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recht.de • Thema anzeigen - Unverschlüsselte Bank-E-Mails vs. BDSG und Bankgeheimnis
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BeitragVerfasst: 17.10.17, 19:59 
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Hallo,

wenn ich die Bank-Kommunikation verfolge, so

a) sehe ich E-Mails von Banken mit gekürzter Kontonummer und dem Hinweis auf eine neue Nachricht im OnlineArchiv der Bank

b) wird zur Kommunikation auf ein HTTPS-Formular verwiesen (allerdings nicht zugelassen für Überweisungen und rechtswirksame Erklärungen)

c) wird auf telefonische Kommunikation verwiesen

d) wird auf Schriftform verwiesen

e) wird mit Klardaten offen - unverschlüsselt und unsigniert - via E-Mail kommuniziert (auch wenn eine Anfrage per FAX erfolgte um etwas Vertraulichkeit zu wahren) und das ohne im Vorfeld auf die Risiken hinzuweisen und den Kunden danach um Erlaubnis für die unverschlüsselte Kommunikation via E-Mail zu bitten

Gibt es denn eine Vorgabe für Banken, die den Datenschutz (BDSG, EU-DSGVO), das Bankgeheimnis und damit die Vertraulichkeit und Authentizität wahrt ? Einzelne Banken und Sparkassen (wie auch die L-Bank) bemühen sich hier, andere jedoch nicht. Bei den Gerichten ist es wohl auch nicht angekommen, dass sichere Datenübertragung durchaus möglich ist (vergl. VG Berlin, Az. 1 K 133/10).

Danke für Hinweis dazu und Viele Grüße in die Runde,

Anke


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BeitragVerfasst: 17.10.17, 20:52 
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Hallo,

Zitat:
wenn ich die Bank-Kommunikation verfolge, so (...)

c) wird auf telefonische Kommunikation verwiesen

d) wird auf Schriftform verwiesen


Was wollen Sie damit sagen?
"Bezugnehmend auf unser Telefonat am... / unseren Schreiben vom" ist eine übliche Floskel, was ist daran verwerflich?

Zitat:
a) sehe ich E-Mails von Banken mit gekürzter Kontonummer und dem Hinweis auf eine neue Nachricht im OnlineArchiv der Bank
Und? Worin besteht hier Gefahr?
Übrigens kann man die e-mail Benachrichtigung bei neuen Nachrichten im Kundenportal meistens abstellen, wenn man das nicht möchte.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 18.10.17, 06:04 
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Komisch. Ich habe mehrere aktive Konten und bekomme nie solche E-Mails. Was mache ich falsch? :devil:


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BeitragVerfasst: 21.10.17, 14:15 
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@SusanneBerlin

Ich sehe e) als Problem und meine Frage bezieht sich auf auf generelle Vorgaben zum Schutz der Kommunikation Bank<->Kunde.

c) wird auf telefonische Kommunikation verwiesen = Auf WebSite oder in E-Mail: Bitte rufen Sie uns bei Sachverhalt xxxx an.

d) wird auf Schriftform verwiesen = Auf WebSite Vorgabe der Schriftform (z.B. für Überweisungen oder Aktienkäufe/verkäufe)

@BäckerHD

Kein konstruktiver Beitrag und da ist wohl keine Direktbank beteiligt.


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BeitragVerfasst: 21.10.17, 14:26 
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Zitat:
d) wird auf Schriftform verwiesen = Auf WebSite Vorgabe der Schriftform (z.B. für Überweisungen oder Aktienkäufe/verkäufe)


Sie irren sich: Wenn man online eine Eingabemaske ausfüllt, entspricht das mitnichten der Schriftform, vergleiche § 126 BGB:

BGB hat geschrieben:
§ 126 Schriftform
(1) Ist durch Gesetz schriftliche Form vorgeschrieben, so muss die Urkunde von dem Aussteller eigenhändig durch Namensunterschrift oder mittels notariell beglaubigten Handzeichens unterzeichnet werden.


