Versetzung aus dienstlichen Gründen.

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hiase
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Re: Versetzung aus dienstlichen Gründen.

Beitrag von hiase »

Na keiner redet von aufgeben.
Mich hat es eben nur interessiert, ob ältere geschiedene Single-Lehrerinnen in so einem Fall besser gestellt werden als junge und vor allem beliebte Familienväter.
Ob es dafür Richtlinien gibt. Aber scheinbar nicht.

Ronny1958
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Re: Versetzung aus dienstlichen Gründen.

Beitrag von Ronny1958 »

Das wird im Rahmen des Verfahrens durch die Entscheidungsbehörde nachvollziehbar zu begründen sein, warum man eine Entscheidung für die Eine und gegen den Anderen getroffen hat.

Ermessen ist zwar gerichtlich nur eingeschränkt überprüfbar, aber man/ frau sollte das durchaus hinterfragen lassen.
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

hiase
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Re: Versetzung aus dienstlichen Gründen.

Beitrag von hiase »

Vielen Dank Ronny für die Antworten.

Dann heißt es wohl abwarten. Und sich ALLES schriftlich begründen lassen.

Wenn jemand noch Ideen hat, bitte her, ich kann alles gebrauchen, vielleicht hilft es was.

freemont
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Re: Versetzung aus dienstlichen Gründen.

Beitrag von freemont »

hiase hat geschrieben:...
Wenn jemand noch Ideen hat, bitte her, ich kann alles gebrauchen, vielleicht hilft es was.

Das hilft zwar nicht, aber wenn das "nur" 2 von 15 trifft, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß sich Kollegen "freiwillig" eine neue Stelle suchen. Schönere Schule, bessere Fächerkombination, "bessere" Schüler, näher am Wohnort usw. Da hat man es selbst in der Hand wo man hinkommt.

Aber ganz davon abgesehen wird so weit ich das hier mitbekomme die Personalbedarfsplanung der Schulaufsicht vom Finanzressort gesteuert. Und das plant i.d.R. mindestens 2 Jahre voraus. Von Millionen von Flüchtlingen und ihren Kindern war da noch nicht die Rede.

"... weil sie nicht mehr ausgelastet ist ... ", das mag ja im Moment stimmen, aber es macht doch auch keinen Sinn jetzt die Leute wegzuversetzen nur um in ein paar Tagen, Wochen, Monaten festzustellen, daß man sie dringend braucht. In einem Behördenaufbau lässt sich das aber manchmal schwer verargumentieren. Der PR wäre das beste Sprachrohr.

hiase
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Re: Versetzung aus dienstlichen Gründen.

Beitrag von hiase »

freemont hat geschrieben:
hiase hat geschrieben:...
Wenn jemand noch Ideen hat, bitte her, ich kann alles gebrauchen, vielleicht hilft es was.

Das hilft zwar nicht, aber wenn das "nur" 2 von 15 trifft, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß sich Kollegen "freiwillig" eine neue Stelle suchen. Schönere Schule, bessere Fächerkombination, "bessere" Schüler, näher am Wohnort usw. Da hat man es selbst in der Hand wo man hinkommt.

Aber ganz davon abgesehen wird so weit ich das hier mitbekomme die Personalbedarfsplanung der Schulaufsicht vom Finanzressort gesteuert. Und das plant i.d.R. mindestens 2 Jahre voraus. Von Millionen von Flüchtlingen und ihren Kindern war da noch nicht die Rede.

"... weil sie nicht mehr ausgelastet ist ... ", das mag ja im Moment stimmen, aber es macht doch auch keinen Sinn jetzt die Leute wegzuversetzen nur um in ein paar Tagen, Wochen, Monaten festzustellen, daß man sie dringend braucht. In einem Behördenaufbau lässt sich das aber manchmal schwer verargumentieren. Der PR wäre das beste Sprachrohr.

Das würde sich super anhören, aber:

die Schule wurde schon verkleinert, alle noch vorhandenen Lehrkräfte sind schon vom Ort und wollen nicht weg.
und wer denkt, da würde 2 Jahre im Voraus geplant werden. Nö, das schaffen die nicht. Und wenn ich nur 1 Jahr eine Stelle spare, ist ein Haufen Geld. Weiß ich, ist leider so.
Und ja es macht keinen Sinn. Es wird aber so gemacht. In Bayern zumindest.
Der PR ist toll. Entscheidungen kann er aber leider nicht treffen.

hiase
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Re: Versetzung aus dienstlichen Gründen.

