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recht.de • Thema anzeigen - Wer ist für Regenwasser verantwortlich
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BeitragVerfasst: 03.11.17, 21:17 
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Hallo,

ich habe mal folgende, hypothetische, Situation:

An einer Seite von Grundstück A grenzen an einer Seite die Grundstücke B, C, D, E, usw. Es gibt im Gelände ein Gefälle von A zu den Nachbarn und ein Gefälle innerhalb der Grundstücke B, C, D, E zu B hin.

Neben Grundstück B liegt eine Stichstraße zu A und dann ein "Gewässer" mit Abfluss weg von diesen Grundstücken.

In alten Zeiten, mehr als 50 Jahre, gab es entlang der Grenze von A einen Graben, der dann zwischen der Stichstraße und B und schließlich unter der Stichstraße hindurch in das Gewässer mündete. Dieser wurde offensichtlich angelegt um die ganzen Grünstücke zu entwässern.

A hat auf seinen Grund, auch vor längerer Zeit, einen Teich angelegt, in dem Teile des Grundstücks entwässert werden, und der einen Überlauf in den Graben hat.

Zwischen C und D gibt es auch noch einen Graben entlang ca. 1/4 der Grundstückslänge, der in den "langen Graben" mündet.

Im laufe der Zeit wurden durch diverse umbauten der Graben ab der Grundstücksecke A,C,D bis zum Gewässer durch Rohre ersetzt. Dafür gibt es jetzt Schlammabscheider am Anfang des Grabens C,D an der Ecke A,C,D und an der Ecke A,B,C.

Zusätzlich gibt es noch ein Rohr aus dem Keller von D zu dem Schlammabscheider C,D.

Durch mangelndes Reinigen der Abscheider, evtl. defekte Rohre und viel Regen kommt es jetzt zu folgender Situation:

C hat durch den Rückstau Hüfthoch das Wasser im Keller, A und B überlaufendes Wasser aus den Schlammabscheidern auf ihren Grundstücken.

So lange C das System mit einer Pumpe auf die Straße entwässert ist die Situation nicht akut gefährlich.

Die Gemeinde sagt, die ganzen Gräben und Schächte sind nicht ihre Aufgabe da sie auf privaten Grund stehen. Laut Karten des Wasser- und Bodenverbandes ist dieser nur ab dem "Gewässer" zu ständig.

Wer ist denn jetzt in diesem System für was verantwortlich und wer darf welche Änderungen vornehmen? C würde gerne das Rohr zu seinem Keller loswerden, B den Zulauf zu den Schacht ABC dicht machen.

Ich hoffe die hypothetische Situation, die in Mecklenburg-Vorpommern spielt, ist so erklärt das sie nachvollziehbar ist.

Das einzige was ich gefunden habe, ist das der natürliche Lauf, von Regenwasser auf nicht versiegelten Flächen nicht zu ungunsten der Nachbarn beeinflusst werden darf, aber was ist mir solchen Anlagen?

Viele Grüße

Daniel


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BeitragVerfasst: 03.11.17, 21:54 
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FDR-Moderator

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marvin13 hat geschrieben:
ist so erklärt das sie nachvollziehbar ist.
Nö ist es nicht.....aber auch egal. Für mich stellt sich folgende Frage: Wer hat die Änderungen am Graben
marvin13 hat geschrieben:
Im laufe der Zeit wurden durch diverse Umbauten der Graben ....... bis zum Gewässer durch Rohre ersetzt.
und
marvin13 hat geschrieben:
Dafür gibt es jetzt Schlammabscheider am Anfang des Grabens
durchgeführt bzw. durchführen lassen?

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Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.
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"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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BeitragVerfasst: 03.11.17, 22:02 
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ktown hat geschrieben:
[Für mich stellt sich folgende Frage: Wer hat die Änderungen am Graben durchgeführt bzw. durchführen lassen?


