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recht.de • Thema anzeigen - Hausauftrag - Besteht ein Begehungsrecht der Baustelle?
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BeitragVerfasst: 24.02.18, 18:31 
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Sehr geehrte Forenmitglieder,

A liegt ein Hausauftrag (Werkvertrag nach BGB) vor. A wurde angeraten, explizit ein Begehungsrecht im Vertrag zu verankern, damit er als Bauherr (und ein Bausachverständiger) Zutritt zur Baustelle hat/haben (A bin bereits Eigentümer des Grundstücks).

Ist dies tatsächlich erforderlich?

Denn: In sämtlichen Abhandlungen, die man liest, wird vor Vertragsklauseln gewarnt, die dem Auftragnehmer das Hausrecht übertragen.
Eine derartige Klausel gibt es aber im Hausauftrag nicht.
Somit kann der Auftragnehmer einem den Zutritt nicht verwehren, so dass der Vertragszusatz „Begehungsrecht" unnötig ist.
Ist das so richtig?

Vielen Dank für Feedback.


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BeitragVerfasst: 24.02.18, 18:51 
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Es kann ja auch als Klarstellung formuliert werden, ...

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Gruß
khmlev


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BeitragVerfasst: 25.02.18, 16:26 
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Schon klar. Aber es lohnt sich nicht zu verhandeln für eine Klarstellung eines Sachverhalts, der eh klar ist.

Die Frage ist, ob der Sachverhalt tatsächlich "eh klar" ist.
Oder gibt es doch noch ein Hintertürchen für das Bauunternehmen A und seinem Sachverständigen den Zutritt zu verwehren?


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BeitragVerfasst: 25.02.18, 17:30 
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Keine Ahnung, da der konkrete Vertrag nebst etwaigen AGB unbekannt sind.

Dafür gibt es Fachanwälte, welche den Vertrag gerne prüfen.

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Gruß
khmlev


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BeitragVerfasst: 25.02.18, 18:52 
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Themenstarter
Genau aus diese Ecke hat aber A den Ratschlag erhalten, was sehr zweifelhaft ist. Daher der Thread.


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BeitragVerfasst: 25.02.18, 18:57 
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mattberlin hat geschrieben:
Genau aus diese Ecke hat aber A den Ratschlag erhalten, was sehr zweifelhaft ist. Daher der Thread.
Dann sollte A sich aus dieser Ecke die Erklärung dafür geben lassen. DIE Erklärung basiert sicherlich auf entsprechendem Fachwissen und die in dieser Ecke befindliche Person steht für die Beratung auch gerade :wink:

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BeitragVerfasst: 25.02.18, 19:14 
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Themenstarter
Richtig, dennoch habe ich die Hoffnung, hier etwas Stichhaltiges über die Situation von A zu erfahren. Hierzu macht ein Forum ja Sinn


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BeitragVerfasst: 25.02.18, 19:21 
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Und da Der aus der Ecke in Kenntnis der Vertragsunterlagen die Auskunft erteilt haben wird, wird er seine Gründe haben. Wie Vorgenannt: Nachfragen.

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Gruß
khmlev


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BeitragVerfasst: 26.02.18, 09:31 
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Problematisch ist das eher bei den klassischen Bauträgersituationen, bei denen der Käufer eben noch nicht Eigentümer ist.
Der Bauunternehmer sollte ggf klarstellen, das die Baustelle bezüglich Verkehrssicherheit eben Baustelle ist und er dem Eigentümer keine Sicherheit "wie im fertigen Haus" garantieren kann und bestimmte Bereiche (z. B. frisch verlegte Fliesen) nur nach Absprache betreten werden können.
Betreten und schauen ist meist unkritisch, wenn aber durch "eindringliche Prüfungen" Verzögerungen oder Beschädigungen an den Arbeiten entstehen, oder gegenüber den Handwerkern direkt Änderungen beauftragt werden, kann der Unternehmer zurecht dagegen sein und ggf auch Schaden einfordern.

In vielen Fällen bietet die ein Vereinbaren der VOB an, da dort, speziell für den Baubereich, mehrere gute, praktikable Sonderregelungen enthalten sind, die vom üblichen BGB-Verfahren abweichen....

Alles weitere driftet dann aber in die Rechtsberatung ab... und dafür gibt es nunmal die Anwälte...


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BeitragVerfasst: 26.02.18, 10:16 
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Vielen Dank für die Info.
Der Vertrag von A schließt VOB nicht mit ein.


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BeitragVerfasst: 26.02.18, 10:52 
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Wohnort: Auf diesem Planeten
MGH hat geschrieben:
In vielen Fällen bietet die ein Vereinbaren der VOB an, da dort, speziell für den Baubereich, mehrere gute, praktikable Sonderregelungen enthalten sind, die vom üblichen BGB-Verfahren abweichen....
Wie wir ja nun wissen, ist die Einbindung der VOB im Vertragsverhältnis mit priv. Bauherrn fast unmöglich.

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BeitragVerfasst: 26.02.18, 11:03 
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Zitat:
A liegt ein Hausauftrag (Werkvertrag nach BGB) vor. A wurde angeraten, explizit ein Begehungsrecht im Vertrag zu verankern, damit er als Bauherr (und ein Bausachverständiger) Zutritt zur Baustelle hat/haben (A bin bereits Eigentümer des Grundstücks).


Es gibt Bauträger... Bauträger sind Baufirmen, denen das Grundstück gehört, die darauf bauen und dem Kunden das fertige Haus verkaufen. Bauherr ist in dem Fall die Baufirma. Da mag es dringend geboten sein, Zutrittsrechte vertraglich zu sichern. Das ist hier aber nicht der Fall.

Und dann gibt es Kunden, die als Bauherren auf dem eigenen Grund eine Baufirma beauftragen, ihnen ein Haus zu bauen. Ich wage zu behaupten, dass die Baufirma dem Grunstückseigentümer keinen Zugang verweigern kann.

Ist das, was da entsteht, da es auf seinem Grund entsteht, nicht automatisch Eigentum des Bauherren?

Also fragt man tunlichst den Sachverständigen, warum er meint, die Klausel wäre notwendig. Ist das A's eigener, von ihm bezahlter Sachverständiger oder auch nur ein Forenschreiber oder jemand, der den konkreten Vertrag nicht kennt?

Und was ist ein Hausauftrag? Und warum liegt der A vor? A ist doch der Auftraggeber?


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