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recht.de • Thema anzeigen - Bank möchte abgelehnten Kreditvertrag inkraft setzen
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BeitragVerfasst: 30.09.17, 16:04 
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Anfang Juli habe ich einen Autokreditantrag über einen Autohändler bei der Bank gestellt. Zunächst schien der Kredit genehmigt, ich unterschrieb den Kreditannahmevertrag und durfte das Auto mitnehmen. Der Fahrzeugbrief landete bei der Bank.
Etwa 10 Tage später meldete sich der Händler, die Bank verweigere ihm nun die Auszahlung, weil Kreditlaufzeit länger als meine Aufenthaltserlaubnis ist. Der Kredit wurde also doch nicht bestätigt. Ohne meine Kenntnis hat der Händler anschliessend, bevor ich das Auto zurück geben konnte, einen zweiten Kredit mit der Bank mit angepasster Laufzeit abgeschlossen und mir berichtet, ich könne das Auto doch behalten. Etwa zwei Wochen später hat sich in der Filiale alles herausgestellt, der unterschriebene Kredit wurde nicht genehmigt, dafür der gefälschte. Den Händler habe ich angezeigt, der Fall wird bearbeitet und die Bank hat den gefälschten Kreditvertrag storniert.
die Bank hat in Verbindung mit dem gefälschten Kredit das Geld an Händler ausgezahlt und kriegt nun ihr Geld nicht zurück. Dafür versucht die Bank nun, den ursprünglich nicht bestätigten Kreditvertrag in Kraft zu setzen. Ich habe ein Schreiben bekommen, dass dieser
Kreditvertrag eintritt und zum nächsten Monat die Raten abgebucht werden. Ich habe keine schriftliche Ablehnung von diesem ersten Kreditvertrag, allerdings fehlt die schriftliche Kreditbestätigung, die ich zum gefälschten Kreditvertrag erhalten hatte. Ich habe oft herum telefoniert mit der Bank, die widerrufen ihr Schreiben nicht und behaupten, dieser erste Vertrag sei doch unterschrienen und gültig. Außerdem habe ich noch den Wagen. Der Händler reagiert nicht auf mein Schreiben, dass er den Wagen abholen soll. Ich würde den Wagen auch selbst zurück fahren, brauche aber etwas Schriftliches von ihm. Auch die Bank möchte den Wagen, den sie bezahlt hat und dessen Fahrzeugbrief sie hat, nicht sicherstellen. Stattdessen versucht sie, mit dem erteilten Lastschriftmandat nun die Raten bald abzuziehen. Einen schriftlichen Widerspruch gegen das Schreiben werde ich postalisch noch weg schicken. Außerdem wurde ich zwei Tage vor dem Brief über die Inkraftsetzung des ursprünglich abgelehnten Kredites telefonisch angerufen, man hat mir angeboten, diesen Vertrag von vor zwei Monaten aufzunehmen, was ich ausdrücklich verneint habe.

Wie kommt die Bank auf die Idee, den zwar nicht schriftlich abgelehnten, aber nicht schriftlich bestätigten und in dessen Verbindung keine Auszahlung realisierten Kreditvertrag nach zwei Monaten trotz telefonischer Ablehnung in Kraft zu setzen? Hat sie Chancen? Soll ich auf eine Rückmeldung nach dem Widerspruch warten, oder direkt einen Anwalt aufsuchen?

Lg


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BeitragVerfasst: 30.09.17, 17:03 
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Beiträge: 4700
Ercns hat geschrieben:
Der Händler reagiert nicht auf mein Schreiben, dass er den Wagen abholen soll. Ich würde den Wagen auch selbst zurück fahren, brauche aber etwas Schriftliches von ihm

Eine Rückgaberecht ist auch nicht erkennbar, der Wagen wurde gekauft und dieser Vertrag ist erstmal unabhängig von der Bezahlung
Ercns hat geschrieben:
Wie kommt die Bank auf die Idee, den zwar nicht schriftlich abgelehnten, aber nicht schriftlich bestätigten und in dessen Verbindung keine Auszahlung realisierten Kreditvertrag nach zwei Monaten trotz telefonischer Ablehnung in Kraft zu setzen?

hat man einen Kreditvertrag unterschrieben? worin besteht der Unterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Vertrag, außer in der Laufzeit? und wieso ist ein erwünschter Kredit, der zum Kauf des Autos benötigt wurde, eine Fälschung?

