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Nachbarrecht Baden-Württemberg

Verfasst: 25.04.12, 15:17
von hest
Nachbar A (Unterlieger) hat die natürliche Höhe seines Geländes belassen. Nachbar B (Oberlieger) hat sein Gelände um 1,00 Meter erhöht.
B hat sein Gelände nicht durch eine Stützmauer, sondern durch eine Böschung von 1,00 Meter Tiefe ab Grenze abgesichert, Neigung 45 Grad. Er will eine Einfriedung in Form einer Hecke, die auf einer Höhe von unter 1,80 Metern gehalten werden soll, pflanzen. Normalerweise muss B einen Abstand zur Grenze von 0,50 Metern einhalten.
Kann er nun die Hecke auf die Mitte seiner Böschung mit Grenzabstand 0,50 Meter pflanzen, oder darf er die Pflanzung erst ab dem Höhepunkt seiner Böschung vornehmen?

Re: Nachbarrecht Baden-Württemberg

Verfasst: 26.04.12, 09:40
von cobold64
Der Grenzabstand ist maßgeblich - 50cm von der Grenze entfernt darf die Hecke gepflanzt werden, auch wenn sie dann auf der Schräge der Böschung steht.
Allerdings sollte man sich das gut überlegen, denn eine Pflege der Hecke sollte auch auf der dem Nachbarn zugewandten Seite vom eigenen Grundstück aus möglich sein. Der Nachbar muss dafür keinen Zutritt zu seinem Grundstück gewähren.