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recht.de • Thema anzeigen - Ehrenamtliche Arbeit ohne Arbeitserlaubnis?
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BeitragVerfasst: 09.11.17, 18:34 
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Darf ein nicht EU-Bürger mit geregeltem Aufenthaltsstatus in Deutschland einer (sozialen) ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehen, für die maximal eine sogen. Aufwandsentschädigung gezahlt wird und die mit einer Ausbildung verbunden ist (Sanitäter, Pflegehelfer etc.)?

Bitte wenn möglich ges. Quellen oder Grundsatzurteile mit angeben, wenn bekannt.


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BeitragVerfasst: 09.11.17, 18:48 
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Da eine ehrenamtliche Tätigkeit kein Arbeitsverhältnis ist, enthält die Fragestellung keine arbeitsrechtlichen Aspekte. Die Frage ist im Ausländerrecht besser aufgehoben. Ich werde eine Verschiebung anregen.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 10.11.17, 12:58 
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Bitte genau angeben: welchen Aufenthaltstitel hat der Ausländer?


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BeitragVerfasst: 10.11.17, 22:16 
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locarno hat geschrieben:
Bitte genau angeben: welchen Aufenthaltstitel hat der Ausländer?


Griechische Behörden haben am 13.10, eine bis zum 12.10.2018 befristete Aufenthalts und Arbeitserlaubnis erteilt. Wenn ich das richtig verstehe, gilt die Aufenthaltserlaubnis für dien EU, die Arbeitserlaubnis aber nur für Griechenland.


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BeitragVerfasst: 11.11.17, 09:13 
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Die Frage war nicht, wie lange der Titel noch gültig ist, sondern welcher Art der Titel ist (nach welchem Gesetz und Paragraph). Handelt es sich möglicherweise um ein Schengen-Visum?

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 11.11.17, 14:56 
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SusanneBerlin hat geschrieben:
Die Frage war nicht, wie lange der Titel noch gültig ist, sondern welcher Art der Titel ist (nach welchem Gesetz und Paragraph). Handelt es sich möglicherweise um ein Schengen-Visum?



Ich muss das so vermuten, denn das Dokument ist ausschließlich in Griechisch (Schrift und Sprache) ausgestellt und daher kann ich es nicht lesen. Es scheint in Griechenland zu genügen, sich zu verloben, um einen solchen Titel zu bekommen...


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BeitragVerfasst: 11.11.17, 15:13 
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Sieht es so aus?

https://www.google.de/search?q=schengen ... zbqBHC2KEI

Ist es laminiert wie ein Personalausweis oder ist es ein Zettel aus Papier?

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 11.11.17, 15:40 
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Wohnort: Düsseldorf
SusanneBerlin hat geschrieben:
Sieht es so aus?

https://www.google.de/search?q=schengen ... zbqBHC2KEI

Ist es laminiert wie ein Personalausweis oder ist es ein Zettel aus Papier?


nein, es sieht so aus: https://www.dropbox.com/s/v54r88543n2nb ... m.jpg?dl=0


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BeitragVerfasst: 11.11.17, 15:48 
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Ein Schengenvisum ist das mAn. nicht. Vielleicht melden sich ja noch jemand, der so ein Dokument schon mal gesehen hat und es einordnen kann.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 11.11.17, 16:05 
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Zitat:
Es scheint in Griechenland zu genügen, sich zu verloben, um einen solchen Titel zu bekommen...


was für ein Titel?
offenbar kann man das Dokument ja nicht lesen, wie will man wissen, dass das ein Titel ist?

Es gibt Länder, in denen Anträge wie ein Dokument mit Titel aussehen.


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BeitragVerfasst: 12.11.17, 00:44 
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winterspaziergang hat geschrieben:
Zitat:
Es scheint in Griechenland zu genügen, sich zu verloben, um einen solchen Titel zu bekommen...


was für ein Titel?
offenbar kann man das Dokument ja nicht lesen, wie will man wissen, dass das ein Titel ist?

Es gibt Länder, in denen Anträge wie ein Dokument mit Titel aussehen.