Wahrscheinlich jeder so wir er es für richtig gehalten hat: A war Gelände der LPG und hat immer "Mist" in den Graben geworfen, B und C hatte, auf dem damals noch gemeinsamen Grundstück, eine Gärtnerei und haben auch immer was dort hingeworfen. Und wenn man noch mehr von den Leuten fragt die dort schon länger wohnen, dann gibt es wahrscheinlich auch noch eine weiter Variante - es ist leider nicht mehr nachvollziehbar.

Edit: C und D kennen nur die jetzige Situation, das sie "Zugezogene" sind.


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BeitragVerfasst: 03.11.17, 22:13 
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Das beantwortet nicht die Frage. Von
marvin13 hat geschrieben:
hat immer "Mist" in den Graben geworfen
und
marvin13 hat geschrieben:
ine Gärtnerei und haben auch immer was dort hingeworfen
entsteht keine Verrohrung und auch kein Schlammabscheider.

Ansonsten hilft ein Blick in die Katasterpläne bzw. ins Grundbuchblatt der einzelnen Flurstücke.

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BeitragVerfasst: 03.11.17, 22:30 
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Es ist leider nicht nachvollziehbar wer wann was genau umgebaut hat.

Bekommt man denn Einblick in "fremde" Grundbuchblätter und Pläne?

Nehmen wir mal an, diese ganzen Gräben und ihre Umbauten, sind nicht eingetragen. Welches Recht gilt dann?


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BeitragVerfasst: 06.11.17, 11:40 
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Für die Grundstücke gibt es ein Entwässerungskonzept. Ist das grundbuchlich oder in Baugenehmigungen beschrieben, wie das funktionieren soll? Ist der Graben Teil des Konzepts? Dann gehört der Graben wieder hergestellt. Die Pflege des Grabens ist dann bestenfalls Aufgabe dessen, auf dessen Grundstück der Graben liegt. Liegt der auf A's Grund oder auf öffentlichem Grund? Wenn öffentlich, dann mit der Gemeinde die Zuständigkeiten klären.

Es ist schwer vorstellbar, dass ohne jegliche rechtliche Grundlage einfach so jeder ein bisschen was gebaut und gebastelt hat und nun ein Konstrukt da liegt, dass keine rechtlichen Rahmenbedingungen haben soll. Normalerweise gehört zu dem Anschluss eines Hauses an eine Wasserleitung ein Entwässerungskonzept. Und wenn der Graben Teil des Konzeptes war, dann ist der zu erhalten oder ein alternatives Konzept mit Rohren ist zu genehmigen.

Und wieso überhaupt Keller? Ist Schmutzwasser da auch im Spiel? Oder geht es nur um das Oberflächenwasser (Regen)?


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BeitragVerfasst: 06.11.17, 13:07 
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ralph12345 hat geschrieben:
Für die Grundstücke gibt es ein Entwässerungskonzept. Ist das grundbuchlich oder in Baugenehmigungen beschrieben, wie das funktionieren soll? Ist der Graben Teil des Konzepts? Dann gehört der Graben wieder hergestellt. Die Pflege des Grabens ist dann bestenfalls Aufgabe dessen, auf dessen Grundstück der Graben liegt. Liegt der auf A's Grund oder auf öffentlichem Grund? Wenn öffentlich, dann mit der Gemeinde die Zuständigkeiten klären.


Es ist sicher das der Graben nicht auf öffentlichen Grund liegt.

ralph12345 hat geschrieben:
Es ist schwer vorstellbar, dass ohne jegliche rechtliche Grundlage einfach so jeder ein bisschen was gebaut und gebastelt hat und nun ein Konstrukt da liegt, dass keine rechtlichen Rahmenbedingungen haben soll. Normalerweise gehört zu dem Anschluss eines Hauses an eine Wasserleitung ein Entwässerungskonzept. Und wenn der Graben Teil des Konzeptes war, dann ist der zu erhalten oder ein alternatives Konzept mit Rohren ist zu genehmigen.


