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recht.de • Thema anzeigen - Gleichstellung von Beamten
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 Betreff des Beitrags: Gleichstellung von Beamten
BeitragVerfasst: 01.04.14, 12:13 
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Hallo, ich habe einen Grad der Behinderung (GdB) in Höhe von 30. Mir wurde gesagt, dass ich Antrag auf Gleichstellung stellen könnte. Aber was bringt so was einem Beamten?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gleichstellung von Beamten
BeitragVerfasst: 01.04.14, 13:14 
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Zitat:
Hallo, ich habe einen Grad der Behinderung (GdB) in Höhe von 30. Mir wurde gesagt, dass ich Antrag auf Gleichstellung stellen könnte. Aber was bringt so was einem Beamten?

Ob es etwas bringen könnte oder nicht hängt wohl stark von dem konkreten Ziel ab, dass verfolgt wird...

_________________
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gleichstellung von Beamten
BeitragVerfasst: 01.04.14, 13:26 
windalf hat geschrieben:
Ob es etwas bringen könnte oder nicht hängt wohl stark von dem konkreten Ziel ab, dass verfolgt wird...
Wenn es beamtenrechtlich keine Auswirkungen hat, kommt es auch nicht mehr auf ein konkrtetes Ziel an.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gleichstellung von Beamten
BeitragVerfasst: 01.04.14, 13:40 
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Beiträge: 16

Themenstarter
Das ist ja die Frage: Was bringt eine Gleichstellung einem Beamten? Mal unabhängig von dem was man als Ziel hat. Was kann man Grundsätzlich errreichen? Frühere Pensionierung, Versetzung verhindern etc.!?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gleichstellung von Beamten
BeitragVerfasst: 02.04.14, 08:36 
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Beiträge: 857
Bei Schwerbeschädigung kann es eine Stundenermäßigung geben, bei einem Vorzeitigen Eintritt in den Ruhestand kann es Vorteile bei den Abzügen geben, es gibt auch einen Steurfreibetrag. Das Thema ist aber komplex und abhängig vom anzuwendenden Beamtenrecht, ich würde mich an den Schwerbeschädigtenvertreter wenden.
Ob mit 30 % eine Gleichstellung möglich ist, kann man so auch nicht beurteilen, da müssen schon besondere Umstände vorliegen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gleichstellung von Beamten
BeitragVerfasst: 02.04.14, 12:05 
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Registriert: 19.08.05, 14:20
Beiträge: 20561
Wohnort: Zwischen Flensburg und Sonthofen
Für einen GdB von 50 % und höher gilt:


Zitat:
Ruhestand auf Antrag bei Schwerbehinderung

Beamtinnen und Beamte können auf ihren Antrag in den Ruhestand versetzt werden, wenn
sie das 62. Lebensjahr vollendet haben und
schwerbehindert im Sinne des § 2 Abs. 2 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IX) sind.

Der Anspruch auf ein abschlagsfreies Ruhegehalt bei Schwerbehinderung wird von 63 auf 65 Jahre angehoben. Die Altersgrenze für die vorzeitige Inanspruchnahme wird vom 60. auf das 62. Lebensjahr angehoben. Das bedeutet:
Beamtinnen und Beamte, die vor dem 01.01.1952 geboren sind, können mit Vollendung des 60. Lebensjahres vorzeitig in den Ruhestand versetzt werden und müssen einen Abschlag in Höhe von 10,8 Prozent in Kauf nehmen. Abschlagsfreies Ruhegehalt wird mit 63 Jahren gewährt.
Für Beamtinnen und Beamte, die nach dem 31.12.1951 geboren sind, wird die Altersgrenze schrittweise auf das 62. Lebensjahr angehoben. Die Inanspruchnahme von abschlagsfreiem Ruhegehalt wird schrittweise auf das 65. Lebensjahr angehoben.
Beamtinnen und Beamte die ab dem 01.01.1964 geboren können dann frühestens mit Vollendung des 62. Lebensjahres Ruhegehalt bei Schwerbehinderung erhalten. Hier ergibt sich ebenfall ein Abschlag von 10,8 Prozent, da die Altersgrenze für ein abschlagsfreies Ruhegehalt bei 65 Jahren liegt.
Quelle: BMAS

Sonderregelungen für einen GdB von unter 50% sind mir nicht bekannt.
-----------------------------------------------------------------------------------
Diese Frage:

Zitat:
Das ist ja die Frage: Was bringt eine Gleichstellung einem Beamten


ist pauschal nicht zu beantworten. Die gesamten Maßnahmen des Teils 2 des SGB IX gelten ebenso für schwerbehinderte wie gleichgestellte Menschen, siehe dazu §§ 68 und 73 SGB IX.

U.a. gehört das aktive Wahlrecht zur SBV zu den Rechten, die auch Gleichgestellte wahrnehmen können.

_________________
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)


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 Betreff des Beitrags: Re: Gleichstellung von Beamten
BeitragVerfasst: 27.06.14, 15:37 
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Registriert: 31.05.14, 12:46
Beiträge: 16
Die Gleichstellung bringt alle Nachteils-Ausgleiche für den behinderten Beamten wie sie für den schwerbehinderten Beamten gelten, mit Ausnahme der Arbeitszeit, des längeren Urlaubs, des früheren Ruhestands und der steuerlichen Nachteilsausgleiche.
Beispielsweise sind jetzt die Schwerbehindertenvertretungen zu beteiligen, ebenso die Beurteilung mit einem leidensgerechten Maßstab zu fertigen (Arbeitsleistung?!), darüber hinaus Zwang für den Dienstherrn zur Einladung Vorstellungsgespräch bei Bewerbung. Man kommt so nun auch als "Externer" in landesinterne Stellenausschreibungen.
Des weiteren, abhängig vom Leiden: ggf. Einzelzimmer, behindertengerechte Büroausstattung usw. Und, falls der Dienstherr sich an die Schutzvorschriften nicht hält, die Ansprüche nach dem AGG.

Also es lohnt sich schon, auch wenn "die Personaler" regelmäßig was komplett anderes erzählen.

mfg Andreas

(selbst Beamter, GdB 30 und gleichgestellt)


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