauftrag?

Hat der Mieter widerrechtlich gehandelt?

Ist der Verkauf daher wirksam?

Hätte der Mieter zuvor ein Verkaufsangebot dem Vermieter vorlegen müssen, ob der mögliche Verkaufspreis angenommen.


Warum in diesem Forum: Ist das strafbar?

Ja
Nein
Ja
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Nein

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Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
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Und unsere Hooligans grüße ich mit einem freundlichen "AHOI" :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 08.11.17, 07:55 
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Registriert: 05.11.12, 13:35
Beiträge: 9704
Antworten gibt es auch hier:
Mieter verkauft Mietsache Da wurde der Kühlschrank noch ohne Wissen des Vermieters verkauft.

Man fragt sich zwar, welches Interesse der Vermieter daran haben könnte, dass der Mieter den mitgemieteten Kühlschrank verkauft (und der VM anschließend einen neuen Kühlschrank kaufen muss), aber wenn das so abgelaufen ist wie hier im neuen thread geschildert, dass der Vermieter den Verkauf erlaubt hat und der Mieter dem nachgekommen ist, dann ist das natürlich nicht strafbar. Wo soll die verbotene Handlung sein?

_________________
Grüße, Susanne


Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 08.11.17, 08:23, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 08.11.17, 08:18 
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Beiträge: 6939
Winfried M. hat geschrieben:
...
Der Mieter möchte den Kühlschrank verkaufen, der Vermieter schreibt ihm, dass " er das erledigen könne".
...



Hallo,

man muss da differenzieren:

1. Vermieter billigt den Verkauf seines Eigentums
2. Vermieter billigt das nicht, bzw. hat davon gar keine Kenntnis

Hier geht es um Variante 1, da verkauft dann nicht der Mieter, sondern technisch gesehen der Mieter im Auftrag des Vermieters. Der Vermieter ist also in Wahrheit der Verkäufer, das bedeutet dann auch, dass ihm, nicht dem ihn vertretenden Mieter der Kaufpreis zusteht. Er, der Vermieter haftet dann auch dem Käufer, falls es irgendwelche Probleme gibt, Mängel o.ä.

Var. 2 wäre dagegen strafbare Unterschlagung und auch zivilrechtlich würde sich ein ganzer Rattenschwanz von Problemen ergeben.


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BeitragVerfasst: 08.11.17, 17:38 
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Wer ist hier der Dritte?

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Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.
Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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BeitragVerfasst: 10.11.17, 08:09 
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Beiträge: 271

Themenstarter
Hallo,



ktown: der Dritte ist der Mieter


freemont: Ich meine, es fällt unter Ihre Variante 2:

Die Verkaufsanfrage des Mieters an den Vermieter war ca. Februar 2015 und ab diesem Zeitpunkt hatte der
Vermieter nichts mehr von der Sache gehört.
Aufgefallen war es dem Vermieter erst beim Auszug des Mieters Ende April 2017 (festgehalten im Übergabeprotokoll mit Zeugen).

Der Mieter gab also erst nach 2 Jahren zu, den Kühlschrank (= Mietsache) verkauft zu haben.
Der Vermieter wusste also nicht, ob und zu welchem Preis der Kühlschrank verkauft wurde.

Ein zu niedriger Verkaufspreis hätte nie die Zustimmung des Vermieters gefunden.
Hätte der Mieter als "Verkaufsagent" nicht zuvor den möglichen Verkaufspreis dem Vermieter als Eigentümer mitteilen müssen?

Fazit: Kühlschrank ist durch Verkauf weg und der Vermieter hat kein Geld davon gesehen.

Kann für dieses Verhalten der Mieter strafrechtlich belangt werden?

Der Mieter bot an, eine Entschädigungszahlung über die Rückzahlung der Kaution abzurechnen. Ist das zulässig?



vielen Dank, mit freundlichen Grüssen vom Win


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BeitragVerfasst: 10.11.17, 08:24 
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Beiträge: 17075
Wohnort: Auf diesem Planeten
Winfried M. hat geschrieben:
ktown: der Dritte ist der Mieter
Nö. Der ist Besitzer.