Zitat:
Hat sie Chancen? Soll ich auf eine Rückmeldung nach dem Widerspruch warten, oder direkt einen Anwalt aufsuchen?

man hat einen Wagen, den man kaufen wollte, mit einem Kreditvertrag, den man gewünscht hat. Wozu oder wogegen möchte man widersprechen? und wo nimmt man das Geld her, um den Wagen zu bezahlen?


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BeitragVerfasst: 30.09.17, 17:05 
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Registriert: 05.11.12, 13:35
Beiträge: 9481
Hallo,

Zitat:
Wie kommt die Bank auf die Idee, den zwar nicht schriftlich abgelehnten, aber nicht schriftlich bestätigten und in dessen Verbindung keine Auszahlung realisierten Kreditvertrag nach zwei Monaten trotz telefonischer Ablehnung in Kraft zu setzen?
Die Idee dahinter, und da muss man eigentlich nicht groß darüber nachdenken, wird sein, dass die Bank versucht zu ihrem Geld zu kommen.

Die Bank hat doch zwischenzeitlich den ersten, ursprünglichen Kreditantrag bestätigt:
Zitat:
Ich habe ein Schreiben bekommen, dass dieser
Kreditvertrag eintritt und zum nächsten Monat die Raten abgebucht werden.


Wenn Sie das Auto jetzt nicht mehr wollen müsste meiner Meinung nach der Kreditvertrag vom Käufer (=Ihnen) widerrufen werden. Bzw. dass man sich an den Antrag wegen dem Zeitablauf nicht mehr gebunden fühlt. Ob man da jetzt noch innerhalb der Frist ist, innerhalb der das möglich ist, müsste geprüft werden.

Eine strafrechtliche Anzeige ersetzt nicht die zivilrechtliche Auseinandersetzung. Solange Sie im Besitz des Autos sind, werden Sie nicht umhin kommen auch das Bank-Darlehen abzuzahlen, außer Sie schaffen es, sich aus dem Vertrag zu lösen, aber das ist bisher nicht einmal ansatzweise erfolgt.

Zitat:
Soll ich auf eine Rückmeldung nach dem Widerspruch warten, oder direkt einen Anwalt aufsuchen?
Wenn man hier noch irgendwas versuchen will, ohne Anwalt selbst zu regeln, dann sollte man (und das gilt grundsätzlich für rechtlich bedeutsame Angelegenheiten): schriftlich vorgehen. Nicht per mail, sms oder Telefonate, sondern altmodisch per Briefpost mit einer eigenhändigen Unterschrift, versendet als Einschreiben, dann ist der Zugang auch nachweisbar. Ihr mündliches "Nein" am Telefon auf das Angebot der Bank, wird nicht als Widerspruch auf den ursprünglich geschlossenen Vertrag gewertet werden und im Zweifelsfall erinnert sich auf der Seite der Bank niemand daran. Dass die Bank Ihrem mündlichen "Nein" keine Bedeutung beimisst hat sich doch bereits dadurch gezeigt, dass Ihnen die Vertragsbestätigung 2 Tage später schriftlich (!) gesendet wurde. Insofern wird da auch keine weitere Rückmeldung kommen, bzw. die Rückmeldung haben Sie bereits.

Zitat:
Einen schriftlichen Widerspruch gegen das Schreiben werde ich postalisch noch weg schicken
Man kann einem Schreiben mit dem ein Antrag bestätigt wird, den man selber gestellt hat, nicht widersprechen bzw. es ergibt rechtlich keinen Sinn.

Man müsste seine eigene Willenserklärung, nämlich den Antrag, widerrufen. Bzw dass man sich an den Antrag wegen des Zeitablaufs nicht mehr gebunden fühlt. Dass da Fristen bedeutsam sind, hatte ich ja bereits erwähnt. Und dann haben Sie immer noch das Problem, dass das Geld ja ausgezahlt wurde und die Bank es zurückhaben will.


Ansonsten kann man angesichts der für Laien nicht ganz leicht zu durchblickenden Angelegenheit nur den Rat wiederholen, der bereits in Ihrem früheren thread zu derselben Angelegenheit gegeben wurde:
BäckerHD hat geschrieben:
des nicht ganz unbeträchtlichen Kostenrisikos dieser Angelegenheit kann man Ihnen eigentlich nur empfehlen, einen Anwalt aufzusuchen.

viewtopic.php?f=42&t=275876

_________________
Grüße, Susanne


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