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recht.de • Thema anzeigen - Kein Satempfang wegen Nachbarsbäumen
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BeitragVerfasst: 31.05.18, 18:41 
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Hallo Ihr Guten,

ein fiktiver Fall:
A und B haben 2 Grundstücke die aneiander grenzen. B`s Grundstück ist sehr groß und nicht gut gepflegt. Nun sind mit den Jahren 4 Birken auf B`s Grundstück gewachsen die A den Empfang von Satsignalen unmöglich machen. Egal von welchem Teil A`s Grundstück man es versuchen würde, immer steht eine der Birken im Wege.

Könnte A verlangen das eine oder mehrere davon gefällt werden?


Danke für Antworten!

Ody


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BeitragVerfasst: 31.05.18, 18:55 
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Würden sie den Abriss eines Gebäudes auch fordern?
Hier etwas zum lesen.

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"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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BeitragVerfasst: 31.05.18, 19:26 
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Themenstarter
Hm, danke für den Artikel, wobei mich der Satz "würden sie den Abriß eines Gebäudes auch fordern" etwas befremdet hat!
Fakt ist jedenfalls das in meinem fiktiven Fall eine Partei erheblich gestört wird.

Gibt es kein Recht auf Information über Funk u. Fernsehen? Z.Bsp. Katastrohenmeldungen(?) Weit hergeholt, aber könnte doch sein?

Danke für Antworten.

Gruß
Ody


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BeitragVerfasst: 31.05.18, 19:36 
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BeitragVerfasst: 31.05.18, 19:37 
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Offenbar stehen die Birken schon etliche Jahre an Ort und Stelle. Soweit in dem betreffenden Bundesland ein Nachbarrechtsgesetz besteht, dürften sich aus diesem einzuhaltende Abstände der Bäume zur Grundstücksgrenze ergeben. Ebenso Regelungen dazu, wie lange man als Nachbar ggf. die Beseitigung rechtswidrig platzierter Bäume verlangen darf. Ansonsten gilt die allgemeine Verjährungsfrist von drei Jahren zum Jahresende. Diese dürfte vorliegend bei weitem überschritten sein.

Entweder wird ein etwaiger Anspruch auf Beseitigung verjährt sein, das heißt er wäre zwar noch existent aber nicht mehr durchsetzbar, oder aufgrund nachbarrechtlicher Regelungen ist eine andere Regelung getroffen, die dann als die speziellere Norm vorginge. Beispielsweise im Land Brandenburg beträgt die Frist nur 2 Jahre zum Jahresende, danach geht der Anspruch sogar unter. Die Konsequenz wäre, daß man den Bestand der Bäume bis zu ihrem natürlichen Abgang hinnehmen muß.

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BeitragVerfasst: 31.05.18, 19:56 
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Ob der Rückschnitt auf das rechtlich zulässige jedoch den SAT-Empfang deutlich verbessern würde?

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BeitragVerfasst: 31.05.18, 19:58 
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Zitat:
Gibt es kein Recht auf Information über Funk u. Fernsehen? Z.Bsp. Katastrohenmeldungen(?) Weit hergeholt, aber könnte doch sein?
Sicherlich, Sie haben das Recht Radio zu hören und Fernsehen zu gucken. Nur wenn auf Ihrem Grundstück kein Sat-Empfang ist, dann geht es eben technisch nicht. Und den Nachbarn trifft auch keine Mitwirkungspflicht. Mann kann ja die Medien über Kabel empfangen.

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 31.05.18, 19:59 
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Odyssee hat geschrieben:
Gibt es kein Recht auf Information über Funk u. Fernsehen? Z.Bsp. Katastrohenmeldungen(?)
Dafür gibt es DAB+ oder Internet und für den Katastrophenschutz entsprechende Apps.

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BeitragVerfasst: 31.05.18, 21:03 
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Odyssee hat geschrieben:
Gibt es kein Recht auf Information über Funk u. Fernsehen? Z.Bsp. Katastrohenmeldungen(?) Weit hergeholt, aber könnte doch sein?


In hiesieger Region wird in 5 Tagen Radio- und Fernsehempfang auf ausschließlich digital umgestellt. Ob das jetzt DAB, DAB+, DAB ++, DVBT oder DVBT-2 oder -7 oder sonst wie heißt, weiß ich nicht genau. Aber müsste das dann nicht zumindest in naher Zeit in ganz Deutschland so sein und auch ohne Satellit gehen?

In der Wohnung des Odyssee scheint darüber hinaus auch ohne Sat-Schüssel Internetempfang möglich zu sein. Zumindest die Landesrundfunkanstalten verwenden für die Nachrichtenkanäle das auch.

Ich hoffe, damit die Sorge um den grundrechtswidrigen Ausschluss von Informationsquellen etwas abgemildert zu haben. :engel:


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BeitragVerfasst: 31.05.18, 22:11 
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ktown hat geschrieben:
Ob der Rückschnitt auf das rechtlich zulässige jedoch den SAT-Empfang deutlich verbessern würde?

