Carport/Sitzplatz im historischen Ortskern und Hochwasser

Öffentliches und privates Baurecht, Bebauungsrecht, Nachbarrecht

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fischmeister
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Carport/Sitzplatz im historischen Ortskern und Hochwasser

Beitrag von fischmeister » 28.04.09, 14:14

A. hat ein Einfamilienhaus in einem historischen Ortskern gekauft. Das Haus steht als Grenzbebauung zu B. Vor dem Haus befindet sich eine freie Hoffläche zur Straße hin. Nun hat A vor das Haus eine Art Carport ( Nutzung jedoch hier als überdachter Sitzplatz mit Umgrenzung und geschlossener Seitenwand) zum Nachbarn B. an der Grundstücksgrenze errichtet. Die Grenzlinie bildet seit Jahren eine 80 cm hohe Steinmauer, die mit Steinplatten belegt ist. Diese Mauer gehört zu dem Grundstück von B. und wurde von ihm auch baulich erhalten. Durch die Grenzbebauung ist die Mauer nun nur noch vom der Seite B. zugänglich. Die andere Mauerseite wird nun durch den Carport verdeckt. Ist die Errichtung des beschriebenen Bauwerkes ohne Zustimmung des B. rechtens? Muß für derartige Bauwerke eine Bauamtliche Zustimmung eingeholt werden?
Vor 30 Jahren wurde der historische Ortskern durch den Abriss von Häusern und allen Schuppen u. ä. Bauten aufgelockert. Wer ein Haus im Ortskern zum Abriss freigab wurde durch das Land entschädigt und mit zinsgünstigen Krediten zum Neubau eines Hauses ausserhalb des Ortskernes und des Hochwassergebietes gefördert. Die Grundstücke liegen nach dem Gefahrenatlas der Mosel in der Gefahrenklasse "ROT"- Erhebliche Gefährdung-. Die Grundstücke wurden beim Hochwasser 1993 bis zu einer Höhe von 1,50 m überflutet.
Danke!

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