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recht.de • Thema anzeigen - 2. Pfändung auf P-Konto - SPK drängt auf Forderungsausgleich
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BeitragVerfasst: 30.01.17, 04:55 
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Hallo,

ich beziehe ALG 2 und habe ein P-Konto mit mittlerweile 2 Pfändungen drauf. Ich weiß, ist nichts, auf das man stolz sein kann.

Am Donnerstag letzter Woche erhielt ich Post "meiner" Sparkasse, daß am Montag davor eine weitere Pfändung (die 2.) auf dem Konto eingegangen ist. Der Absender des Briefes ist von "meiner" Sparkasse, der Brief selbst kommt jedoch aus Berlin.

In dem Brief wird mir geraten, mein Konto in ein P-Konto umwandeln zu lassen; wenn ich schon eines hätte, könnte ich normal weiter am Zahlungsverkehr teilnehmen ...

Jetzt zum eigentlichen Problem: In dem Brief steht auch, daß ich binnen vier Wochen die Forderung ausgleichen oder eine Vereinbarung mit dem Gläubiger treffen soll. Andernfalls werde gem. Nr. x der AGBs der Sparkasse meine "Kreditlinie" gestrichen. Unter dieser Nr. x der AGBs ist jedoch von "Kündigung der Geschäftsbeziehung" die Rede :(

Dazu sagen möchte ich, daß die 2. Pfändung eine öffentliche ist. D.h. nicht von einem privaten Gläubiger, sondern von einer öffentlichen Stelle (nicht GEZ/Beitragsservice). Falls das eine Rolle spielt ...

Muß ich jetzt befürchten, daß die Sparkasse in 4 Wochen das Konto kündigt, wenn ich die Pfändung nicht rüclgängig mache?

Sandlot


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BeitragVerfasst: 30.01.17, 11:42 
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BeitragVerfasst: 30.01.17, 11:46 
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Warum? Was nutzt einem dann ein P-Konto, wenn es bei eingehenden Pfändungen gekündigt wird?


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BeitragVerfasst: 30.01.17, 13:14 
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Zitat:
Muß ich jetzt befürchten, daß die Sparkasse in 4 Wochen das Konto kündigt, wenn ich die Pfändung nicht rüclgängig mache?

Nein.
Zitat:
wird mir geraten, mein Konto in ein P-Konto umwandeln zu lassen; wenn ich schon eines hätte, könnte ich normal weiter am Zahlungsverkehr teilnehmen

Da gibt es doch gar nix umzuwandelt.
Zitat:
ich beziehe ALG 2 und habe ein P-Konto


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BeitragVerfasst: 30.01.17, 13:14 
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Ein P-Konto kann nur als Guthabenkonto geführt werden. Ist das Konto im Minus, verlangt die Bank zurecht den Ausgleich des Kontostands.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 30.01.17, 13:41 
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Die Bank will die "Kreditlinie" kündigen, wird also keine Überziehungen mehr akzeptieren. Das ist eigentlich selbstverständlich, da sie ja sieht, dass Schulden nicht bezahlt werden.


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BeitragVerfasst: 30.01.17, 15:15 
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Selbstmurmelnd das die Bank dann die Kreditlinie kündigt.

Eine Kontokündigung dürfte eher nicht in Frage kommen aufgrund einer Pfändung. Man führ ja schließlich P-Konten um solche Kunden zu bedienen. ( und meist werden dafür auch dicke Gebühren kassiert )

Eine Kündigung der Kreditlinie ist eigentlich selbstverständlich. Warum sollte die Bank einem Kunden einen Kreditrahmen einräumen wenn ihr bekannt ist das der Kunde nicht zahlungsfähig ist.


