Regenwasserableitung

Öffentliches und privates Baurecht, Bebauungsrecht, Nachbarrecht

Moderator: FDR-Team

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MarkusToe
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Regenwasserableitung

Beitrag von MarkusToe »

Ein Reihenhaus verfügt über eine Anbindung der Dachentwässerung an das Kanalnetz.
Jetzt sind die im Mauerwerk verlegten Fallrohre defekt.
Ist es zulässig die komplette Dachentwässerung in eine Regentonne zu leiten, die dann wenn voll, auf die Terasse überläuft.
Müssen die Nachbarn hinnehmen dass dieses Wasser von der Terasse bei Ihnen in Wände läuft?
Müsste dieser Überlauf der Tonne nicht fest verrohrt werden?

ExDevil67
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Re: Regenwasserableitung

Beitrag von ExDevil67 »

Dazu müsste man klären wie vor Ort Regenwasser zu entsorgen ist, sprich ob die Entwässerung über das eigene Grundstück überhaupt zulässig ist.

lottchen
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Re: Regenwasserableitung

Beitrag von lottchen »

Und wenn die Versickerung auf dem eigenen Grundstück erlaubt sein sollte, dann heißt das auch "eigenes Grundstück" und nicht "Nachbargrundstück" oder "Nachbarhaus". Dann muss das Regenwasser so vom eigenen Haus auf die Fläche, wo es versickern soll weggeführt werden (wie auch immer) dass es nicht auf das Nachbargrundstück läuft oder die Bausubstanz dort beschädigt.
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

ktown
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Re: Regenwasserableitung

Beitrag von ktown »

MarkusToe hat geschrieben:
29.06.20, 11:15
Ist es zulässig die komplette Dachentwässerung in eine Regentonne zu leiten
Theoretisch ja....praktisch nein da zu 100%
MarkusToe hat geschrieben:
29.06.20, 11:15
die dann wenn voll, auf die Terasse überläuft.
Zu diesem zweiten Teil ein glattes Jein. Wenn gesichert ist, dass das überlaufende Wasser auf dem eigenen Grundstück versickern kann, dann ja. Ansonsten nein.
MarkusToe hat geschrieben:
29.06.20, 11:15
Müssen die Nachbarn hinnehmen dass dieses Wasser von der Terasse bei Ihnen in Wände läuft?
Eindeutiges und unwiderrufliches nein.
MarkusToe hat geschrieben:
29.06.20, 11:15
Müsste dieser Überlauf der Tonne nicht fest verrohrt werden?
Siehe Antwort zu der ersten Frage.
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Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

ktown
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Re: Regenwasserableitung

Beitrag von ktown »

ExDevil67 hat geschrieben:
29.06.20, 11:21
Dazu müsste man klären wie vor Ort Regenwasser zu entsorgen ist, sprich ob die Entwässerung über das eigene Grundstück überhaupt zulässig ist.
Guckst du § 55 WHG
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Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
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MarkusToe
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Re: Regenwasserableitung

Beitrag von MarkusToe »

Danke, hilft weiter....

ralph12345
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Re: Regenwasserableitung

Beitrag von ralph12345 »

In vielen Fällen ist es in der Gemeinde irgendwo geregelt, wie mit dem NIederschlagswasser zu verfahren ist. Oft im Bebauungsplan.
Mitunter wird eine Versickerung auf dem eigenen Grund und Boden vorgeschrieben, mitunter auch das Gegenteil: Der Anschluss an die Kanalisation ist verpflichtend. Eine Versickerung beinhaltet eine Prüfung, ob der Boden sickerfähig ist und dann kommt da ein Sickerschacht, eine Rigole oder ähnliches zum Einsatz, die in der Lage ist, mehrere Kubikmeter Wasser vom Dach zu puffern und langsam zu versickern. Aber bestimmt keine gepflasterte Terrasse.

Unabhängig davon muss in beiden Fällen, Versickerung oder Kanalisation der Nachbar schadlos gehalten werden.

ktown
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Re: Regenwasserableitung

Beitrag von ktown »

ralph12345 hat geschrieben:
05.07.20, 13:50
Mitunter wird eine Versickerung auf dem eigenen Grund und Boden vorgeschrieben, ........ Eine Versickerung beinhaltet eine Prüfung, ob der Boden sickerfähig ist und dann kommt da ein Sickerschacht, eine Rigole oder ähnliches zum Einsatz, die in der Lage ist, mehrere Kubikmeter Wasser vom Dach zu puffern und langsam zu versickern.
Es gibt auch Gemeinden, die eine Versickerung vorschreiben obwohl klar ist, dass der Untergrund dazu überhaupt nicht geeignet ist. :lachen:
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