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Kommunikation in der Insolvenz: seien Sie offen mit Ihren Gläubigern, Teil 1 (RA SITTER)

Beschreibung: Dem Arbeitgeber sagen, das man Insolvenz beantragt? Ja, unbedingt!!!

Kategorie: Insolvenzrecht

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Frage:
Zur Zeit läuft bei mir das Eröffnungsverfahren zur Regelinso. Heute geschah dann der Super-Gau... Wegen der Mitteilung an den Arbeitgeber wurde das Arbeitsverhältnis
gekündigt. Da ich in der Probezeit bin / war ist hier wohl nichts mehr zu machen. Der Job mit 40.000 Euro/Jahr ist futsch.

Wo steht eigentlich das der Arbeitgeber informiert werden muss???

Ich habe sio das Gefühl das die Arbeitgebermitteilungen willkürlich
versendet werden.


Antwort:
Der Insolvenzverwalter hat die Pflicht, den pfändbaren Teil des Schuldnereinkommens zur Masse zu ziehen, was er dem Arbeitgeber naturgemäss mitteilen muss.

Also wieder einmal das Problem des "Tarnen, Täuschen,...", statt offener Kommunikation.

An alle: ES BRINGT EINFACH NIX, ABSOLUT NIX, SICH BEI INSOLVENZ TOT ZU STELLEN IN DER HOFFNUNG, ES KOMMT NICHT RAUS!!! GEHEN SIE IN DIE OFFENSIVE; INFORMIEREN SIE DEN; DER INFORMIERT WERDEN MUSS UND LEGEN SIE EIN PROCEDERE VOR, DASS DER ANDERE DAS PROBLEM VERSTEHT.

Insovenz heißt auch Neuanfang und nicht jeder, der in die Insolvenz fällt, ist automatisch ein hallodri. Genau das sagt uns das Gesetz, wenn es seit 1999 die Privatinsolvenz überhaupt erst zuläßt! Das muss man aber auch dem Arbeitgeber sagen!

Oft ist es nämlich so, daß dieser nicht die Insolvenz für problematisch hält, sondern das Schweigen des Arbeitnehmers. Ich habe sehr oft Privatinsolvenzen begleitet und habe nicht ein einziges Mal erlebt, daß ein informierter, von mir als Vertrauensperson kontaktierter Arbeitgeber nicht mitgespielt hat. In aller regel weiß er nämlich zu gut, dass er selbst auch diesem Problem einmal unterworfen sein könnte...

Beziehen Sie diesen also frühzeitig mit ein und erklätren ihm das Dilemma. Dann haben Sie eine gute Chance, Ihren Arbeitsplatz zu erhalten!