Einschreiben an falsche Adresse/Namen

Moderator: FDR-Team

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michael12
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Einschreiben an falsche Adresse/Namen

Beitrag von michael12 »

Hallo,

ich hoffe, dass ich mit der Frage hier richtig liege, ansonsten gerne in das passende Forenbereich verschieben.
Beispiel: Betreute Z hat einen Vertrag mit einer Firma abgeschlossen (war damals voll Vertragsfähig). Nach Umzug wurde die neue Adresse dort mitgeteilt und gleichzeitig die Betreuung, jetzt wird ein Einschreiben an Betreuung Z, aber mit der Adresse des Betreuers zugesandt (Name/Anschrift Verwechselung).

Frage A Zählt das Schreiben als Zugestellt, wenn es im Briefkasten liegen würde ?
Frage B Zählt das Schreiben als Zugestellt, wenn der Briefträger vorher nachfragen würde (was ja nicht müsste) wenn es bekannt ist ?
FM
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Re: Einschreiben an falsche Adresse/Namen

Beitrag von FM »

Kommt auf den genauen Umfang der Betreuung an. Wenn der Betreuer auch zur Entgegennahme von Willenserklärungen oder zum Postempfang bestellt ist, passt es ja.
Gaia
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Re: Einschreiben an falsche Adresse/Namen

Beitrag von Gaia »

michael12 hat geschrieben: 03.01.21, 10:26jetzt wird ein Einschreiben an Betreuung Z, aber mit der Adresse des Betreuers zugesandt (Name/Anschrift Verwechselung).
Betreuung Z? Wer oder was ist das?

Ansonsten: wo genau ist eigentlich das Problem?
michael12
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Re: Einschreiben an falsche Adresse/Namen

Beitrag von michael12 »

Gaia hat geschrieben: 03.01.21, 12:54 [quote=michael12 post_id=<a href="tel:1891219">1891219</a> time=<a href="tel:1609665969">1609665969</a> user_id=64033]jetzt wird ein Einschreiben an Betreuung Z, aber mit der Adresse des Betreuers zugesandt (Name/Anschrift Verwechselung).
Betreuung Z? Wer oder was ist das?

Ansonsten: wo genau ist eigentlich das Problem?
[/quote]
Betrete Z

Frage A Zählt das Schreiben als Zugestellt, wenn es im Briefkasten liegen würde ?
Frage B Zählt das Schreiben als Zugestellt, wenn der Briefträger vorher nachfragen würde (was ja nicht müsste) wenn es bekannt ist ?
FM
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Re: Einschreiben an falsche Adresse/Namen

Beitrag von FM »

Wie bereits gesagt: falls der Betreuer zuständig ist, reicht das
https://dejure.org/gesetze/BGB/1902.html
sofern denn der Briefkasten des Betreuers gemeint war.
Gaia
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Re: Einschreiben an falsche Adresse/Namen

Beitrag von Gaia »

michael12 hat geschrieben: 03.01.21, 15:43Betrete Z
Was ist das jetzt?

Das Problem habe ich immer noch nicht verstanden. Wer hat jetzt ein Schreiben bekommen und warum sollte das dann nicht zugegangen sein?
ExDevil67
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Re: Einschreiben an falsche Adresse/Namen

Beitrag von ExDevil67 »

Die Frage ist ob ein Schreiben das direkt an den Betreuuer geschickt wird rechtlich gleichzusetzen ist mit einem Schreiben das direkt an den Betreuten geschickt wird. Dazu hat ja schon FM den passenden Paragraphen gepostet, ja wenn der Inhalt des Schreibens den Aufgabenkreis des Betreuers betrifft.
hambre
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Re: Einschreiben an falsche Adresse/Namen

Beitrag von hambre »

jetzt wird ein Einschreiben an Betreuung Z, aber mit der Adresse des Betreuers zugesandt (Name/Anschrift Verwechselung).
Und wo ist da eine Verwechslung passiert? Das Einschreiben sollte an den Betreuer geschickt werden und ist auch dort angekommen.
Roni
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Re: Einschreiben an falsche Adresse/Namen

Beitrag von Roni »

hallo,

wenn der Betreuer das schreiben erhalten hat gilt es als zugestellt. Solche Schreiben werden immer an den Betreuer und den Betreuten geschickt, beide erhalten es.
FM
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Re: Einschreiben an falsche Adresse/Namen

Beitrag von FM »

Roni hat geschrieben: 08.01.21, 19:42 hallo,

wenn der Betreuer das schreiben erhalten hat gilt es als zugestellt. Solche Schreiben werden immer an den Betreuer und den Betreuten geschickt, beide erhalten es.
Nein, das auch nicht immer. Ich hatte da letztdem bei einem Verfahren gegen eine Krankenkasse gesehen, dass die Kasse immer nur an den Betreuer geschrieben hat - obwohl der Versicherte selbst den Widerspruch eingelegt hatte, einen (anderen) Empfangsbevollmächtigten benannt hatte und der Betreuer selbst der Krankenkasse mitgeteilt hatte, dass er dieses Verfahren nicht bearbeitet sondern der Betreute selbst. Der Betreuer war für die Art von Angelegenheiten zwar auch zuständig, aber das beschränkt ja nicht die Handlungsfähigkeit des Betreuten, solange kein Einwilligungsvorbehalt existiert. Offenbar gehen doch viele auch nach 28 Jahren Betreuungsrecht noch davon aus, der Betreute wäre automatisch entmündigt.
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