Zusätzliche Tätiigkeit

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penicillin
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Zusätzliche Tätiigkeit

Beitrag von penicillin »

Liebe Forumsteilnehmer,

die Person A arbeitet als Prüf- und Gutachtensärztin bei einer bayerischen RV. Ist somit Landesbeamtin. Da sie Zusatzqualifikation hat (in dem Fall Betriebsmedizin) will man, dass sie auch als Betriebsmedizinerin arbeitet, da man dem externen Betriebsarzt bereits gekündigt hat. Darf man das? Muss/kann es zusätzlich vergütet werden?

Danke im Voraus!

TrixiMaus
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Re: Zusätzliche Tätiigkeit

Beitrag von TrixiMaus »

Hallo,

zunächst:
Die Ärztin ist keine Landesbeamtin.
Der Rentenversicherungsträger ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Dienstherr ist die RV und nicht das Land (Freistaat) Bayern.
Dennoch gilt aber auch in diesem Fall das Bayerische Beamtenrecht.

Die Ärztin ist im Bereich des Ärztlichen Dienstes -ÄD- (oder wie es bei dieser RV heißen mag) tätig.
Primäre Aufgabe des ÄD ist es, Gutachten, ärztliche Stellungnahmen bei Anträgen auf Rente oder Rehabilitation, in Rechtsbehelfs-/Rechtsmittelverfahren, ggf. auch bei Regreßverfahren zu erstellen.
Dies schließt aber nicht aus das der Geschäftsführer dem ÄD weitere Aufgaben zuweist. Dies kann im Personalbereich z.B. bei Beihilfeanträgen der Fall sein aber auch die Beratung des Geschäftsführeres bei medizinischen Sachverhalten.

Wenn der Geschäftsführer in Absprache mit der Personalvertretung, ggf. im Einvernehmen mit dem Vorstand bestimmt, dass der ÄD um die Komponente "Betriebsärztlicher Dienst" erweitert wird weil fachlich geeignetes Personal zur Verfügung steht, wird mal wohl nur schwerlich etwas dagegen tun können.
Eine zusätzliche Vergütung wird es wohl nicht geben, es sei denn das bayerische Landesrecht -in Bayern gehen ja die Uhren anders- sieht so etwas vor.
Auch bei anderen Versicherungsträgern in Deutschland ist es durchaus üblich, dass im ÄD Aufgaben anfallen die man mit "betriebsärztlicher Tätigkeit bezeichnen könnte.
Gruß von TrixiMaus

penicillin
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Re: Zusätzliche Tätiigkeit

Beitrag von penicillin »

Vielen Dank für die kompetente Antwort!

FM
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Re: Zusätzliche Tätiigkeit

Beitrag von FM »

Wenn die neue Tätigkeit extra bezahlt würde, müsste entweder die Arbeitszeit insgesamt höher werden oder das "alte" Gehalt niedriger.

penicillin
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Re: Zusätzliche Tätiigkeit

Beitrag von penicillin »

habe jetzt zusätzliche Info bekommen. Einen Betriebsarzt (=BA) gibt es dort (wurde offiziell) ernannt, da der BA jetzt aber für einige Wochen oder Monate ausfällt, hat man sie mündlich als Ersatz für die Zeit bestimmt. Denke aber, dass dies dann auch problemlos ist (wenn ich die antworten richtig interpretiere)?!

Mit Dank + Gruß!!!

was_guckst_du
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Re: Zusätzliche Tätiigkeit

Beitrag von was_guckst_du »

FM hat geschrieben:Wenn die neue Tätigkeit extra bezahlt würde, müsste entweder die Arbeitszeit insgesamt höher werden oder das "alte" Gehalt niedriger.
...oder besser: der Stellenwert höher und damit auf absehbarer Zeit eine Beförderung möglich mit höherem Endgrundgehalt

FM
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Re: Zusätzliche Tätiigkeit

Beitrag von FM »

Wenn denn die Tätigkeit als Betriebsarzt höher eingestuft ist als die als ärztlicher Gutachter, und wenn - soweit als Bedingung vorhanden - dieser Anteil an der Tätigkeit insgesamt ausreichend hoch ist. Bei Angestellten wäre das im Tarifvertrag zu finden, bei Landesbeamten im Besoldungsrecht des Landes.

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