Zitat:
c) wird auf telefonische Kommunikation verwiesen = Auf WebSite oder in E-Mail: Bitte rufen Sie uns bei Sachverhalt xxxx an.

Ja und? Erklären Sie doch mal, auf was Sie hinauswollen. Was ist denn so schlimm an einem Telefonat?


Wenn Sie befürchten, dass Telefonate abgehört werden, hindert Sie doch nuemand daran, die Bankfiliale persönlich aufzusuchen.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 21.10.17, 17:34 
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SusanneBerlin hat geschrieben:
Wenn Sie befürchten, dass Telefonate abgehört werden, hindert Sie doch nuemand daran, die Bankfiliale persönlich aufzusuchen.

Wie der TE geschrieben hat, es handelt sich um eine Direktbank.


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BeitragVerfasst: 21.10.17, 17:43 
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Dann muss er die Bank wechseln.


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BeitragVerfasst: 21.10.17, 19:38 
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Beiträge: 989
Deputy hat geschrieben:
Dann muss er die Bank wechseln.


Hm. Der TE hat eine rechtliche Frage gestellt (zugegebenermaßen, etwas verwirrend formuliert), was eine Bank darf und was nicht, und sogar auf ein einschlägiges Urteil verwiesen. Der Rat, die Bank zu wechseln o. ä. hilft da nicht weiter.


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BeitragVerfasst: 21.10.17, 19:56 
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@SusanneBerlin

d) wird auf Schriftform verwiesen = Auf WebSite Vorgabe der Schriftform (z.B. für Überweisungen oder Aktienkäufe/verkäufe)

Damit ist gemeint, dass die Bank auf Ihrer WebSite im Kontaktformular (HTTPS://....) darauf hinweist, dass der Kunde dies nicht für Überweisungen, Aktienkäufe/verkäufe und andere rechtsverbindliche Erklärungen verwenden dürfe, sondern hierfür die Schriftform vorgegeben sei.

c) wird auf telefonische Kommunikation verwiesen = Auf WebSite oder in E-Mail: Bitte rufen Sie uns bei Sachverhalt xxxx an.
Ja und? Erklären Sie doch mal, auf was Sie hinauswollen. Was ist denn so schlimm an einem Telefonat?

= und Text sind Beispiele zu meiner Auflistung, um Ihren Nachfragen gerecht zu werden, offensichtlich schiefgegangen.


Zuletzt geändert von AStiegele am 21.10.17, 20:10, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 21.10.17, 20:08 
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Auszug aus einem Beitrag auf forenregelnbeachten.de

"Nun hat auch das höchste deutsche Zivilgericht in der Gewährleistung der Sicherheit der Kommunikation eine – im Ergebnis damit Compliance-relevante – Sorgfaltspflicht gesehen. Aus dem Urteil dürfte zu folgern sein, dass geschäftliche Interna in der Regel nicht unverschlüsselt per E-Mail versandt werden dürfen, da dem Unternehmen bzw. seinen Verantwortlichen, die solche Daten in Kenntnis des Gefährdungspotenzials ungesichert – beispielsweise über das Internet – verschicken (lassen), der Vorwurf des strafbaren Geheimnisverrats zur Last liegen könnte."

Müssten nicht für den Finanzsektor unter dem IT-Sicherheitsgesetz (KRITIS) dieselben Rahmenbedingungen für die Kommunikation mit dem Kunden gelten ?


Zuletzt geändert von ktown am 22.10.17, 09:38, insgesamt 1-mal geändert.
Link korrigiert


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BeitragVerfasst: 22.10.17, 09:05 
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AStiegele hat geschrieben:
Müssten nicht für den Finanzsektor unter dem IT-Sicherheitsgesetz (KRITIS) dieselben Rahmenbedingungen für die Kommunikation mit dem Kunden gelten?


Das BSI-Gesetz dient aber nicht dem Schutz einzelner Kunden, sondern der Informationssicherheit insgesamt.


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