Hecke an der Grundstücksgrenze

Öffentliches und privates Baurecht, Bebauungsrecht, Nachbarrecht

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fragenfueralle
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Re: Hecke an der Grundstücksgrenze

Beitrag von fragenfueralle » 17.12.17, 22:18

Das weiß ich. Aber hier ist es ja nicht so, dass der Nachbar des Fragestellers die Einfriedung zunächsteinmal bloß will und der Fragesteller nicht mitmachen wollte. Vielmehr hat der Nachbar einfach den Fragesteller vor vollendeten Tatsachen gestellt. Den "Zwang" hat er (der Nachbar) erst gar nicht wirken lassen. Das will vom Nachbarrecht anders verstanden werden: mitwirken heißt nicht, sich dem Diktat des anderen zu unterwerfen. Beide Parteien sollen sich auf eine gemeinsame Lösung einigen.

Für ein nachbarschaftl. Miteinander ist die geschilderte Darstellung zweifellos ein ganz miserabler Start.

Ich halte es für wenig zielführend, dem Fragesteller belanglose Gegenfragen zu stellen.

Sicherlich müssen meine Darlegungen nicht gänzlich fehlerfrei sein und noch weniger mit Ihrer Meinung übereinstimmen, aber ganz so falsch liege ich sicherlich auch nicht: der Nachbar hat ohne Absprache einfach mal losgelegt. Dem Fragesteller bleibt mindestens zu prüfen, ob der Zaun, so er auf dem tats. Grenzverlauf liegt, ortsüblich ist.
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Re: Hecke an der Grundstücksgrenze

Beitrag von ktown » 17.12.17, 22:43

fragenfueralle hat geschrieben:Den "Zwang" hat er (der Nachbar) erst gar nicht wirken lassen.
wieso auch. Bisher scheint der Eigentümer der Einfriedung auch kein Geld haben zu wollen.
fragenfueralle hat geschrieben:sich dem Diktat des anderen zu unterwerfen.
welches Diktat? Es steht dem Nachbarn doch frei nun selbst tätig zu werden.
fragenfueralle hat geschrieben:Für ein nachbarschaftl. Miteinander ist die geschilderte Darstellung zweifellos ein ganz miserabler Start.
kann sein.....muss aber nicht
fragenfueralle hat geschrieben:der Nachbar hat ohne Absprache einfach mal losgelegt.
Ich frage nochmals. Wo steht geschrieben, dass hier sich Nachbarn absprechen müssen? Ich bezweifel nicht, dass es im nachbarschaftlichen Verhältnis von Vorteil gewesen wäre, wenn dies getan worden wäre. nur aus diesem einen Satz des ganzen §32
Wirkt der Nachbar nicht binnen zwei Monaten nach schriftlicher Aufforderung bei der Errichtung mit, so kann der Eigentümer die Einfriedigung allein errichten
heraus zu deuten, dass es grundsätzlich eine Mitwirkungspflicht gäbe, passt nicht zu
Sind beide Grundstücke bebaut oder gewerblich genutzt, so sind deren Eigentümer verpflichtet, die Einfriedigung gemeinsam zu errichten, wenn auch nur einer von ihnen die Einfriedigung verlangt.
Es muss also immer einer den anderen dazu auffordern.
fragenfueralle hat geschrieben:Dem Fragesteller bleibt mindestens zu prüfen, ob der Zaun, so er auf dem tats. Grenzverlauf liegt, ortsüblich ist.
Dies kann er freimütig tun. Er sollte dabei jedoch die Ausführungen des örtlichen B-Planes nicht außer acht lassen.
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Re: Hecke an der Grundstücksgrenze

Beitrag von fragenfueralle » 17.12.17, 23:50

ktown hat geschrieben:
fragenfueralle hat geschrieben:Den "Zwang" hat er (der Nachbar) erst gar nicht wirken lassen.
wieso auch. Bisher scheint der Eigentümer der Einfriedung auch kein Geld haben zu wollen.
Sie blenden aus: § 32 Einfriedigungspflicht (NachbG NRW)
...Wirkt der Nachbar nicht binnen zwei Monaten nach schriftlicher Aufforderung bei der Errichtung mit,...
ktown hat geschrieben:
fragenfueralle hat geschrieben:sich dem Diktat des anderen zu unterwerfen.
welches Diktat? Es steht dem Nachbarn doch frei nun selbst tätig zu werden.
und was zu tun?
ktown hat geschrieben:
fragenfueralle hat geschrieben:Für ein nachbarschaftl. Miteinander ist die geschilderte Darstellung zweifellos ein ganz miserabler Start.
kann sein.....muss aber nicht
der Fragesteller hat eingangs ja wohl interpretationsfrei formuliert, das zitiere ich jetzt nicht nochmal.

