Hilfe für sozial schwache und psychisch kranke Menschen?

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winterspaziergang
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Re: Hilfe für sozial schwache und psychisch kranke Menschen?

Beitrag von winterspaziergang » 12.04.18, 06:29

Oktavia hat geschrieben:
winterspaziergang hat geschrieben:Es ist eine sehr schwierige Abwägung, ob man einen Menschen, der dies gar nicht will, zwangsweise betreut.
Es gibt Organisationen die hier Unterstützung bieten. Dazu ist es aber notwendig, dass der Betroffene mitmacht.
es macht keinen Sinn wiederholt darauf hinzuweisen, was es alles gibt und dass der Betroffene mitmachen muss, da es darum gar nicht geht.

In der Frage hier ging es um die Anordnung einer Betreuung und ob man einen Widerspruch einlegen soll, weil diese nicht gegen den Willen des Betreffenden angeordnet wurde- daher der Hinweis, dass man bei sich einem Widerspruch und weiteren Schritten klar machen muss, was man da anordnen lassen möchte- eine Zwangsbetreuung.
Eben gegen den erklärten Willen des Betreffenden.

ExDevil67
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Re: Hilfe für sozial schwache und psychisch kranke Menschen?

Beitrag von ExDevil67 » 12.04.18, 07:45

winterspaziergang hat geschrieben:In der Frage hier ging es um die Anordnung einer Betreuung und ob man einen Widerspruch einlegen soll, weil diese nicht gegen den Willen des Betreffenden angeordnet wurde
Wie sind eigentlich die Erfolgsaussichten eines Widerspruchs einzuschätzen? Betreuung wurde angeregt und nach Prüfung, wie auch immer die aussah, wurde der Bedarf verneint.
Wenn nun ein Dritter ankommt und immer noch meint es sei eine Betreuung nötig, müsste der doch Nachweisen das die Prüfung unvollständig war oder relevante Tatsachen nicht beachtet wurden. Oder welche Begründungen wäre noch denkbar? Ich weiß es besser dürfte jedenfalls keine sein.
Größte Hürde die ich sehe, als Dritter werde ich wohl kaum Einsicht in die Akte bekommen, werde als nicht wissen was genau die Prüfung ergeben hat.

Teamplay
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Re: Hilfe für sozial schwache und psychisch kranke Menschen?

Beitrag von Teamplay » 12.04.18, 17:41

winterspaziergang hat geschrieben: Man sollte dabei überlegen...
Vielen Dank für die guten Vorschläge und Anregungen!

Teamplay
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Re: Hilfe für sozial schwache und psychisch kranke Menschen?

Beitrag von Teamplay » 12.04.18, 17:46

Oktavia hat geschrieben:Problem ist doch dass es Krankheiten gibt, die beim Betroffenen eine Krankheitseinsicht verhindern...
Ja, genau!
Und wenn dem Betroffenen schließlich doch was Schlimmes passieren wird, wird sich der Verwandte bestimmt Vorwürfe machen... :|

SusanneBerlin
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Re: Hilfe für sozial schwache und psychisch kranke Menschen?

Beitrag von SusanneBerlin » 12.04.18, 18:16

!
Und wenn dem Betroffenen schließlich doch was Schlimmes passieren wird, wird sich der Verwandte bestimmt Vorwürfe machen... :|
Auch ein Betreuer kann nicht verhindern, dass etwas schlimmes passiert. Sollte sich die Situation des Betroffenen verschlechtern, kann man die Betreuungsanregung unter Schilderung der aktuellen Situation wiederholen.
Grüße, Susanne

winterspaziergang
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Re: Hilfe für sozial schwache und psychisch kranke Menschen?

Beitrag von winterspaziergang » 12.04.18, 18:26

Teamplay hat geschrieben:
Oktavia hat geschrieben:Problem ist doch dass es Krankheiten gibt, die beim Betroffenen eine Krankheitseinsicht verhindern...
Ja, genau!
Und wenn dem Betroffenen schließlich doch was Schlimmes passieren wird, wird sich der Verwandte bestimmt Vorwürfe machen... :|
Dann sollte der Verwandte erstmal klären, worum es ihm geht.
Eingangs ist die Frage nach der Einrichtung einer Betreuung in Finanzen gefragt worden.
Im Verlauf der Schilderung lehnt der Richter die Einrichtung der Betreuung nach Anhörung des Betroffenen ab.

"Was schlimmes" kann auch einem Betreuten passieren, der in Finanzen, Gesundheit und weitere Bereiche betreut wird. Eine 24-Stunden-Pflege wird man bei einem Menschen, der sich offenbar selbst versorgen kann und sein Geld nicht gut einteilt, nicht erhalten können.
Wenn der Verwandte in der Nähe wohnt und sich keine Vorwürfen machen will, steht ihm das Recht zu, öfter nach dem Betreffenden zu schauen- wenn der ihn in die Wohnung lassen mag.

Teamplay
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Re: Hilfe für sozial schwache und psychisch kranke Menschen?

Beitrag von Teamplay » 12.04.18, 19:30

winterspaziergang hat geschrieben: Dann sollte der Verwandte erstmal klären, worum es ihm geht...
Ich vermute, dass allen "normalen" Verwandten geht es um dasselbe oder zumindest um etwas ähnliches...
winterspaziergang hat geschrieben: "Was schlimmes" kann auch einem Betreuten passieren, der in Finanzen, Gesundheit und weitere Bereiche betreut wird..
Ja, das stimmt... Man muss sich so eine Sichtweise aber erst verinnerlichen...
winterspaziergang hat geschrieben: Wenn der Verwandte in der Nähe wohnt...
Ja, wenn...

winterspaziergang
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Re: Hilfe für sozial schwache und psychisch kranke Menschen?

Beitrag von winterspaziergang » 12.04.18, 21:19

Teamplay hat geschrieben:
winterspaziergang hat geschrieben: Dann sollte der Verwandte erstmal klären, worum es ihm geht.
Eingangs ist die Frage nach der Einrichtung einer Betreuung in Finanzen gefragt worden.
Im Verlauf der Schilderung lehnt der Richter die Einrichtung der Betreuung nach Anhörung des Betroffenen ab.
Ich vermute, dass allen "normalen" Verwandten geht es um dasselbe oder zumindest um etwas ähnliches...
Hier wurde dem Forum entsprechend nach der Rechtslage gefragt.
Und daher der Hinweis, dass man auch Verwandter klären muss, welche Art der Betreuung man möchte und für notwendig erachtet.

Jdepp
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Re: Hilfe für sozial schwache und psychisch kranke Menschen?

Beitrag von Jdepp » 13.04.18, 07:47

ExDevil67 hat geschrieben:
winterspaziergang hat geschrieben:In der Frage hier ging es um die Anordnung einer Betreuung und ob man einen Widerspruch einlegen soll, weil diese nicht gegen den Willen des Betreffenden angeordnet wurde
Wie sind eigentlich die Erfolgsaussichten eines Widerspruchs einzuschätzen?

Ein Dritter der nicht selber betroffen oder eine Vertrauensperson ist, ist gar nicht Beschwerdeberechtigt.

Teamplay
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Re: Hilfe für sozial schwache und psychisch kranke Menschen?

Beitrag von Teamplay » 13.04.18, 10:38

winterspaziergang hat geschrieben: Hier wurde dem Forum entsprechend nach der Rechtslage gefragt.
Und daher der Hinweis, dass man auch Verwandter klären muss, welche Art der Betreuung man möchte und für notwendig erachtet.
Ja, vielen Dank.

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