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Schadensminderungspflicht bei Leitungsproblemen des Nachbarn

BeitragVerfasst: 06.03.18, 14:50
von Michael_123
Guten Tag,
ein für mich komplizierter Fall beschäftigt mich, ich hoffe jemand kann helfen:

Es gibt zwei Bauherren von je einem Einfamilienhaus die direkt nebeneinander liegen.
Familie HINTEN und Familie VORNE.
Vom hinteren Grundstück verlaufen Abwasser- und Regenwasserrohre über das vordere Grundstück in die Straße.
Auch vom vorderen Haus wird in diese Leitungen geleitet. Es war ein gemeinsamer Auftrag. Vorne hat seinen Anteil gezahlt.

Alles war soweit ok.

Nun hat HINTEN festgestellt, dass Wasser nicht vollständig abläuft, es manchmal zurück ins Haus läuft. Vorne ist alles ok.
HINTEN steht vor dem Verwaltungsgericht und möchte, dass die Firma die Rohrleitungen nachbessert. Das dauert schon mehrere Monate.

Problem: Die Gärten sollen „jetzt“ angelegt werden.
VORNE möchte den Teil des Gartens, durch den die Rohre laufen überbauen. (Rasen / Terrasse)
Hinten sagt, dass das auf Grund der Schadensminderungspflicht nicht passieren sollte.
VORNE möchte aber nicht auf den Garten verzichten bzw. noch länger warten.
Sie haben Kinder und müssen das Haus durch „Matsch“ betreten. Ein Garten & ein Zuweg sind wirklich nötig.

In wie weit muss VORNE von der Überbauung (Pflasterwege / Terrasse) absehen oder macht ggf. sogar „teure Fehler“, wenn sie überbauen? Wie ist die Rechtslage?

Danke….