Ihren restlichen Ausführungen kann ich ebenfalls nicht folgen. Die Mitwirkungspflicht ergibt sich aus dem von Ihnen selbst zitierten Abschn. 1 des §32 NachbG NRW durch "...Einfriedigung gemeinsam zu errichten...", im Eskalationsfalle spätestens durch die vorgeschriebene Kostenteilung gem. §37 NachbG NRW.

Dies alles ist aber am Problem des Fragestellers vorbeidiskutiert.
Fazit: steht der Zaun auf der Grenze und ist eine Ortsüblichkeit festzustellen, wird man gegen die vollendeten Tatsachen vermutl. nichts erwirken können. So sollte es sicherlich nicht laufen.
ktown hat geschrieben:...Er sollte dabei jedoch die Ausführungen des örtlichen B-Planes nicht außer acht lassen.
guckst du:
bvlgari_nrw hat geschrieben:...Im Bebauungsplan ist nur geregelt, welchen Abstand eine Hecke/Zaun zur öffentlichen Fläche haben muss (0,50m). Es steht nichts drin über die Abstände zur privaten Grundstücksflächen. ...
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Re: Hecke an der Grundstücksgrenze

Beitrag von ktown » 18.12.17, 07:39

Es steht ihnen frei diese Meinung zu haben. Ich zitiere nur noch dieses, weil es genau den Punkt trifft.
ralph12345 hat geschrieben:Der Fall, dass einer einfach mal macht, ohne den anderen zu fragen, ist nicht geregelt. Dumm gelaufen. Sollte die Einfriedung unzumutbar sein, bliebe der Klageweg, sollte sie ortsüblich sein, wird das aussichtslos.
Nur weil der § Einfriedungspflicht heißt, muss ich nicht meine Nachbarn zur Mitwirkung verpflichten. Es steht ihnen aber frei ihre Nachbarn darauf hinzuweisen, dass sie ein Mitspracherecht haben wollen. Wundern sie sich aber nicht, dass er dann auch anteilig Geld von ihnen will.
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Re: Hecke an der Grundstücksgrenze

Beitrag von ralph12345 » 18.12.17, 09:40

Primär scheint ja eher die Hecke Gegenstand des Ärgernis und weniger der Zaun.

Wie löst man das? Vielleicht wäre es zielführend, solange die Pflanzen noch klein und versetzbar sind, das Thema anzusprechen. Ein bisschen diplomatisch drauf hinweisen, dass man selber keine Hecke haben will und die ja nun zwangsläufig rüber wächst, und ein bisschen Abstand nett gewesen wäre, wo der Gesetzgeber immerhin 50cm fordert. Das wären bei einer 50cm breiten Hecke 75cm Abstand vom "Stamm" zur Grenze... Wenn der Nachbar den 50cm Streifen ordentlich pflegt, bekommen Sie da nichts von mit. aber das wird eher nicht passieren.
Jede Art von Hecke wächst irgendwann über die Grenze, wenn sie nicht etliche Meter weit weg steht. Die zu pflegen gehört zu der Arbeit, die man sich einkauft, wenn man ein Grundstück erwirbt. Vielleicht sollte man versuchen, das Stück Grün eher als Gewinn denn als Belästigung zu sehen.

Wir haben hier auch so einen weiter entfernen Nachbarn, der am liebsten jeden Samenkorn, der von woanders auf sein Grundstück fliegt unterbinden würde und der seinen Nachbarn bislang vergebens zu motivieren versucht, die wunderschöne wilde Wiese in einen toten englischen Rasen umzuwandeln.

Wenn man denn unbedingt jedes Grün aus dem Garten fernhalten will, muß man selber einfrieden. Und zwar eine geschlossene Einfriedung. Sichtschutzzaun, Mauer... Hauptsache B-Plan konform.

