Angebot für Erdarbeiten

Öffentliches und privates Baurecht, Bebauungsrecht, Nachbarrecht

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Hanomag
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Re: Angebot für Erdarbeiten

Beitrag von Hanomag » 11.10.17, 20:35

ralph12345 hat geschrieben:Wir drehen uns im Kreis, aber ich sags gerne nochmal. Die Ermittlung des Gewichts wird ihnen nichts bringen, das ist für eine Plausibilitätsprüfung ob 10 oder 100 m^3 ok, aber nicht für die Unterscheidung 600 vs. 850m^3.
Ich glaube, nur Du drehst Dich im Kreise. Ich denke, dass man mit der Plausi durchaus einen Abweichung von 50 % überprüfen kann. Unabhängig davon beweisen die Lieferscheine ob überhaupt deponiert wurde, sprich: ob der hohe Preis für die Posi Deponierung gerechtfertigt ist.
ralph12345 hat geschrieben:Baugrube abmessen lassen, Volumen feststellen lassen und dann weiter.
Erst dann, wenn der AN nicht zur Rückzahlung bereit ist.
ralph12345 hat geschrieben:Und sie werden klagen müssen, eine Anzeige nutzt da wenig.
Ich werde nur meine Empfehlung aussprechen.
Zuletzt geändert von Hanomag am 11.10.17, 20:39, insgesamt 1-mal geändert.

Hanomag
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Re: Angebot für Erdarbeiten

Beitrag von Hanomag » 11.10.17, 20:38

ktown hat geschrieben: Die DIN bietet einem, sollte einem das örtliche Aufmass zu lästig sein, nach Plänen abzurechnen.
Mir stellt sich die Frage, ob bei einem mündlich geschlossenen Vertrag die DIN gelten?

freemont
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Re: Angebot für Erdarbeiten

Beitrag von freemont » 11.10.17, 20:44

Hanomag hat geschrieben:
ktown hat geschrieben: Die DIN bietet einem, sollte einem das örtliche Aufmass zu lästig sein, nach Plänen abzurechnen.
Mir stellt sich die Frage, ob bei einem mündlich geschlossenen Vertrag die DIN gelten?

Dem "mündlich geschlossenen Vertrag" liegt eben dieses Angebot zugrunde, auch wen einem das nicht gefällt, das ist die vertragliche Absprache bis zum Beweis des Gegenteils:
... die Position "Abfuhr und Entsorgung von Aushubmaterial" [wurde] vom Bauträger je m³ angeboten ...

Hanomag
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Re: Angebot für Erdarbeiten

Beitrag von Hanomag » 11.10.17, 20:56

freemont hat geschrieben:
Hanomag hat geschrieben:
ktown hat geschrieben: Die DIN bietet einem, sollte einem das örtliche Aufmass zu lästig sein, nach Plänen abzurechnen.
Mir stellt sich die Frage, ob bei einem mündlich geschlossenen Vertrag die DIN gelten?
Dem "mündlich geschlossenen Vertrag" liegt eben dieses Angebot zugrunde, auch wen einem das nicht gefällt, das ist die vertragliche Absprache bis zum Beweis des Gegenteils:
... die Position "Abfuhr und Entsorgung von Aushubmaterial" [wurde] vom Bauträger je m³ angeboten ...
OK, mein Fehler. Es gab nie ein schriftliches Angebot, aber die AN hat die Posi in seiner ersten Rechnung mittels m³ abgerechnet. Diese Rechnung wurde dann durch eine zweite ersetzt in der auch wieder so abgerechnet wurde. Allerdings werden in der ersten Rechnung neben dieser Posi auch noch weitere Leistungen, wie Baggertransport und Minibaggermiete abgerechnet, die nach DIN eigentlich der ersten Posi zugehörig sind.

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Re: Angebot für Erdarbeiten

Beitrag von freemont » 11.10.17, 21:09

Hanomag hat geschrieben:... Diese Rechnung wurde dann durch eine zweite ersetzt in der auch wieder so abgerechnet wurde. Allerdings werden in der ersten Rechnung neben dieser Posi auch noch weitere Leistungen, wie Baggertransport und Minibaggermiete abgerechnet, die nach DIN eigentlich der ersten Posi zugehörig sind.
Also ich verstehe jetzt nichts mehr. Der Sachverhalt ist jetzt vollkommen unklar. Die Vergütung ist in § 632 BGB geregelt, wenn nichts ausdrücklich vereinbart ist.

Wenn es auch nicht stimmt dass die Rechnung bezahlt wurde, braucht man sich mit § 640 BGB auch nicht zu beschäftigen.

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Re: Angebot für Erdarbeiten

Beitrag von ktown » 11.10.17, 21:23

Also gab es nur ein mündliches Angebot und nur einen mündl.Vertrag und nach was abgerechnet wird, wurde im Vorfeld nie gesprochen.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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Re: Angebot für Erdarbeiten

Beitrag von Hanomag » 11.10.17, 23:11

ktown hat geschrieben:Also gab es nur ein mündliches Angebot und nur einen mündl.Vertrag und nach was abgerechnet wird, wurde im Vorfeld nie gesprochen.
Nur mündlich vereinbart war, dass der AN das Angebot des Bauträgers, welches nur aus der Posi "Abfuhr und Entsorgung von Aushubmaterial" bestand, unterbieten werde. Dem Bauherrn war offensichtlich nicht klar, dass auch noch andere Posi abgerechnet werden können. In der ersten Rechnung rechnete der AN dann nach meiner überschläglichen Berechnung 300 m³ mehr ab, als die Baugrube hergibt.