Das muss ich einräumen. Mir wurde von der betroffenen Person gesagt, es handle sich um das oben beschriebene. Ich sehe ein, dass dies vor jedem weiteren Schritt zweifelsfrei geklärt sein muss, weil alle Ratschläge zu meiner Frage anderenfalls unter Vorbehalt stehen;- was sie allerdings nicht nutzlos machen würde. Einschätzungen oder Erfahrungen würden mir auch schon helfen.


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BeitragVerfasst: 12.11.17, 09:01 
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Mark Herzog hat geschrieben:
winterspaziergang hat geschrieben:
Zitat:
Es scheint in Griechenland zu genügen, sich zu verloben, um einen solchen Titel zu bekommen...


was für ein Titel?
offenbar kann man das Dokument ja nicht lesen, wie will man wissen, dass das ein Titel ist?

Es gibt Länder, in denen Anträge wie ein Dokument mit Titel aussehen.


Das muss ich einräumen. Mir wurde von der betroffenen Person gesagt, es handle sich um das oben beschriebene. Ich sehe ein, dass dies vor jedem weiteren Schritt zweifelsfrei geklärt sein muss, weil alle Ratschläge zu meiner Frage anderenfalls unter Vorbehalt stehen;- was sie allerdings nicht nutzlos machen würde. Einschätzungen oder Erfahrungen würden mir auch schon helfen.

Hier sind zu viele Fragen offen.
Nehmen wir mal an, das Dokument sei lediglich der Antrag auf Aufenthalt.
Was würde sich dann ändern? Sie hätte noch gar keinen geregelten Aufenthalt. Mit entsprechenden Folgen für die Frage.

In welchem Land befindet sich die Betreffende? mit welchen Dokumenten ist sie ins Land gekommen? was wurde ihr von deutschen Behörden ausgestellt?
Haben deutsche Behörden das Dokument gesehen, übersetzt...? Im Einzelfall wäre diese Behörde auch der Ansprechpartner für die Frage.

Fraglich ist zudem nicht nur die Arbeitserlaubnis und ob sie ehrenamtlich gegen Aufwandsentschädigung was machen kann, sondern auch ihr Berechtigung eine Tätigkeit an anderen Menschen, genannt sind Pflege oder als Sanitäter auszuüben, für die eine- noch nicht geprüfte?- Ausbildung erforderlich ist.


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BeitragVerfasst: 12.11.17, 10:50 
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Offenbar ist das kein Visum, das für Deutschland gültig ist (da sich keine Eintragungen auf Deutsch, Englisch oder Französisch finden). Demnach dürfte der Aufenthalt unzulässig sein, also auch ehrenamtliche Tätigkeiten.


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BeitragVerfasst: 12.11.17, 11:15 
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Hier war nie die Rede von einem Visum sondern von einer Aufenthaltserlaubnis. Ist ein großer Unterschied. Der Erläuterung nach hat derjenige/diejenige eine AE für Griechenland für 1 Jahr (mit der er/sie in Griechenland wohnen und arbeiten darf) und befindet sich zur Zeit in Deutschland. Arbeiten darf er/sie in D damit auf alle Fälle nicht. Das darf er/sie nur in Griechenland. Und aufhalten darf er/sie sich in Deutschland damit auch nicht unbegrenzt sondern 90 Tage innerhalb von 180 Tagen. Eine ehrenamtliche Tätigkeit in diesem Zeitraum auszuführen halte ich für sehr gewagt, noch dazu wenn sie in irgendeiner Art und Weise entlohnt wird. Dazu müsste derjenige ja auch einen Ehrenamtsvertrag unterzeichnen, damit er/sie zumindest versichert ist. Welcher e.V. tut sich das an? Ehrenamlich tätig sein kann man nur für einen entsprechenden Träger. Alles andere ist Schwarzarbeit. Mit Paragrafen dazu kann ich nicht dienen. Wenn es ein größerer e.V. ist (Caritas o.ä.), dann sollten sie sich mit sowas aber auskennen bzw. wissen, wie man an die Informationen rankommt.


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BeitragVerfasst: 12.11.17, 13:26 
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@FM hat recht!