Die Sat-Antenne braucht zwingend freie "Sicht" auf den Satelliten, anderenfalls funktioniert der Empfang technisch nicht. Jedoch ändert die technisch bedingte Unmöglichkeit des Sat-Empfangs nichts an der Rechtslage in Bezug auf die Bäume. Wäre ein Anspruch auf Beseitigung beispielsweise präkludiert oder verjährt, ist - aus welchem Rechtsgrund auch immer - da nichts mehr zu wollen. Das gilt auch für einen Rückschnitt.

Eventuell brächte es was die Sat-Antenne höher zu installieren, oder auch sie weiter von den Bäumen entfernt anzuordnen. Auch spielt der Standort des Hauses eine Rolle, im Berliner Raum schaut die Schüssel ca. 30° nach oben, um so weiter man nach Süden kommt, um so stärker schaut die Antenne in den Himmel, gen Nord ist es umgekehrt. Ob es wirklich an den Bäumen liegt, oder ein Defekt vorliegt oder die Anlage durch einen Sturm aus der Position gedreht wurde, das wissen wir nicht. Um so hochauflösender das TV-Bild jedenfalls ist, um so zickiger reagiert das Gerät auf nicht einwandfreies Signal.

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BeitragVerfasst: 31.05.18, 22:19 
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Sie sagen es: Eventuell….eventuell aber auch nicht. Man weiß nicht, ob die Forderung für das eigentliche Ziel hilfreich ist. Im Hinblick der gerichtlichen Entscheidungen, sollte man andere Informationsmöglichkeiten nutzen und sich nicht zu sehr über die Unmöglichkeit einer SAT-basierten Empfangsmöglichkeit zu ärgern.

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BeitragVerfasst: 31.05.18, 22:39 
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Odyssee hat geschrieben:
Hallo Ihr Guten,

ein fiktiver Fall:
A und B haben 2 Grundstücke die aneiander grenzen. B`s Grundstück ist sehr groß und nicht gut gepflegt. Nun sind mit den Jahren 4 Birken auf B`s Grundstück gewachsen die A den Empfang von Satsignalen unmöglich machen. Egal von welchem Teil A`s Grundstück man es versuchen würde, immer steht eine der Birken im Wege.

woher weiß man, dass die Birken das Problem sind?
Welchen Zeitraum umfasst "mit den Jahren", dass die Birken dermaßen gewachsen sind und rundherum den Empfang stören?
In welchem Zusammenhang steht das sehr große und ungepflegte Grundstück des B?

Zitat:
Könnte A verlangen das eine oder mehrere davon gefällt werden?

Verlangen geht immer. Ob B dem nachkommen muss, ist eine andere Frage. Zunächst mal müsste geklärt werden, ob die Bäume überhaupt gefällt werden dürfen, dann, dass diese den Empfang stören. Und selbst wenn beides zutrifft, dürfte die Rechtslage nicht so klar sein, dass irgendwo steht, wenn ein Baum den Empfang stört, muss er gefällt werden.

Zitat:
Gibt es kein Recht auf Information über Funk u. Fernsehen?

sicher, aber der Nachbar hat damit nichts zu tun
Zitat:
Z.Bsp. Katastrohenmeldungen(?) Weit hergeholt, aber könnte doch sein?

Nachbar A benötigt keinen SAT-Empfang, um im Katastrophenfall informiert zu werden.


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BeitragVerfasst: 01.06.18, 10:20 
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Fazit - zumindestens für mich - einigt euch irgendwie. Mit Gewalt sprich einer Klage ist hier wenig Erfolg zu sehen.

Nachtrag....ist mir grade eingefallen.
Kann A hier nicht mittels Mast auf dem Dach die erforderliche Höhe erreichen?

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BeitragVerfasst: 01.06.18, 12:17 
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A sollte mal mit dem örtlichen Radio-/Fernsehtechniker Kontakt aufnehmen. Möglicherweise beseitigt eine größere Schüssel, ein neuer LNB oder ähnliches das "Problem" schon.


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BeitragVerfasst: 01.06.18, 12:51 
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Celestro hat geschrieben:
A sollte mal mit dem örtlichen Radio-/Fernsehtechniker Kontakt aufnehmen. Möglicherweise beseitigt eine größere Schüssel, ein neuer LNB oder ähnliches das "Problem" schon.

Wenn die Schüssel keinen freien "Blick" zum Satelliten hat, bekommt sie kein Signal. Aus keinem Signal kann weder eine größere Schüssel etwas machen, noch ein neuer LNB. Allerdings gehen LNB auch mal kaputt, meist weil die Feedkappe infolge Alterung oder Hagelschlag aufplatzt und Wasser eindringt. Dieses Problem betrifft die allermeisten der heutzutage erhältlichen LNB, nur die LNB von A*L*P*S die aber nicht mehr angeboten werden krankten nicht daran und hielten daher locker mindestens 20 bis 25 Jahre. Andere sind schon nach 8 bis 10 Jahren Schrott.

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