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Re: Hecke an der Grundstücksgrenze

Beitrag von ktown » 18.12.17, 09:45

ralph12345 hat geschrieben:Vielleicht wäre es zielführend, solange die Pflanzen noch klein und versetzbar sind, das Thema anzusprechen.
und den §47 im Auge behalten. :wink:
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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Re: Hecke an der Grundstücksgrenze

Beitrag von bvlgari_nrw » 18.12.17, 19:00

ktown hat geschrieben:
ralph12345 hat geschrieben:Vielleicht wäre es zielführend, solange die Pflanzen noch klein und versetzbar sind, das Thema anzusprechen.
und den §47 im Auge behalten. :wink:
Das mit 6 Jahren ist mir schon bekannt :wink: Und solange werde ich bestimmt nicht warten. Vermessung (Haus/Katastar) findet im Januar statt. Da werde ich unseren Vermesser fragen, ob er was zum Zaun sagen kann.

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Re: Hecke an der Grundstücksgrenze

Beitrag von bvlgari_nrw » 18.12.17, 19:10

ralph12345 hat geschrieben:Primär scheint ja eher die Hecke Gegenstand des Ärgernis und weniger der Zaun.

Wie löst man das? Vielleicht wäre es zielführend, solange die Pflanzen noch klein und versetzbar sind, das Thema anzusprechen. Ein bisschen diplomatisch drauf hinweisen, dass man selber keine Hecke haben will und die ja nun zwangsläufig rüber wächst, und ein bisschen Abstand nett gewesen wäre, wo der Gesetzgeber immerhin 50cm fordert. Das wären bei einer 50cm breiten Hecke 75cm Abstand vom "Stamm" zur Grenze... Wenn der Nachbar den 50cm Streifen ordentlich pflegt, bekommen Sie da nichts von mit. aber das wird eher nicht passieren.
Jede Art von Hecke wächst irgendwann über die Grenze, wenn sie nicht etliche Meter weit weg steht. Die zu pflegen gehört zu der Arbeit, die man sich einkauft, wenn man ein Grundstück erwirbt. Vielleicht sollte man versuchen, das Stück Grün eher als Gewinn denn als Belästigung zu sehen.

Wir haben hier auch so einen weiter entfernen Nachbarn, der am liebsten jeden Samenkorn, der von woanders auf sein Grundstück fliegt unterbinden würde und der seinen Nachbarn bislang vergebens zu motivieren versucht, die wunderschöne wilde Wiese in einen toten englischen Rasen umzuwandeln.

Wenn man denn unbedingt jedes Grün aus dem Garten fernhalten will, muß man selber einfrieden. Und zwar eine geschlossene Einfriedung. Sichtschutzzaun, Mauer... Hauptsache B-Plan konform.
Ich kann es nur wiederholen... B-Plan regelt nicht die Abstände zwischen privaten Flächen. Nur den Teil mit Sichtschutz (max 4m Länge). Ein Stück Grün hin oder her, ich will es nicht. Ich will in meinem Garten liegen, grillen, entspannen und nicht eine Hecke mehrmals im Jahr schneiden/aufräumen/wegfahren etc. Vor allem dann nicht wenn mir dies von jemanden aufgezwungen wird. Punkt :)

Fazit: ich warte den Termin mit Vermesser ab und dann rede ich erstmals mit Nachbarn. Vernünftig. Aber nach so einer "Ignore-Action" lasse ich den Stück Grün absetzen. Muss es in einer Nachbarschaft immer so einen Arschloch-Nachbar geben? Alle anderen sind super nett, kommen zum Frühstück, bringen die Post ins Haus wenn wir im Urlaub sind... man man.

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Re: Hecke an der Grundstücksgrenze

Beitrag von ralph12345 » 19.12.17, 09:31

Die Hecke zu schneiden wird Ihnen nicht aufgezwungen. Die Hecke ist Eigentum des Nachbarn und von diesem zu pflegen. Ich weiß nicht, wie das bei ihnen sein könnte. Ich schneide meine Hecke auf der Seite des Nachbarn, wenn der nicht da ist. Der Grund ist, dass sein Auto dann auch nicht da ist und ich an die Hecke komme, die seine Parkfläche begrenzt. Der merkt da gar nichts von.

