Guten Tag!
Ich bin während einer Ausarbeitung für meine Ausbildung zum Erzieher (in einem der Lernfelder beschäftigen wir uns derzeit mit rechtlichen Themen) auf dieses Forum gestoßen und hoffe nun, hier Hilfe zur Klärung der Rechtslage in meinem Fallbeispiel zu bekommen.
Bei der Ausarbeitung geht es darum, dass wir Auszubildenden uns eine Ausgangssituation inkl. Fragestellung überlegen müssen und dann rechtlich "forschen" sollen, wie in diesem Fall die Rechtslage wäre. Dazu kommen noch diverse schriftliche Ausarbeitungen, die aber in diesem Zusammenhang erstmal unwichtig sind.
Hier nun einfach mal meine Ausgangssituation:
Zitat:
Jakob, 15 Jahre, beschäftigt sich in seiner Freizeit viel mit Computern. Er verbringt sehr viel Zeit vor dem PC und surft auch viel im Internet. Telefon- und Internetanschluss laufen natürlich über die Eltern, da Jakob erst 15 Jahre alt ist. Eines Tages bekommt Jakobs Vater einen Brief mit einer Rechnung für ein Klingelton-Abo, dass über seinen Internetanschluss abgeschlossen worden sein soll. Nach einem klärenden Gespräch mit Jakob stellt sich heraus, dass dieser sich für dieses Abo im Internet angemeldet hat - er besteht aber darauf, genau gelesen zu haben und das dieses Abo überall auf der Seite groß als "kostenlos" angepriesen wurde.
Meine Fragestellung zu dieser Ausgangssituation wäre nun:
Muss die Familie in diesem Fall für dieses Abo aufkommen?
Inwiefern ist dieser Vertragsabschluss in Form des Klingelton-Abos rechtskräftig?
Unter welchen Voraussetzungen wäre die Legitimität des Anbieters rechtlich anerkannt und damit gültig?
Helfen würden mir dabei vor allem verschiedene Bedingungen die für verschiedene Möglichkeiten/Handlungsweisen sorgen würden bzw. diese deutlich machen würden.
Bei meiner Recherche bin ich bereits auf den "Taschengeldparagraphen" gestoßen (§110 BGB). Ebenfalls aufmerksam geworden bin ich auf die Paragraphen rund um die beschränkte Geschäftsfähigkeit (§106, §183, §184 BGB) - richtig schlau werde ich daraus allerdings nicht.
Sind das bereits alle Paragraphen bzw. gehören diese überhaupt zu meinem Fallbeispiel?
Wie ist die Rechtslage?