Das vorliegende Dokument ist ein nationaler griechischer Aufenthaltstitel für Drittstaatler, die nach Gr kommen möchten, um eine gefestigte
Beziehung mit einem Griechen oder einem EU-Bürger, der bereits mehr als fünf Jahre ständig in Griechenland lebt, fortzuführen.

Er kann auch von erwachsenen Kindern (<21), die von Griechen adoptiert wurden, beantragt werden. Der Zweck des Titels ist also die
Zusammenführung von Familien und deren dauerhaftes (mehr als drei Jahre dauerndes) Zusammenleben in Griechenland. Er berechtigt nebenbei eine bezahlte
angestellte Arbeit in Gr aufzunehmen, wenn die griechischen Behörden dem zustimmen. Diese Erlaubnis ist zudem befristet, diese Frist ist im Adeia angegeben.

Da Griechenland ein Schengenvollanwenderstaat ist, darf man sich mit diesem Titel in abgeleitetem Recht zum vorübergehenden touristischem
Aufenthalt für max. 90 Tage innerhalb einer 180-Tage-Frist in Deutschland aufhalten. Dazu benötigt man aber ein weiteres Dokument. Dieser
Adeia allein reicht dafür nicht aus. Sollte sich die Dame also allein mit dem hier vorliegenden "Titel" bereits in D aufenhalten hat sie sich u.U. schon strafbar
gemacht. Der Gang zum konsularischen Dienst Griechenlands sollte also nicht sehr lange aufgeschoben werden: Auszug aus der Wohnung, Tod des dem Titel
verpflichteten Griechen oder EU-Bürgers oder auch längere Ausreise (z.B. mehr als 30 Tage) aus Gr lassen den Titel verfallen.

Vorrausetzung zur Erlangung eines solchen Titels war u.a. ein Wohnsitz mit einem griechischen oder EU-Bürger in Griechenland.
Man muss eigentlich schriftlich eine wirtschaftliche Verpflichtung unterschreiben und Dokumente, wie z.B. gemeinsamer Wohnraummietvertrag vorlegen, außerdem
Gemeinschaftskonten zum Zahlungsverkehr vorweisen. Alles fein säuberlich übersetzt und vom Ausland aus beantragt. Eine Verlobung (ich hoffe, dieser Gedanke kommt
von der Z. und nicht von Dir) reicht also nicht aus.

Jegliche Form von Beschäftigungen, die über pure Gefälligkeiten hinausgehen, ist mit diesem Titel ausserhalb Griechenlands nicht gestattet.

Dieser Sachverhalt ist der Z. sicher bekannt, immerhin hat Sie den Titel mit Hilfe des Verpflichteten Zweiten ja auch selbst beantragt. Sie hat damit ganz bewusst ihren Aufenthalt in Gr von
einem Griechen oder anderen Dritten abhängig gemacht. Gleichzeitig hat die Albanerin auf ihre ihr in Gr aufgrund ihrer Herkunft zustehenden Sonderrechte, die aus historischen Gründen existieren, bewusst verzichtet.

Möchte Sie sich nun verändern, wird es erforderlich, die griechischen Behörden aufzusuchen und eine eigenständige Arbeitserlaubnis für das EU-Ausland zu erlangen.
Man unterstellt, das es ihr möglich und zumutbar ist, dazu nach Griechenland auszureisen. Auch von Albanien aus ist ein solcher Antrag möglich. Dabei wird sie sich aber
fragen lassen müssen, warum sie bereits nach wenigen Wochen (!) doch nicht mehr mit dem Dritten leben möchte oder ob das von Anfang an so beabsichtigt war.
Die deutschen Behörden sind jedenfalls nicht zuständig, da der Titel nicht von deutschen Behörden ausgestellt wurde.

Noch etwas ganz nebenbei:

Du veröffentlichst ein persönliches Dokument einer fremden Person, namentlich der Dame Z. aus Albanien. Hast Du eigentlich die Genehmigung der Z. dafür?
Sogar ihren Vornamen schreibst Du einfach ins Internet. Als Faustregel sollte wohl gelten, dass alles, was einem selbst nicht gehört, auch nicht von einem selbst verbreitet werden sollte.
Ich unterstelle Dir keinen bösen Willen, halte Dein Handeln aber für recht problematisch.

Ich rege an, dieses Dokument zu löschen.


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