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Re: Hecke an der Grundstücksgrenze

Beitrag von bvlgari_nrw » 19.12.17, 20:04

ralph12345 hat geschrieben:Die Hecke zu schneiden wird Ihnen nicht aufgezwungen. Die Hecke ist Eigentum des Nachbarn und von diesem zu pflegen. Ich weiß nicht, wie das bei ihnen sein könnte. Ich schneide meine Hecke auf der Seite des Nachbarn, wenn der nicht da ist. Der Grund ist, dass sein Auto dann auch nicht da ist und ich an die Hecke komme, die seine Parkfläche begrenzt. Der merkt da gar nichts von.
Ihre Hecke grenzt so wie ich das verstehe an den Stellplatz des Nachbarns, richtig? Ich habe mit meinem Nachbarn eine ca. 30m lange Einfriedung, ohne Stellplatz, ohne irgendwas... und diese 30m sind jetzt mit einem Zaun und einer Hecke direkt am Zaun ausgestattet worden.

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Re: Hecke an der Grundstücksgrenze

Beitrag von ktown » 19.12.17, 20:55

bvlgari_nrw hat geschrieben:Ihre Hecke grenzt so wie ich das verstehe an den Stellplatz des Nachbarns, richtig? Ich habe mit meinem Nachbarn eine ca. 30m lange Einfriedung, ohne Stellplatz, ohne irgendwas... und diese 30m sind jetzt mit einem Zaun und einer Hecke direkt am Zaun ausgestattet worden.
Ja und? Dann kommt der Nachbar jeweils vorbei und schneidet diese Hecke (was er übrigens auch darf).
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Re: Hecke an der Grundstücksgrenze

Beitrag von bvlgari_nrw » 19.12.17, 21:39

ktown hat geschrieben:
bvlgari_nrw hat geschrieben:Ihre Hecke grenzt so wie ich das verstehe an den Stellplatz des Nachbarns, richtig? Ich habe mit meinem Nachbarn eine ca. 30m lange Einfriedung, ohne Stellplatz, ohne irgendwas... und diese 30m sind jetzt mit einem Zaun und einer Hecke direkt am Zaun ausgestattet worden.
Ja und? Dann kommt der Nachbar jeweils vorbei und schneidet diese Hecke (was er übrigens auch darf).
Sind Sie vielleicht mein Nachbar? :D :D :D
Im Nachbargesetz steht nicht umsonst mind. 50cm, da hat sich wohl Gesetzgeber was gedacht. Wahrscheinlich aus der Erfahrung, wie brav und fleißig die meisten Nachbarn wohl die Hecken schneiden und pflegen.

Das Ding kommt weg.

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Re: Hecke an der Grundstücksgrenze

Beitrag von Hanomag » 20.12.17, 12:20

bvlgari_nrw hat geschrieben:Muss es in einer Nachbarschaft immer so einen Arschloch-Nachbar geben? Alle anderen sind super nett, kommen zum Frühstück, bringen die Post ins Haus wenn wir im Urlaub sind... man man.
Bei Nachbarschaftsstreitigkeiten ist für einen Aussenstehnder nicht immer klar, wer tasächlich das A........ ist?

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Re: Hecke an der Grundstücksgrenze

Beitrag von ktown » 20.12.17, 12:28

Könnte es vielleicht sein, dass sie dieser Nachbar sind? :lachen:
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Re: Hecke an der Grundstücksgrenze

Beitrag von ralph12345 » 20.12.17, 13:52

Das Nachbarschaftsrecht ist explizit dazu da, um genau diese Streitfälle zu vermeiden und den Eigentümer da zu schützen, wo Rücksichtnahme durch den Nachbarn nicht stattfindet. Wenn ein Mensch meint, das Recht zu ignorieren, dann ist Toleranz gefragt. Fehlt nun sowohl die Rechtskonformität als auch die Rücksichtnahme auf der einen Seite und die Toleranz auf der anderen, dann wird es eng. Wenn dann keiner gewillt ist, bei einer Flasche Bier am Gartenzaun das Problem konstruktiv zu lösen, eskaliert das.
Und man ist auch nicht immer gut beraten, stets tolerant zu sein, wenn das am Ende immer auf eigene Kosten geht, weil der Nachbar sich an keinerlei Pflichten, Gesetzt und gute Manieren hält.

Ich glaub, da ist es falsch, die Rolle des A**** jemandem aus der Ferne zuzuweisen. Wir kennen nur einen kleinen Teil der Geschichte!

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