Smart Home

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zimtrecht
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Re: Smart Home

Beitrag von zimtrecht » 04.06.19, 08:27

Zafilutsche hat geschrieben:
04.06.19, 07:33
Mal was anderes:
egon(II) hat geschrieben:
02.06.19, 13:29
  • Die Rauchmelder neigen zu Fehlalarmen.
... Falls ja, und dennoch werden Fehlalarme ausgelöst, könnte man den betroffenen Sensor reklamieren, wenn die BDA (Bedienungs-/Montageanleitung) korrekt beachtet wurde und mögliche Gewährleistungsansprüche im Raum stehen.
Sehe ich auch so - wenn das Produkt mangelhaft ist (und häufige Fehlalarme sind ein Mangel), dann innerhalb der Gewährleistung beim Händler reklamieren und gut ist.

Zafilutsche
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Re: Smart Home

Beitrag von Zafilutsche » 06.06.19, 08:15

Noch ein paar Bemerkungen möchte ich hinzufügen:
egon(II) hat geschrieben:
02.06.19, 13:29
..[*]Wenn ein Rauchmelder Alarm schlägt (und die andren animiert), dann schaltet er sich nicht etwa nach einer Zeit aus (wer innerhalb von 5 Minuten nicht wach ist, hat ein anderes Problem), nö es wird so lange getrötet, bis der Grund des Alarms nicht mehr vorhanden ist, oder von Hand jeder Rauchmelder ausgeschaltet wird.
Ein Ausschalten über die Zentrale ist nicht möglich
Wenn die RWM Ausschaltbar wären, könnte man ja vergessen diese wieder einzuschalten! Daher ist die Ein- und Auschaltmöglichkeit eine zwiespältige Geschichte! Technisch aber machbar/Versicherungsrechtlich problematisch!
und
egon(II) hat geschrieben:
02.06.19, 13:29
Fehlalarme während der Abwesenheit sind nur zu vermeiden, wenn die Rauchmelder aus der Halterung
genommen werden,, weil sie dabei deaktiviert werden.
Brandsachverständige werden im eingetretenem Schadensfall ggf. der Frage nachgehen, warum die vorgesehenen Warneinrichtung versagt hat. Dann wäre es evtl von Nachteil, wenn die RWM fehlen bzw nicht in der vorgesehenen Halterung sich befinden.

egon(II) hat geschrieben:
02.06.19, 13:29
Also bei jeder geplanten Abwesenheit muß ich als fast 70-jähriger in jedem Zimmer auf die Leiter klettern und die Rauchmelder aus der Halterung nehmen
nicht bei jeder Abwesenheit, sondern um nicht funktionstüchtige Geräte gegen funktionierende auszutauschen. Vielleicht bietet das Reklamationsrecht ja auch die Möglichkeit die tatsächlichen und nachweislichen Kosten/Aufwendungen zum Tausch dem Verkäufer in Rechnung zu stellen. Das geht aber evtl nur dann, wenn Kausal ein Sachmangel unbestritten festgestellt wird. Eine Klärung dahingehend ob unbestritten ein Sachmangel vorliegt werden wir aus der ferne nicht klären können, das muss der betroffene Verbraucher mit dem Verkäufer ausfechten. Grundsätzlich hilft es, den festgestellten Mangel soweit möglich zu dokumentieren und seinem Vertragspartner zu kommunizieren. Die Indizien (Anzahl der Fehlalarme) sprechen für einen "Sachmangel". Daher helfen die ersten 6 Monate der "Beweislastumkehr". Der Hersteller der RWM muß die Möglichkeit haben, die beanstandeten Geräte überprüfen zu können.
Entweder er stellt dann fest (als Beispiele) jo, Geräte weisen einen Fehler auf und die Geräte haben eine unzureichende Endkontrolle durchlaufen (doppelter Fehler!) dann wird er das Gerät zurücknehmen und durch ein funktionierendes Gerät tauschen (Nacherfüllen). Stellt er hingegen fest (auch als Beispiel genannt) der Senso ist mit Staub oder Wandfarbe verschmutzt obwohl in der Bedienungs und Montageanleitung ausdrücklich darauf verwiesen wurde dass die Funktiontüchtigkeit nur Gewährleistet wird, wenn das Gerät vor Farben/Anstriche) geschützt sein muß, dann wird die Reklamation nicht anerkannt werden. So gäbe es zahlreiche Variationen oder Möglichkeiten.
Drum Prüfe das nicht z.B. eine Reinigungskraft nicht unterhalb des RWM in Ihrer Abwesenheit eine Raucherpause einlegt oder Nachbarskind zum Geburtstag eine Nebelmaschine geschenkt bekommen hat oder was für andere Spielvarianten sein könnten. :christmas