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BeitragVerfasst: 10.11.17, 08:30 
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Beiträge: 9704
als thread-Titel Winfried M. hat geschrieben:
Eigentum und Besitz - Verkauf durch Dritte
Winfried M. hat geschrieben:
ktown: der Dritte ist der Mieter
Nein, der Mieter ist einer der beiden Personen "Eigentümer" und "Besitzer" bzw. "Vermieter" und Mieter", Dritter wäre der Käufer des Kühlschranks.

Zitat:
Ein zu niedriger Verkaufspreis hätte nie die Zustimmung des Vermieters gefunden.
Hätte der Mieter als "Verkaufsagent" nicht zuvor den möglichen Verkaufspreis dem Vermieter als Eigentümer mitteilen müssen?
Genausogut könnte man sagen, wenn der VM die Zustimmung zum Verkauf des Kühlschranks ohne weitere Konditionen wie Mindestpreis erteilt, dann muss der VM eben damit leben, dass der Mieter den Preis selbst festlegt. Hätte der VM nicht einen Mindestpreis festlegen können? Hätte der VM nicht nachfragen können, zu welchem Preis der Mieter den KS zu verkaufen gedenkt? Hätte der Vermieter sich nicht erkundigen können, welcher Preis erzielt wurde?

Zitat:
Fazit: Kühlschrank ist durch Verkauf weg und der Vermieter hat kein Geld davon gesehen.
Dass es überhaupt seltsam ist, dass der VM den Verkauf eines vermieteten Gegenstands durch den Mieter gestattet, schrieb ich bereits. Wieso hat der VM den Verkauf genehmigt aber sich nie drum gekümmert, den Verkaufspreis vom Mieter zu erhalten?

Zitat:
Kann für dieses Verhalten der Mieter strafrechtlich belangt werden?
Diese Frage wurde in diesem thread bereits zweimal beantwortet:
Tastenspitz hat geschrieben:
Nein

SusanneBerlin hat geschrieben:
wenn das so abgelaufen ist wie hier im neuen thread geschildert, dass der Vermieter den Verkauf erlaubt hat und der Mieter dem nachgekommen ist, dann ist das natürlich nicht strafbar. Wo soll die verbotene Handlung sein?


Zitat:
Der Mieter bot an, eine Entschädigungszahlung über die Rückzahlung der Kaution abzurechnen. Ist das zulässig?
Wenn sich Mieter und VM einig sind, kann man das so machen, das ist nicht verboten. Allerdings hat der VM nicht den Anspruch auf eine Entschädigung sondern auf den vom Mieter eingenommenen Verkaufspreis des Kühlschranks. Diesen erzielten Preis des Kühlschranks kann man durchaus mit der Kaution verrechnen wenn der Mieter einverstanden ist. Warum soll das nicht zulässig sein? Der Vermieter ist doch gar nicht verpflichtet, eine Kaution zu nehmen.

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 10.11.17, 08:42 
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Winfried M. hat geschrieben:
...
freemont: Ich meine, es fällt unter Ihre Variante 2:

Die Verkaufsanfrage des Mieters an den Vermieter war ca. Februar 2015 und ab diesem Zeitpunkt hatte der Vermieter nichts mehr von der Sache gehört.
...



Nein, das ist doch einfach nicht wahr:

Zitat:
Der Mieter möchte den Kühlschrank verkaufen, der Vermieter schreibt ihm, dass " er das erledigen könne".


Der Vermieter/Eigentümer hat den Verkauf autorisiert. Er hat Anspruch auf Auskehr des Erlös gegen den Mieter, der muss auch entsprechend Auskunft geben und ggf. beweisen, wie hoch der Erlös war. Ggf. wird sachverständig geschätzt und der Betrag von der Kaution einbehalten.


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