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BeitragVerfasst: 30.01.17, 19:22 
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Die Bank bewegt sich im rechtlichen Rahmen, denn die Kreditlinie auf dem Girokonto kann mit sofortiger Wirkung gekündigt und die Rückzahlung des Überzuges verlangt werden, wenn der Bankkunde sich in Zahlungsunfähigkeit befinden, gegen den Kunden Zwangsvollstreckungen betrieben werden, ein Insoverfahren,.etc., etc. etc.,

Dies ist mit Sicherheit auch aus den Bankunterlagen sowie den AGB's der Bank zu entnehmen.
Die Kü des Girokontos ergibt sich zwangsläufig daraus, als der Bankkunde zahlungsunfähig wird und seine Verpflichtungen der Bank gegenüber nicht nachkommen kann. Die Umwandlung des Kontos in ein P-Konto ändert daran nichts.

Abschließend: Auf einem gepfändeten Konto, das kein Kontoguthaben aufweist, besteht kein Pfändungsschutz. Allerdings sieht das Gesetz vor, dass auch bei überzogenen P-Konten Sozialleistungen und Kindergeld binnen 14 Tagen für den Berechtigten zur Verfügung stehen. Das entspricht dem Zustand im herkömmlichen Recht.
Die Bank muß also nur ALG-2 sowie Kindergeld dem Schuldner zur Verfügung stellen, andere Gutschriften kann die Bank vorrangig auf eigene Forderungen verrechnen.


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BeitragVerfasst: 31.01.17, 05:05 
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Ich danke für alle Antworten, habe jedoch den Eindruck, Ihr solltet Euch meinen Erstbeitrag noch mal durchlesen:

1. Ich habe ein P-Konto. Da muß nix mehr umgewandelt werden.

2. Ich habe keine Kreditlinie.

3. In dem Brief ist von Kündigung der Kreditlinie zu lesen, während der dabeizitierte § der AGBs jedoch die Kündigung der Geschäftsbeziehung beschreibt (in den AGBs selbst, nicht im Brief).

4. Das Konto ist nicht überzogen.


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BeitragVerfasst: 31.01.17, 08:36 
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Was sagt denn die Bank auf Nachfrage? Gestern war dort sicher jemand erreichbar.


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BeitragVerfasst: 31.01.17, 09:51 
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Sandlot hat geschrieben:
Ich danke für alle Antworten, habe jedoch den Eindruck, Ihr solltet Euch meinen Erstbeitrag noch mal durchlesen:

1. Ich habe ein P-Konto. Da muß nix mehr umgewandelt werden.

2. Ich habe keine Kreditlinie.

3. In dem Brief ist von Kündigung der Kreditlinie zu lesen, während der dabeizitierte § der AGBs jedoch die Kündigung der Geschäftsbeziehung beschreibt (in den AGBs selbst, nicht im Brief).

4. Das Konto ist nicht überzogen.


2. Wenn man keine Kreditlinie hat, muss man sich wohl um die Kündigung der Kreditlinie keine Sorgen machen. Das ist möglicherweise ein standartisiertes Schreiben, das an jeden Kunden rausgeht sobald eine Pfändung eingeht. Wegen dem zitierten § der AGB will die Bank vielleicht belegen, dass die Kündigung der Kreditlinie rechtmäßig ist, weil die Kreditlinie Teil der Geschäftsbeziehung ist.

Mehr kann man aus der Entfernung nicht sagen. Wenn man Gewissheit haben will was die Bank mit diesem Schreiben ausdrücken möchte, sollte man die Bank fragen.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 31.01.17, 10:07 
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Sandlot hat geschrieben:
3. In dem Brief ist von Kündigung der Kreditlinie zu lesen, während der dabeizitierte § der AGBs jedoch die Kündigung der Geschäftsbeziehung beschreibt (in den AGBs selbst, nicht im Brief).


In den meisten Banken-AGB's (unterschiedlicher Gruppen) gibt es Regelungen zur "Kündigung der Geschäftsverbindung oder einzelner Geschäftsbeziehungen" bzw. zur Kündigung unbefristeter Kreditlinien.

Wie schon von SusanneBerlin vermutet, dürfte es sich um ein Standard-Schreiben handeln, d. h. keine Kreditlinie --> keine Kündigung der Kreditlinie.


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