Da die Häuser da z.T. schon länger als 100 Jahre stehen scheint mir das nicht so schwer Vorstellbar, oder es gibt so ein Konzept und es ist an den Zugenzogen nicht bekannt ist.

ralph12345 hat geschrieben:
Und wieso überhaupt Keller? Ist Schmutzwasser da auch im Spiel? Oder geht es nur um das Oberflächenwasser (Regen)?



Es gibt in einem Keller ein Rohr, das mit den Gräben verbunden ist, wohl um hochsteigendes Wasser abfließen zu lassen - wenn es allerdings nicht abfließt ist es ein Zulauf. Schmutzwasser ist da aber nicht im Spiel Es geht nur um Oberflächenwasser (Regen). Für Schmutzwasser gibt es in der Straße eine funktionierende Kanalisation.


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BeitragVerfasst: 06.11.17, 15:28 
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Ich kenne Keller mit Hebeanlagen und Rückschlagventil... Aber gut, soll ja keine Technik Diskussion werden.

A,B und C sind leidtragend, es scheint irgendwie naheliegend, einfach mal die Anlagen zu entschlammen / zu reinigen...?

Was das Rohr von C angeht... Man darf annehmen, dass es mit Sicherheit nicht Teil irgendeines Konzeptes ist, dass das Abwasser von irgendwem durch den Keller von C geht oder gar dort hinein oder dass der Keller als 100 Kubikmeter Regenwasser-Pufferspeicher dient. Vermutlich leitet doch eher C Wasser aus dem Keller hinaus. Daher dürfte es für C doch kein Problem sein, das Rohr zu entfernen und dicht zu setzen. Wie C dann Wasser aus seinem Keller bekommt, muss C wissen. Keller abdichten wäre eine Lösung.


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BeitragVerfasst: 07.11.17, 09:37 
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ralph12345 hat geschrieben:
Ich kenne Keller mit Hebeanlagen und Rückschlagventil... Aber gut, soll ja keine Technik Diskussion werden.

Wäre alles immer Fachgerecht ausgeführt, wären jede Menge Anwälte arbeitslos...

ralph12345 hat geschrieben:
A,B und C sind leidtragend, es scheint irgendwie naheliegend, einfach mal die Anlagen zu entschlammen / zu reinigen...?

Ja, wenn alle einsehen das es ein gemeinsames Problem ist. Leider gibt es Menschen die nur eine Teil des Problems sehen, nämlich "Leiten Sie nicht Ihr Wasser auf mein Grundstück"

ralph12345 hat geschrieben:
Was das Rohr von C angeht... Man darf annehmen, dass es mit Sicherheit nicht Teil irgendeines Konzeptes ist, dass das Abwasser von irgendwem durch den Keller von C geht oder gar dort hinein oder dass der Keller als 100 Kubikmeter Regenwasser-Pufferspeicher dient. Vermutlich leitet doch eher C Wasser aus dem Keller hinaus. Daher dürfte es für C doch kein Problem sein, das Rohr zu entfernen und dicht zu setzen. Wie C dann Wasser aus seinem Keller bekommt, muss C wissen. Keller abdichten wäre eine Lösung.


Ja, C (der im Ausgangspost D war ;-) ), geht das an, was aber das Problem für die Anderen verschärfen wird, da er den Graben nicht mehr über seinen Keller entwässern wird...

Die Hoffnung ist halt das Problem mit Hilfe von Fakten wieder zu Versachlichen und nicht bei jedem Gespräch bei den Problemen die die Besitzer vor 70 Jahren miteinander hatten zu lande.


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BeitragVerfasst: 07.11.17, 10:00 
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Man wird nicht herum kommen sich erstens mal die Katasterpläne anzuschauen um zu sehen, auf welchem Flurstück der Kanal/Graben liegt und wem dieses Flurstück gehört. Alles weitere sollte dringend über einen Anwalt geregelt werden.

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