Beitrag von hiase »

Hallo nochmal,

glaube jetzt etwas herausgefunden zu haben, um dem fiktiven Fall zu konkretisieren:

es geht um folgende Personen und deren Status, die auf der Abschussliste stehen:

Person 1: etwa 45, verh., 2 Kinder, pflegebedürftige Angehörige
Person 2: etwa 45, verh. 1 Kind 17 Jahre alt
Person 3: etwa 40, 1 Kind 3 Jahre alt
Person 4: etwa 40, nicht verh., keine Kinder, aber nur Angestellte, keine Beamtin
Person 5: etwa 50, ledig, schwerbehindert
Person 6: etwa 55, verh. Kinder aus dem Haus
Person 7: etwa 50, ledig, keine Kinder, Wochenendpendlerin, wohnt nur wegen der Arbeit in diesem Ort

hat jemand eine Einschätzung, welche "Rangfolge" da dabei rauskommen könnte?

freemont
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Re: Versetzung aus dienstlichen Gründen.

Beitrag von freemont »

hiase hat geschrieben:Hallo nochmal,

glaube jetzt etwas herausgefunden zu haben, um dem fiktiven Fall zu konkretisieren:

es geht um folgende Personen und deren Status, die auf der Abschussliste stehen:

Person 1: etwa 45, verh., 2 Kinder, pflegebedürftige Angehörige
Person 2: etwa 45, verh. 1 Kind 17 Jahre alt
Person 3: etwa 40, 1 Kind 3 Jahre alt
Person 4: etwa 40, nicht verh., keine Kinder, aber nur Angestellte, keine Beamtin
Person 5: etwa 50, ledig, schwerbehindert
Person 6: etwa 55, verh. Kinder aus dem Haus
Person 7: etwa 50, ledig, keine Kinder, Wochenendpendlerin, wohnt nur wegen der Arbeit in diesem Ort

hat jemand eine Einschätzung, welche "Rangfolge" da dabei rauskommen könnte?
Das steht doch in der Ziff. 5.6 der o.g. DV-Umsetzungen. muß man so nicht machen, kann man so machen. So ist das sicher pflichtgemäße, faire Ermessensausübung. Punkte addieren können Sie ja selber:

https://www.egovschool-berlin.de/sites/ ... ogen_1.pdf

hiase
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Re: Versetzung aus dienstlichen Gründen.

Beitrag von hiase »

Habe ich schon gemacht.

Ein Spatz hat mir aber geträllert, dass das in Bayern manchmal (wie so vieles in Bayern :-) ) anders läuft. Insbesondere sollen nicht verbeamtete, nur angestellte Personen schlechter zu versetzen sein?!

Ronny1958
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Re: Versetzung aus dienstlichen Gründen.

Beitrag von Ronny1958 »

Es ist durchaus denkbar, dass Beamte etwas leichter versetzbar sind. Die Ermessensentscheidung des Dienstherrn bleibt abzuwarten.

Das können wir allerdings hier nicht leisten und auch die Berliner Lösung wird für Bayern keine Erleuchtung bringen.

Für mich persönlich fällt die Entscheidung zwischen 6 und 7.
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

hiase
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Re: Versetzung aus dienstlichen Gründen.

Beitrag von hiase »

Vielen Dank,

man darf gespannt sein, wie sich dieser Fall löst!

mondbein
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Re: Versetzung aus dienstlichen Gründen.

Beitrag von mondbein »

Ich bin (pensionierte) Lehrerin in RLP. So wie ich das die ganzen Jahre mitbekommen habe, müssen bei Personalüberschuss zuerst die angestellten Lehrer gehen. Mein Kollege (Vorsitzender des ÖPRs meiner ehemaligen Schule) hat mir gerade bestätigt, dass dies heute immer noch so gehandhabt wird.

FM
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Re: Versetzung aus dienstlichen Gründen.

Beitrag von FM »

hiase hat geschrieben:Habe ich schon gemacht.

Ein Spatz hat mir aber geträllert, dass das in Bayern manchmal (wie so vieles in Bayern :-) ) anders läuft. Insbesondere sollen nicht verbeamtete, nur angestellte Personen schlechter zu versetzen sein?!
Wenn im Arbeitsvertrag der Ort oder die Schule festgelegt ist, muss der Angestellte nur dort arbeiten. Beim Beamten ergibt sich die Versetzungsmöglichkeit aus dem Gesetz, da ist nichts vertraglich zu regeln.

hiase
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Re: Versetzung aus dienstlichen Gründen.

Beitrag von hiase »

angeblich werden auch Angestellte in Bayern vom Freistaat ohne Angabe eines Ortes eingestellt. Dann sollte der Fall eigentlich klar sein.

Blaise
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Re: Versetzung aus dienstlichen Gründen.

Beitrag von Blaise »

Nun ja, auch in Bayern werden Lehrer vom Staat angestellt. Und Angestellte des Staates sollten innerhalb des Staatsgebietes mobil sein - genau so wie staatliche Beamte.
Blaise

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Man muss die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann (Mark Twain)

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