Kosten für Stützmauer

Öffentliches und privates Baurecht, Bebauungsrecht, Nachbarrecht

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naninana
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Kosten für Stützmauer

Beitrag von naninana » 31.05.09, 19:33

Wir haben kürzlich ein Hanggrundstück als Baugrundstück erworben. Das Nachbargrundstück ist bereits seit 2005 bebaut.

Um die Zufahrt zum Haus zu erschließen, hat sich der Nachbar eine Zuwegung geschaffen, für die er vermutlich an der Grenze zu unserem Grundstück eine Böschung angelegt hat. Nachvollziehen lässt sich der vorherige Höhenverlauf an der Grenze leider nicht, da kaum verlässliche topographische Daten vorliegen.

Unsere geplante Auffahrt wird jetzt im Neigungswinkel anders (steiler) sein, als die bereits existierende vom Nachbarn. Deshalb müssen wir entlang der gemeinsamen Grenze eine Stützmauer bauen. Kann ich vom Nachbarn eine Kostenbeteiligung verlangen? Der Nachbar sagt, der Vorbesitzer (die Erschließungsgesellschaft für das Wohngebiet) war informiert und hat auf schriftliche Nachfrage keinen Einwand gehabt, da kein künftiger Käufer feststand.

Danke für jede Hilfe!

ktown
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Beitrag von ktown » 01.06.09, 13:08

Es ändert aber nichts daran, dass eigentlich in allen Bundesländern es so geregelt ist, dass der Eigentümer der Gelände anböscht auch für die Sicherung zuständig ist. Nur weil jahrelang auf dem Nachbargrundstück nichts geschehen ist entbindet es nicht von der Sicherungspflicht.
Wenn man also sich mit diesem Nachbarn sogar die Kosten teilen will, dann ist dies ein Entgegenkommen, dass man tunlichst annehmen sollte, weil es ansonsten teurer werden könnte.
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Hanomag
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Kosten für Stützmauer

Beitrag von Hanomag » 02.06.09, 11:29

Wenn allerdings der Nachbar beim Böschen seiner Verkehrssicherungspflicht nachgekommen ist, dann kann man ihn auch nicht an den Kosten beteiligen.

Voraussetzung für ihn wäre eine Böschung auf eigenem Grund im Neigungswinkel von max. 45° .

Problematisch ist auch die unbekannte Topografie. Er könnte ja behaupten, euere Grundstücksoberfläche wäre vorher höher gewesen.

ktown
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Beitrag von ktown » 02.06.09, 11:34

Also wenn außreichend geböscht wurde, dann ist die Böschungssohle direkt auf Geländehöhe des Nachbargrundstückes. Folglich wäre eine Mauer nicht nötig.
Er könnte ja behaupten, euere Grundstücksoberfläche wäre vorher höher gewesen.
Stimmt und Marsianer kamen um Bodenproben zu nehmen.
Wenn er sowas behauptet, dann muß er es auch beweißen können.
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Chub
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Re: Kosten für Stützmauer

Beitrag von Chub » 02.06.09, 11:44

Hanomag hat geschrieben: Voraussetzung für ihn wäre eine Böschung auf eigenem Grund im Neigungswinkel von max. 45° .

Nanana, da schaun wir doch lieber nochmal in die richtige Din.....
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Re: Kosten für Stützmauer

Beitrag von ktown » 02.06.09, 11:53

Chub hat geschrieben:
Hanomag hat geschrieben: Voraussetzung für ihn wäre eine Böschung auf eigenem Grund im Neigungswinkel von max. 45° .

Nanana, da schaun wir doch lieber nochmal in die richtige Din.....
Es kommt immer ein bischen auf die Bodenklasse an. :wink:
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Beitrag von Zafilutsche » 02.06.09, 12:12

Ich verstehe noch nicht, wer welche Gefahr eröffnet hat. Hat der Nachbar eine Böschung geschaffen, die eine (Gefahr) auf ihr Grundstück ausübt, oder schaffen Sie eine Gefahr, dass etwas schädigendes von ihrem Grundstück aus geht?
Gruß
Zafilutsche

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