Jamie175
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Re: Smart Home

Beitrag von Jamie175 » 05.07.19, 10:12

egon(II) hat geschrieben:
02.06.19, 13:29
Hallo
ich hoffe ich bin mit meiner Frage im richtigen Forum.
Ich wollte mein Haus mit Rauchmeldern in allen Zimmern ausstatten.
Es sollten Rauchmelder sein, die sich auch miteinander vernetzen und selbst bei Ausfall der Internet-Verbindung und/oder Ausfall der hauseigenen Zentrale trotzdem Alarm geben.
Das Anschauen vieler YU-Videos (unterschiedlicher Personen) und "forschen" im Netz hat mich dann von einem Anbieter überzeugt
Ausschlaggebend war auch die Werbung für das Produkt, dass man diese Rauchmelder durch Smart Home Komponenten des Anbieters auch mit der Zentrale auslösen kann, falls in Abwesenheit gewaltsam eine Tür oder ein Fenster geöffnet wird.
Gekauft und installiert. Da ich keine Cloud verwenden möchte, habe ich dazu eine "Zentrale" geordert, die bei mir daheim steht.
(so ein Rauchmelder kostet ~60€, im Dreipack etwas preiswerter, die Zentrale als Raspberry Pi mit Sendemodul ~130€)

Nach dem Kauf und der Installation stellt sich heraus:
  • Die Rauchmelder neigen zu Fehlalarmen.
    Schon nach einem Monat hatten wir den ersten aus einem nicht bewohnten abgedunkteltem Zimmer
  • Jeder Alarm der Rauchmelder verringert die Batteriekapazität.
    So kann die durch die festeingebaute Batterie angegebenene Laufzeit von 10 Jahren nicht eingehalten werden
    Das wäre an sich kein Problem, wenn es nicht Fehlalarme gebe...
  • Wenn ein Rauchmelder Alarm schlägt (und die andren animiert), dann schaltet er sich nicht etwa nach einer Zeit aus (wer innerhalb von 5 Minuten nicht wach ist, hat ein anderes Problem), nö es wird so lange getrötet, bis der Grund des Alarms nicht mehr vorhanden ist, oder von Hand jeder Rauchmelder ausgeschaltet wird.
    Ein Ausschalten über die Zentrale ist nicht möglich
    Nur... ich bin 5-6 Mal im Jahr auf Reisen und zusätzlich das ein oder andere WE unterwegs (Kinder/Enkel wohnen 150km entfernt)
  • Fehlalarme während der Abwesenheit sind nur zu vermeiden, wenn die Rauchmelder aus der Halterung
    genommen werden,, weil sie dabei deaktiviert werden.
    Also bei jeder geplanten Abwesenheit muß ich als fast 70-jähriger in jedem Zimmer auf die Leiter klettern und die Rauchmelder aus der Halterung nehmen
    Das ist die Empfehlung des Verkaüfers (die Geschäftsführer sind in Personalunion auch Geschäftsführer des Herstellers im gleichen Hause)
  • Im Smart Home Bereich unterscheidet man Sensoren, also Komponenten die etwas feststellen von Aktoren, die die etwas tun.
    Da ja bei einem nachträglichen Einbau von Sensoren und Aktoren nicht zwingend eine Spannungsversorgung vorhanden ist, gibt es auch batteriebetriebene Sensoren und Aktoren, soweit so gut.
    Um die Batterielaufzeit zu verlängern verwendet die Firma ein "Aufweckverfahren", um eben batteriebetriebene Aktoren "aufzuwecken", um mit ihnen kommunizieren zu können.
    FATAL... das dahinterstehende Konzept ist so schluderig, dass bei der Kommunikation mit den batteriebetriebenen Aktoren auch die Rauchmelder mit aufgeweckt werden.
    Schon wieder geht Laufzeit der Rauchmelder verloren
Die Einschränkung dieses Konzeptes ist jedoch weder aus den Werbebroschüren, Verkaufsunterlagen oder Handbüchern ersichtlich noch beschrieben.

Neben 450€ Investitionsschaden ärgert mich die Dreistigkeit
  • Ist das nun Pech für den Kunden, einfach nur verkauft ?
  • zwangsakzeptables Designproblem ?
  • oder ist das schon mehr als Übervorteilung ?
Wie wird so etwas von Euch / Ihnen bewertet ?

LG und danke schon mal für die Antworten
Egon
Ich bin am überlegen, auch solches System zu machen. Haben Sie schon geschafft? Ich suche auch einige Information, wie ich ed jetzt richtig machen kann.

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