Diese erste Rechnung schockte den Bauherrn, allerdings war er zu einer Plausibilitätsberechnung nicht fähig und ließ sich auf den Vorschlag einer anteiligen Barzahlung ohne MwSt. ein. Es wurde eine neue Rechnung mit einem reduzierten Pauschalbetrag erstellt, die auch überwiesen wurde. Zwei Drittel der Barzahlungen wurden danach sukzessive übergeben. Der Rest wurde mit dem Hinweis, dass die Gesamtsumme zu hoch sei und nicht den Absprachen entspreche, verweigert. Erst danach wurden Plausibilitätsberechnungen angestellt mit denen der AN konfrontiert wurde. Dies scheint diesen aber nicht zu beeindrucken, weil er nun eine weiter Rechnung nachschob.

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Re: Angebot für Erdarbeiten

Beitrag von ktown » 12.10.17, 05:10

Dann sollte er spätestens jetzt so vernünftig sein und einen Fachmann zurate ziehen.
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Re: Angebot für Erdarbeiten

Beitrag von Tastenspitz » 12.10.17, 08:06

Ja. Der erste Schritt könnte sein, die Baugrube mal korrekt auszumessen solange sie noch da ist.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

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Re: Angebot für Erdarbeiten

Beitrag von freemont » 12.10.17, 08:33

Hanomag hat geschrieben:... Nur mündlich vereinbart war, dass der AN das Angebot des Bauträgers, welches nur aus der Posi "Abfuhr und Entsorgung von Aushubmaterial" bestand, unterbieten werde.
...

Also gab es doch ein schriftliches Angebot von dritter Seite, auf dem die Absprache mit dem AN letztendlich basiert.

Wenn Sie jetzt einen Anwalt einschalten und den genau so vorführen wie dieses Forum wird der wahrscheinlich das Mandat niederlegen. Das kommt sowieso alles heraus, spätestens wenn der Gegner Stellung nimmt.

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Re: Angebot für Erdarbeiten

Beitrag von Hanomag » 14.10.17, 14:18

freemont hat geschrieben:
Hanomag hat geschrieben:... Nur mündlich vereinbart war, dass der AN das Angebot des Bauträgers, welches nur aus der Posi "Abfuhr und Entsorgung von Aushubmaterial" bestand, unterbieten werde.
...
Also gab es doch ein schriftliches Angebot von dritter Seite, auf dem die Absprache mit dem AN letztendlich basiert.
Ich habe hier immer schön und meines Erachtens auch rechtzeitig geliefert. Zu dem von Dir angeprangerten Sachverhalt schrieb ich z. B. viele Beiträge vorher:
Hanomag hat geschrieben: Tatsächlich hatte der Bauherr ein Angebot vom Bauträger, in dem zum Aushub nur eine Position vermerkt war. Diese lautete: "Abfuhr und Entsorgung von Aushubmaterial 1,000 m³ = 21,45 € Einzelpreis.

Mit diesem Angebot ging er auf Empfehlung einer Person, der er sehr vertraute, zum Erbauer. Man trank zusammen ein Weizenbier und vereinbarte mündlich, dass der Erdbauer es billiger machen könne.
Leider musste ich des Öfteren bereits geschriebenes wiederholen, weil nicht jeder von euch ein aufmerksamer Leser ist.
freemont hat geschrieben: Wenn Sie jetzt einen Anwalt einschalten und den genau so vorführen wie dieses Forum wird der wahrscheinlich das Mandat niederlegen. Das kommt sowieso alles heraus, spätestens wenn der Gegner Stellung nimmt.
Ich bin mir nicht bewuß, dass ich jemanden vorgeführt hätte. Vielleicht hilfst Du mir auf die Sprünge? Nebenbei bemerkt, würde ich auch nicht jeden von Euch als Anwalt engagieren.

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Re: Angebot für Erdarbeiten

Beitrag von ktown » 14.10.17, 17:08

Hanomag hat geschrieben:Man trank zusammen ein Weizenbier und vereinbarte mündlich, dass der Erdbauer es billiger machen könne.
und wie nennen sie das? Es steht nirgends, dass ein Angebot schriftlich sein muss.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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Re: Angebot für Erdarbeiten

Beitrag von Hanomag » 14.10.17, 20:22

ktown hat geschrieben:
Hanomag hat geschrieben:Man trank zusammen ein Weizenbier und vereinbarte mündlich, dass der Erdbauer es billiger machen könne.
und wie nennen sie das? Es steht nirgends, dass ein Angebot schriftlich sein muss.
Darum ging es doch gar nicht. Freemont will mit meinem von ihm zitierten Beitrag mitteilen, dass ich den mündlichen Bezug auf ein schriftliches Angebot sehr spät mitgeteilt habe. Ich wiederum zitiere eine meiner Aussagen, die beweist, dass ich dies viel früher mitgeteilt habe.

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