Erdgeschoss Fußbodenoberkannte

Öffentliches und privates Baurecht, Bebauungsrecht, Nachbarrecht

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h0nIg
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Erdgeschoss Fußbodenoberkannte

Beitrag von h0nIg » 16.04.19, 20:04

Hallo,

in einer Baugenehmigung von 1972 wird der folgende Satz erwähnt.
Die Höhe der Erdgeschoß - Fußboden - Oberkante wird auf höchstens 0,6 Nm (Einheit unklar, ist mit Schreibmaschine "korrigiert" - vorher war NN zu sehen)? festgelegt. Diese Höhenangabe darf nicht überschritten werden
Zudem enthält die Schlußabnahmebescheinigung den Hinweis, dass die Außentreppe gefehlt hatte.

Meine Fragen
  • Bedeutet diese Aussage, dass zwischen Geländeoberkante und Fußbodenoberkannte nur 0,60m liegen dürfen?
  • Kann es sein, dass die Höhe damals nicht richtig überprüft wurde, weil die Außentreppe gefehlt hatte?
  • Wenn ich jetzt nachgemessen habe und auf 0.7m komme, was hat das für Konsequenzen? Muss das ganze Haus abgerissen werden oder ist eine nachträgliche Genehmigung möglich? Gibt es hier eine Art Verjährung? Kann man annehmen, dass dieser "Fehler" auch bei späteren Bauanträgen akzeptiert wird, da damals dieser Punkt nicht angemahnt wurde?
Vielen Dank
h0nIg

Etienne777
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Re: Erdgeschoss Fußbodenoberkannte

Beitrag von Etienne777 » 16.04.19, 22:05

Offenbar wurde die Fußbodenoberkante (inklusive Belag wie Teppichboden, Fliesen oder Parkett) ausgehend von NN (Normalnull / Meeresspiegel) bestimmt. Demnach müßte das Haus in Norddeutschland stehen. Um die Einhaltung der Vorgabe zu überprüfen, müßte man zunächst die Höhenlage am Standort des Hauses gegenüber NN bzw. NHN kennen und dazu dann die Höhe addieren, die die OKF über dem Gelände liegt. Da das Haus aber bauabgenommen wurde, ist mit Beanstandungen nicht zu rechnen, es sei denn, die OKF wäre nachträglich erhöht worden und hätte danach das zulässige Höhenmaß überschritten.
Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur
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h0nIg
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Re: Erdgeschoss Fußbodenoberkannte

Beitrag von h0nIg » 16.04.19, 22:41

Ob es nachträglich verändert wurde, kann man ja wahrscheinlich nicht mehr feststellen.

Grundsätzlich stimmt da etwas nicht. Das Haus befindet sich in Baden Württemberg und hier ist das Foto vom Ausschnitt:

https://www.dropbox.com/s/hd155h9fau7jr ... t.png?dl=0

teilweise wurde durch eine Schreibmaschine nicht passende Teile ausge-xxt, jedoch sieht die aufgedruckte Taste über dem zweiten N eher wie ein m aus, daher war meine Vermutung ein "Nm"?

Froggel
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Re: Erdgeschoss Fußbodenoberkannte

Beitrag von Froggel » 16.04.19, 23:54

Newtonmeter ergibt keinen Sinn. Es wird garantiert NN heißen, das X steht über dem zweiten N, weil kein Platz mehr für die Einfügung über war, damit klar wird, dass es sich um 0,6 über NN handelt. Allerdings muss sich das auf eine andere Höhe beziehen als NN, da der tiefste Punkt in Baden-Würtemberg bei 87m ü. NN liegt.
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Dig
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Re: Erdgeschoss Fußbodenoberkannte

Beitrag von Dig » 17.04.19, 10:36

Da NN hier Quatsch ist, sehe ich die Korrektur eher in die andere Richtung. erst wurde NN getippt, dann gewerkt das es Quatsch ist und dann noch schnell ein "m" drübergehauen. Die 0,6 m klingen auch plausibel. Jetzt fehlt nur noch der Bezugspunkt. :roll:
Viele Grüße Dig

Tastenspitz
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Re: Erdgeschoss Fußbodenoberkannte

Beitrag von Tastenspitz » 17.04.19, 11:03

Seh ich auch so. 0,6 m über.....und dann fehlt der Bezugspunkt, die Bezugsfläche. Wenn hier vorstehend oder weiter unten nichts genannt ist, macht diese Regelung insgesamt wohl keinen Sinn.
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Re: Erdgeschoss Fußbodenoberkannte

Beitrag von Etienne777 » 17.04.19, 11:06

Das ergibt in keiner Weise einen nachvollziehbaren Sinn, entweder ist NN oder NHN gemeint, was in BaWü aber angesichts von nur 0,6 m ausscheidet, oder die OKF wäre = 0,00 m und alle Bemaßungen darunter, z. B. der Keller, würde auf den Bauplänen mit vorangestelltem Minuszeichen gegenüber Null ausgewiesen, alles oberhalb wird dann gerechnet ab OKF.

Letztlich muß ein Bescheid aus sich heraus verständlich sein und darf kein Rätsel verkörpern, was die Behörde (möglicherweise) festlegen wollte. Um die Angelegenheit abzukürzen, bleibt der wohl zwingende Fakt, daß das Bauwerk seinerzeit abgenommen wurde. Das wäre kaum geschehen, wenn es nicht den Auflagen entsprochen hätte. Insbesondere ist zu bedenken, daß andere Punkte bei der Abnahme sehr wohl protokolliert wurden, was aber für die OKF gerade nicht der Fall war. Abgenommen ist abgenommen, eine Behörde kann sich nunmehr nicht mehr gegen Tatsachen wenden, die im Zeitpunkt der Bauabnahme vorgelegen haben und trotz deren Bestehen abgenommen wurde. Damit sind diese Tatsachen mit ins Werk gesetzt und legalisiert, selbst für den Fall, daß sie per se gegen die erteilte Baugenehmigung verstoßen hätten. An der durchgeführten Bauabnahme und Freigabe muß sich die Behörde festhalten lassen.
Zuletzt geändert von Etienne777 am 17.04.19, 11:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erdgeschoss Fußbodenoberkannte

Beitrag von windalf » 17.04.19, 11:08

Ist es nicht wahrscheinlicher, dass Nanometer gemeint sind (damit die Stolpergefahr klein gehalten werden kann). Ein Großbuchstabe statt einem Kleinbuchstaben kommt einem schon mal schnell unter. Es laufen doch auch aktuell diverse Handwerker mit Nanometerzollstöcken rum :devil:
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Erdgeschoss Fußbodenoberkannte

Beitrag von ktown » 17.04.19, 12:15

Also ich kenne solche Dokumente. Üblicherweise wird NN komplett ausgeixt und drüber m geschrieben. Ich würde mir hier aber eher weniger Gedanken machen. Es wäre nicht die erste Baustelle, wo bei der Errichtung der Fussbodenaufbau vergessen wurde. :wink:
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
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Re: Erdgeschoss Fußbodenoberkannte

Beitrag von Tastenspitz » 17.04.19, 14:20

windalf hat geschrieben:Nanometerzollstock
Also entweder Nanozollstock oder Nanometergliedermaßstab. Meterzoll verwirrt nur. :ironie:
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Re: Erdgeschoss Fußbodenoberkannte

Beitrag von ralph12345 » 23.04.19, 16:04

Nautische Meilen. 0,6x1865m, da ist dann reichlich Luft auch für die höher gelegenen Orte im Bundesland.

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