Wie viel Bordstein darf in NRW abgesenkt sein?

Öffentliches und privates Baurecht, Bebauungsrecht, Nachbarrecht

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BaumeisterBob
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Wie viel Bordstein darf in NRW abgesenkt sein?

Beitrag von BaumeisterBob » 28.04.09, 00:05

Hallo,

vor Grundstückszufahrten sind die Bordsteine ja abgesenkt.

Wenn jemand vor seinem Haus (z.B. Mehrfamilienhaus) in kompletter Breite pflastern würde damit alle Autos der Bewohner vor dem Haus parken können, hat er dann auch ein Anrecht darauf, dass bei einem Neubau von Straße und Bürgersteig der Bordstein auf der ganzen Grundstücksbreite abgeflacht wird?

:?:

rockbender
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Beitrag von rockbender » 28.04.09, 00:10

Das Gründstück muss an die Strasse angepasst werden und nicht andersherum.

BaumeisterBob
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Beitrag von BaumeisterBob » 28.04.09, 00:31

Hallo,

danke für die schnelle Antwort.

Allerdings verstehe ich nicht, wie sie gemeint ist. :oops:

Wenn z.B. in einem Neubaugebiet das Haus gebaut wurde und danach erst die Straße erstellt wird, hat dann der Hausbesitzer die Möglichkeit & das Recht, dass auf einer bestimmten Breite (oder auf der ganzen Grundstücksbreite) - dort, wo Autos parken sollen - der Bordstein abgesenkt wird?

ktown
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Beitrag von ktown » 28.04.09, 08:03

rockbender hat geschrieben:Das Gründstück muss an die Strasse angepasst werden und nicht andersherum.
Soooo dann erklären sie mal ihre Aussage. Wie soll man das verstehen?

Kurze Antwort für den TE: Bei den meißten Gemeinden muß man das einfach beantragen, damit dies bei der Ausführung berücksichtigt wird.
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BaumeisterBob
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Beitrag von BaumeisterBob » 28.04.09, 16:42

Hallo,

herzlichen Dank für die Antwort.

Gibts Erfahrungswerte, ob eine Absenkung auf (fast) der ganzen Breite in der Regel erlaubt wird? Zwar fahre ich viel durch die Gegend, habe die Absenkungen aber eigentlich immer nur vor den Garagen und vielleicht max. einem Stellplatz gesehen...

Hätte man ein Anrecht auf die Absenkung in der ganzen Breite wenn auf der ganzen Breite Parkplätze entstehen sollen?

fischmeister
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ein Versuch ist ja möglich

Beitrag von fischmeister » 28.04.09, 17:22

wenn alle Parkplätze auf dem Grundstück und vor dem Haus sich befinden geht es wohl. Haben hier ein Ärztehaus und dort ist die ganze Straßenbreite des Grundstücks abgesenkt. Das Haus ist soweit zurückgesetzt, dass 6 Parkplätze unmittelbar vor dem Haus, jedoch alle auf dem Grundstück sind.

0Klaus
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Beitrag von 0Klaus » 28.04.09, 19:05

Hallo,

Zweck des Parkverbotes ist es, dass zB Rollstuhlfahrer bei der Absenkung ungestört herunterfahren können. Bei Grundstückseinfahrten soll diese freigehalten werden. Dass dort keiner parken darf, ist nur ein Rechtsreflex zu Gunsten des Hauseigentümers. Hierauf besteht wohl nur für eine Einfahrt ein Anspruch.
mfg
Klaus

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